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Alle Neune beim WFV


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Als Fußballreporter lebt man manchmal gefährlich. Denn bei kleinen, engen Fußballfeldern kommen die Kicker schon mal ziemlich nah an einen heran, was durchaus zu unangenehmen Folgen führen kann.

Punktspielauftakt im Freien. Endlich wieder Fußball! Die Sonne scheint – und ich suche mir trotz leichter Grippe und einer ebenfalls angeschlagenen Frau für das anpfiff.info-Topspiel des Wochenendes die Partie in Würzburg heraus: WFV gegen Sand.


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Natürlich „buchen“ wir einen Platz im Innenraum, gleich neben dem Tor. Zwischen Bande und Feld ist an dieser Stelle vielleicht nur ein Meter Platz. Hinter der Bande stehen geht nicht, weil ein Netz von dort das Fotografieren unmöglich macht. Also Innenraum.

Die ersten 45 Minuten spielen die Sander auf uns zu und bekommen eigentlich nur wenig gebacken. Einmal aber sieht ein Angriff gut aus, als Thorsten Schlereths Lauf spät gestoppt wird. Von einem Würzburger, der den Ball aus der Gefahrenzone wuchten will. Irgendwie wird das Leder noch abgefälscht, glaube ich zumindest.


Dann sehe ich durch die Linse, weil ich ja fotografieren will, nur noch, dass da etwas auf mich zurauscht. Sekundenbruchteile später schlägt der Ball bei mir ein: Zentimeter nur oberhalb der Weichteile, aber am unteren Rand des Magens. Mit einer Wucht, dass das Publikum johlen muss.

Wie vom Presslufthammer geküsst fühle mich in diesem Moment. Das Becken muss gebrochen sein, mindestens. Oder zumindest die Leiste irreparabel beschädigt. Während ich überlege, ob ich besser erst noch schreiend umfalle, einen Betreuer auf der Bank winkend um 4 Liter Eisspray bitte oder gleich einen Santitäter rufen lassen soll für die Fahrt in die Uni-Klinik, stelle ich parallel fest, dass der erste Schmerz schon wieder nachlässt. Leicht zumindest…

Ein paar Minuten später geht es und ich kann sicher stehen, zur Pause sogar ein paar Meter laufen. Anscheinend sind die Organe doch noch alle heil. Ganz spät im Spiel dreht dann auch noch Thorsten Schlereth mit seinem Siegtor die fast schon verloren geglaubte Partie und es entsteht ein tolles Jubelbild, weil er im Überschwang der Gefühle das Trikot auszieht.

Damit war´s dann doch noch ein schöner Nachmittag. Trotz der zwischenzeitlichen „Alle Neune“… gut, dass am Samstag kein Eishockey war…

Michael Horling
redaktion@inundumsw.de



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