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Der Massagedüsenamateur


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Aja hiljaa sillalla! Das heißt auf Deutsch „Langsam fahren auf der Brücke!” Nein, ich kann kein finnisch, ich habe das auch erst auf der Seite www.obermaintherme.de erfahren, als ich mich unlängst dort informierte. Zwei Gutscheine für einen Tagesaufenthalt dort tauchten irgendwann in einer Schublade auf. Aus dem Jahr 2008.

Meine Frage per Mail nach der Gültigkeit beantwortete jemand aus Bad Staffelstein zügig, so dass wir Anfang Januar einen Thermenausflug planten. Zwar hatte ich wie die letzten Jahre schon bereits kurz nach Neujahr meine Badesaison beendet, weil ich nur in einem kurzen Höschen und oben ohne in etwa so erotisch wirke wie Antje, das Walross. Doch meine Partnerin sprach mir Mut zu. Und ja, Gutscheine lässt man nicht verfallen.


Pabst Azubi

Im ersten Thermen-Innenbecken abgetaucht fühlte ich mich schnell wohl. Draußen schneite es – und dann hat so ein Besuch in einer Therme natürlich schon etwas. Nur Minuten später startete das Aktivprogramm mit dem Aqua-Boxing – meine Petra machte mit und ich konnte für einige Zeit entspannt im Wasser liegen.

Irgendwann reizte mich der Freibereich. Bei Temperaturem im Gefrierbereich ist es im 34 Grad Celsius warmen Becken wunderbar. Nur um den Whirlpool draußen zu erreichen, muss man eben schnell mal durch die Kälte huschen. Für ein paar Sekunden ist das zu ertragen. So langsam machte mir der Thermenbesuch richtig Spaß.


Am Rande des einen großen Freibeckens sind Massagedüsen angebracht. Mehrere. Ich lernte schnell, dass man sich von links quasi anstellen muss, dass dann für gefühlt 30 Sekunden eine jede Düse düst – und man nach einer kurzen Pause zur nächsten weiter gleitet. So wie früher in der Mensa oder beim Pauschal-Urlaub: Erst am Fleisch anstellen, dann an den Nudeln, schließlich am Salat.

Meine Fußsohlen waren angenehm massiert, dann meine Waden. Bei Strahl drei freilich wurde ich unachtsam und stellte mich mit dem Bauch Richtung Beckenrand an. Ein heftiger Schuss Wasser an genau die Stelle, wo es ein bisschen weh tut, ließ mich wieder aufmerksamer werden. Und da kam auch schon Petra von der Wassergymnastik zurück.

Wir testeten das Solebecken mit 36 Grad und 12 Prozent Salzlösung. Hurra, hier kann man so richtig schweben und nicht untergehen. Ein paar Meter entfernt gibt es ein weiteres Innenbecken und einen direkten Durchgang nach draußen. Inzwischen war es dunkel – und im Strömungskanal wurden wir mal wieder zu Kleinkindern.

Schnell noch ins Minze-Dampfbad mit den tollen Lichteffekten, ins Süßwasser-Becken, danach in einen weiteren Whirl-Pool. Fast 3.000 m² Wasserfläche hat diese Obermaintherme – verteilt auf 25 Innen- und Außenbecken und einen Naturbadesee – das ist schon gewaltig und ein echter Grund, nach Bad Staffelstein zu fahren, wo es ja mit Vierzehnheiligen und dem Staffelberg weitere Tourismusmagnete gibt.

Wir hätten bis 23 Uhr bleiben können mit den Gutscheinen. Nur wollten wir uns den Abend mit unserer Bekanntschaft Flo in Maroldsweisach nicht entgehen lassen: Das mehrfach schon erwähnte gute Hartleb-Bier… Daher und weil ich mindestens 5 Kilo abnehmen muss, verzichteten wir auf den Besuch des riesigen Saunalandes mit dem Naturbadesee (auf dem Bild). Schweren Herzens, weil´s in Bad Staffelstein echt schön ist.

„Ein Tag in der Obermain Therme gleicht einem Kurzurlaub am Meer – er macht Sie ausgeglichener, vitaler und schöner.“ So lautet ein Werbespruch der Anlage. Tags danach fühlte ich mich in der Tat viel schöner. Aja hiljaa sillalla! Heimwärts sind wir über die ein oder andere Brücke tatsächlich auch langsamer gefahren…

Michael Horling

redaktion@inundumsw.de



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