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Die wahren Seiten der Liebe


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Wer viel Geld hat, kann sich viele Werbemittel finanzieren. Man kann es aber auch anders sehen: Wer viele Werbemittel finanzieren muss, hat es vielleicht dringend nötig, auf sich aufmerksam zu machen. Wie anders sollte man sonst die jüngste Offensive in meinem Briefkasten erklären?

Der Zeitungsausträger darf frühmorgens bei mir kein Dachbladd einwerfen. Vielleicht frustriert ihn das so sehr, weil er ja ohnehin bei mir vorbei muss, dass er immer mal wieder Werbebotschaften eines in Würzburg ansässigen Unternehmens einwirft.

Zu jedem Fest überlegt sich die Marketing-Abteilung etwas Besonderes. Zur letzten Fußball-EM hätte ich das Blatt günstiger abonnieren können. An Ostern und Weihnachten ebenso, dazu wollte man mir gratis Eier schenken (wenn ich mich recht erinnere) und den Nikolaus mit einem prall gefüllten Sack voller weiterer Geschenke vobei schicken (war doch so, oder?). Ich hätte nur an der richtigen Stelle ein Kreuz machen müssen. Für 27,70 Euro wäre dann sieben Wochen lang Papier in mein Haus gekommen.





So auch diesmal der Versuch zu diesem Preis. Wahlweise 16,80 Euro würde es kosten, um digital Zugriff zu haben zu laut Slogan „alles Wichtige aus Mainfranken, der Region und aller Welt“. Digital wäre blöd, weil dann der Austräger, der ja die Werbung verteilt hat, wieder nichts davon hätte. Anderseits würde ich keinen Baum ermorden. Als Umweltschützer kein zu verachtender Aspekt.

Ich entschied mich dennoch zum kompletten Ablehnen des Angebotes. Auch wenn ich es angesichts des nahenden Valtentinstags zu schätzen weiß. „Wahre Liebe hat viele Seiten“ lautet der aktuelle Slogan. Man will, dass ich diese Zeitung kennen lerne und bietet mir als „Angebot zum Verlieben“ neben den 50 % Sparvorteil auch noch gratis Pralinen von Lindt an.

Gut, bei solchen Leckereien kann ich nur schwer widerstehen. Aber ich rechne dann nach, dass ich künftig fast 32 Euro zahlen müsste pro Monat, damit ich „immer auf dem Laufenden“ gehalten werde und „überrascht mit Ideen zu Ausflügen, Restaurants und Kultur“. Zudem wolle man mir „jeden Tag vergnügliche Momente“ schenken.

Aber 32 Euro dafür ausgeben? Ich halte das für ein bisschen viel und bin von diesem großen Unternehmen mit dem Sitz in Würzburg ohnehin nicht sonderlich angetan. Weil man von dort aus eine kleine Tageszeitung in Lichtenfels übernahm und einige der dort dann nicht mehr benötigten Mitarbeiter nicht sonderlich nett behandelte.

Weil man in die Eigenständigkeit weiterer kleiner Lokalzeitungen der Region eingriff und sie sich einverleibte. So verschwand irgendwann der Bote vom Grabfeld in Bad Königshofen oder verlor jüngst zum Jahreswechsel das Haßfurter Tagblatt seine Eigenständigkeit. Nur zum Wohle der Leser sei das alles passiert, liest man dann immer. Nur bleibt dem Leser, sofern er denn nicht altersbedingt wegstirbt oder ständige Preiserhöhungen mitmacht, gar nichts anderes übrig, als die dann neuen Seiten zu akzeptieren.

Wir verzichten an dieser Stelle darauf zu erwähnen, dass ein Portal wie www.anpfiff.info längst den lokalen Fußball des Verbreitungsgebietes ausführlicher und mit mehr Liebe abdeckt. Oder dass dieses, hier gerade vom Leser aufgerufene Portal in der Region in und um Schweinfurt über das Wichtigste genauso informiert und sogar gratis Tipps gibt, wo man am besten speisen kann oder wohin sich ein Ausflug lohnt.

Die rund 32 Euro dürfen unsere Leser dann dafür einsetzen, dass sie bei einem der vielen Werbepartner auf www.inundumsw.de das Geld ausgeben – und damit wiederum unterstützen sie jemanden, der dafür sorgt, dass die Angebote des Portals gratis konsumiert werden können. Immer – und nicht nur angebotsmäßig rund um den Valentinstag….

Michael Horling
[email protected]







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Ein Kommentar

  1. Herr Horling, ihrem Beitrag stimme ich voll und ganz zu.
    Mein Mann und ich hatten jahrzehntelang das Schweinfurter Tagblatt abonniert, ich kündigte das Abo aus Kostengründen, weil es für mich, als nunmehr Witwe, einfach zu teuer war.
    Ich hatte kürzlich ein 10 € Schnupperabo gebucht, bei dem es als Zugabe ein Bayernlos gab. Das Glück war mir hold und ich gewann 10 €.
    Ich hatte den Eindruck, dass im Gegensatz zu früher die Zeitung viel weniger lokale Informationen bot. Dies bestätigte auch eine befreundete freie Mitarbeiterin. Außerdem würden die eingereichten Artikel oft nur stark gekürzt veröffentlicht.

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