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Drei vor Zwölf beim Eishockey


Stern-Apotheke

Nun werden´s also doch Endspiele. Da hätten es sich die Mighty Dogs so schön einfach machen können: Siegen in Fürstenfeldbruck beim Letzten, den man in der Hinrunde noch mit 10:0 abfertigte. Das wäre der so gut wie sichere Klassenerhalt gewesen. Doch nach der Niederlage heißt´s bangen. Der Abstieg aus der Eishockey-Bayernliga droht, die Gefahr ist sogar riesengroß.

Wer rechnen kann weiß, dass Verfolger Ulm/Neu-Ulm noch neun Punkte holen kann, was gegen die drei Tabellenletzten aus Moosburg, Burgau und Fürstenfeldbruck möglich scheint. Dann würde den Schweinfurtrern noch nicht mal ein eigener Sieg gegen Burgau Freitagabend reichen. Nein, sie müssten auch noch Zählbares holen in den beiden darauf folgenden Partien.


SKD

Nun mag es gut sein, dass Passau am Freitag schon alles klar machen kann in Sachen Ligaerhalt. Dann könnten es die Niederbayern am Sonntag langsamer angehen lassen beim zweiten Heimspiel der ERV-Crew an einem Wochenende. Sieben Tage später führt die Reise nach Pfaffenhofen, sicherlich dann schon Aufsteiger und vom Feiern betrunken. Das kann also gut gehen, es kann aber auch ein böses Erwachen geben. Pfaffenhofen hat sicher nicht vergessen, dass vor ziemlich genau einem Jahr die Mighty Dogs in Pfaffenhofen den Aufstieg in die Bayernliga feierten – und damit den ECP in die Landesliga schossen…

Eishockey in Schweinfurt anno 2019: Das ist das Abbild einer längst verblühten Schönheit. Wo früher bis zu 3000 Zuschauer und mehr die Ränge füllten, waren es zuletzt trotz einer gut gemeinten Aktion nur knapp über 500 Fans im Icedome beim Sieg gegen Moosburg. Mini-Kulissen, kaum Stimmung, unharmonische Fanclubs, sportlich viele Tiefschläge – der Eishockeysport in Schweinfurt steht vor wegweisenden Entscheidungen. Unabhängig von der Liga nächste Saison.


Das Team ist überaltert, keine Frage. Eishockey spielen kann man zwar bis Mitte 40 und länger – siehe Mikhail Nemirovsky in Bad Kissingen. Oder Josef Straka, Spielertrainer der Schweinfurter, Top-Scorer, aber halt auch schon bald 41 Jahre alt. Ein Senior, wie so manche andere auch.

Andreas Kleider wird 38, Simon Knaup 34, Christoph Schadewaldt wie Martin Oertel 35, Stephan Trolda 39 – sie alle haben kurz- bis mittelfristig ihr Eishockeyleben hinter sich. Mit Marc Zajic zündet der zweite Ausländer neben dem Tschechen Straka nicht wirklich. Im Tor ist Kevin Kessler eine sicherlich sehr gute Nummer zwei. Der nach Bad Kissingen abgewanderte Benni Dirksen fehlt freilich dennoch an allen Ecken und Enden.

Die sportlichen Macher Sergei Chevalier und Thomas Berndaner stehen vor wichtigen Entscheidungen, wie´s weiter gehen soll. Fakt ist: So wie bisher nicht! Aber: Eigengewäche, die aus der Jugend nachrücken, die eine erste Mannschaft verstärken könnten, gibt´s so gut wie gar nicht… Was genau der Nachwuchs macht, welche Altersgruppe wo spielt – das alles ist dem ERV ohnehin noch nicht mal eine winzige Nachricht wert.

Die Stars spielen woanders. Dennis Lobach (18) aus dem erweiterten Kader des EHC Red Bull München, Leon Müller (20), zuletzt DEL 2-Meister mit Bietigheim und aktuell beim SC Rießersee, Dominik Bokk (19), von den St. Louis Blues gedraftet und derzeit in Schweden spielend, Nicolas Hetzel (19), beim Augsburger EV an der DEL schnuppernd – um nur einige zu nennen. Sie alle sind Eigengewächse des ERV Schweinfurt. Lobach und vor allem Bokk gelten als mit die größten Eishockey-Talente Deutschlands….

Man muss es befürchten: Diese Top-Talente werden höchsten zum Ende der Karrieren wieder im heimischen Dress auflaufen, wenn sie vielleicht nochmal zusammen zum Spaß auf dem Eis zocken wollen wie einst in der Jugend. auf keinen von ihnen können die Mighty Dogs bauen. Also muss eine externe Blutauffrischung des Kaders ab dem nächsten Herbst her. Das Schweinfurter Eishockey braucht Typen, die Anhänger begeistern können. Und die Verantwortlichen brauchen einen Plan, wie man die eigentlich schon seit rund 15 Jahren auftretende und zunehmende Müdigkeit in der Region für diesen einst so beliebten Sport stoppen kann.

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, als die Nationalmannschaft Deutschlands bei Olympia sensationell die Silbermedaille gewann. Was versprach man sich da doch für einen Aufschwung für das Eishockey hierzulande! An Schweinfurt freilich ging der Boom komplett vorüber… aktuell ist es Drei vor Zwölf beim ERV…

Michael Horling
redaktion@inundumsw.de



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