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Lustlose Fußballteams


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Namen werden nicht genannt. Aber wir Medien, vor allem wir Sportreporter, wissen schon, mit welchen Vereinen wir es nicht immer ganz so gerne zu tun haben. Weil es „Schwarze Schafe“ gibt, denen Pressearbeit ein Dorn im Auge ist.

Früher gab´s mal den Peter Galm in Schweinfurt bei den 05ern. Ein schwieriger Vorsitzender, der alle paar Woche mal mit dem Dachbladd generell oder dem Autor dieser Zeilen im Speziellen zusammenstieß. Weil ihm irgendwas bei der Berichterstattung nicht passte. Das Gute an Galm: Er polterte immer zügig und heftig, das Gewitter reinigte dann meistens, ansonsten war ein ziemlich perfekter Präsident.


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Damals gab´s noch kein Internet, keine Online-Medien und damit auch keine sozialen Netzwerke. Galm hätte das nicht überlebt, wenn jeden Tag mehrfach irgendwer Schimpfe getwittert hätte oder in einer Facebook-Gruppe namens „Der FC 05-Vorstand muss weg“ Kritik an ihm geübt worden wäre.

Heutzutage haben sich die Vereinsfunktionäre, die Trainer und Spieler längst daran gewöhnt, dass auch der lokale, unterklassige Fußball überwiegend in den Online-Medien stattfindet. Und das zunehmend. Seit Sommer 2018 baut www.anpfiff.info nun auch den Spielkreis Rhön auf und erweitert das fränkische Fußballportal somit nochmals sein Angebot. Und seit März diesen Jahres gibt´s nun auch www.fuswball.de für den Fußballsport in und um Schweinfurt.


Gerade aber in der Rhön gibt´s jedoch noch Club-Funktionäre – Namen werden nicht genannt – die mit Online rein gar nichts anfangen können. Ein Verein bat gleich mal darum, möglichst nicht mehr kontaktiert zu werden, weil Berichte ja schon in der örtlichen Tageszeitung erscheinen und dem Club das völlig ausreiche. Nun gut, scheinbar ist da die gesamte Truppe mit einem Mannschaftsabo ausgestattet und die fünf Zeilen pro Woche gedruckt genügen dem Verein.

Ein anderer aus einer durchaus halbwegs großen Kurstadt und aus dem vorderen Tabellenmittelfeld reagiert seit einem Dreivierteljahr auf rein gar keine Anfrage, lässt alle Mails ins Leere laufen – und kein einziger der Spieler ist auf Facebook vertreten. So als würde um das Städtchen eine große Mauer die Fußballer abriegeln vor der großen, bösen, weiten Welt.

Ganz aktuell nun kam der Kontakt zu einem Verein in einer gar nicht so tiefen Liga in einer durchaus ordentlich großen Stadt zustande und der Veranstwortliche hatte immerhin eine Mailadresse, bat auch um schriftliche Zusendung dessen, was anpfiff.info von ihm wissen wollte. Also gingen ein paar Standardfragen an ihn wie beispielsweise: * Wie wichtig ist Ihnen der Abstiegskampf, wollen Sie die Liga auf alle Fälle noch halten? Schlagbare Gegner kommen ja noch als Rivalen… Oder das: * Was bedrückt Sie momentan mehr? Die sportliche Talfahrt oder die personelle Situation, auch wenn beides sicherlich eng miteinander verknüpft ist?

Insgesamt waren es neun Fragen, wie Sie der Verfasser auch dieser Zeilen seit Jahren schon nahezu täglich diversen Personen stellt, die mit dem lokalen Fußball zu tun haben. In diesem konkreten Fall aber kam als Antwort nur ein: „Zu derartigen Fragen erhalten Sie keinen Kommentar von mir!“ Ansonsten nichts mehr. Mailverkehr beendet! Abgebügelt.

Damit war es das dann mit dem Interview. Und zurück bleibt die Frage, was denn so außergewöhnlich und schlimm daran ist, wenn man auch nur ein kleines bisschen Innovation von den Fußballvereinen erbittet? Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Ein Spruch, der irgendwie zutrifft…

Michael Horling
redaktion@sw1.news



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