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Mettblödchen aus den Haßbergen


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Oberaurach in den Haßbergen. An sich eine wunderschöne Gegend. Wären da nicht die Dorfrocker, die von dort stammen. Die drei Thomann-Brüder Markus, Tobias und Philipp. Aus Kirchaich. Über Geschmack lässt sich ja streiten. Doch alles hat seine Grenzen.

An dieser Stelle stand schon so einiges über das Trio, das es mit Volksmusik-Rock in die Charts und in die Fetenhits-Sendungen unseres Landes geschafft hat. Anscheinend ist Deutschland halt blöd. Was sich ja auch bei den Wahlen im September gezeigt haben soll. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Dorfrocker haben es nun mit einem Song und dem dazu gehörenden Video geschafft, sogar weitere Menschen und nicht nur mich gegen sie aufzubringen. Hätte ich nicht gedacht! Bislang glaubte ich immer, nur ich würde die „Doofrocker“ durch die Bank peinlich finden und ihre Musik belanglos, ihre Texte frei von Witz – kurzum: Ihre Songs als nur dann zu ertragen zu bezeichnen, wenn man mit 4,5 Promille schon tot ist.


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Die Krönung jetzt: „Mettbrötchen“. Ein Titel, in dem es um die Lust auf Fleisch geht. „Ich könnt´ mich glatt verlieben, in Mettbrötchen mit Zwiebeln“ – so lautet der Refrain. „Ich könnt´ am fernsten Eck der Erde sein, mit Mettbrötchen fühl´ ich mich wie daheim“ dichten sie und „Viel Schokolade ist auch mal ganz nett, doch mein Herz geht erst so richtig auf mit Mett!“





Das wirklich Üble an der Geschichte ist das Video mit einem tanzenden C-Sternchen Gina-Lisa Lohfink und den hippen Thomanns. Mit Mikro, Gitarre und Ziehharmonika kreiseln sie zwischen zwei an der Decke hängenden Schweinehälften in einem Schlachthaus. Auf der einen steht „No Vegan“, auf der anderen „Ja zu Mett“. Die Kommentare dazu auf youtube? Endlich mal passend!

„Ist ja abartig… Gut, dass Gina Lisa nicht die hellste Kerze auf dem Kuchen ist weiß wirklich jeder aber das ist nochmal eine Schublade tiefer… Sich am Weltveganertag vor Tierleichen zu räkeln… Abschaum… Und nur mal so zur Klimabilanz: 1kg Fleisch verursacht 36kg Kohlendioxid! Sorry Gina wenn ich dich mit so vielen Zahlen verwirrt habe??“, spaßt „Pink Cameleon“.

„AnGkotzt- tan“ schreibt: „Wie kann man so respektlos mit Nahrung umgehen? Dieses Tier hat sein Leben gelassen und ihr habt nichts besseres zu tun, als es zu beschriften und die Seltsame dazwischen hüpfen zu lassen? Armselig und respektlos.“ „Lt Dan“ ergänzt: „Ich selber bin leidenschaftlicher Fleischesser und liebe Mett, aber Tiere (auch und vor allem tote Tiere) gehören verdammt noch mal mit Respekt behandelt! „No Vegan“ auf Tierleichen zu schreiben und sie für ein schlechtes Musikvideo in den Hintergrund zu hängen um davor zu tanzen ist unterste Schublade. Ihr seid wirklich der Bodensatz!“

„TheLostHope3000“ meint: „Überlege mir Veganer zu werden, nachdem ich diesen Schrott 15 Sekunden gesehen habe.“ „lil luu“ schreibt: „Das ist das ekelerregendste widerlichste armseligste was ich je gesehen habe. Habt ihr gar keinen Respekt? Es ist so widerwärtig.“ Dann noch „Mimon Ingo Winkler-Stoll“: „Im Gegensatz zu (va)Gina-Lisa Lowlife sehen die Schweinehälften ästhetisch aus. Ich liebe auch Mettbrötchen, aber bei der kaputtoperierten Hackfresse von dieser C-Promi-Matratze vergeht mir der Appetit!“

Letztlich noch die Meinung von „Hans Schmalbart“: „Macht nix. Soll sie Veganer vereppeln. Ich vereppl eine Nymphomanin die sich im Schlafzimmer mit 3 Promille von der Dorfdisco gangbangen lässt, wieder nüchtern alle vor Gericht zieht und sagt sie wurde missbraucht, weil sie sich schämt was sie eigentlich für eine käufliche ** ist. Nur um die Verhandlung auch noch zu verlieren weil ihr eh keine „Sau“ glaubt. Das finde ich viel komischer 😀 Bestimmt hat sie jedem Dorfrocker erstmal den ***** gelutscht!“

Volkes Stimme straft die Doofrocker also ab. Doch die haben schon den nächsten Knaller parat: „Machmalärm“, die neue Single, mit einem Video, in dem das Trio in Prolo-Manier mit einem Cabrio durch die Gegend fährt. „Und jeder singt hier wie vom andren Stern, jetzt gibt´s nur eins hier, machmalärm!“ So geht´s textmäßig frei nach dem Motto: „Einen zum Schämen hab´ ich noch!“ Zu den Apres Ski Hits 2018 soll der Song taugen. Er klingt so, als würde eine Schülerband versuchen, irgendwas von Scooter nachzusingen. Und die sind bekannter Maßen schon ziemlich schlecht.

Eines muss man den Kirchaichern aber lassen: „Machmalärm“ hat einen Refrain, der sogar halbwegs ins Ohr geht. Ohne diesen abermals dümmlichen Text würde ich es fast schon ertragen können. Und ich schlage nun abermals einen Song für nächsten Sommer vor: „Ä Spanna!“ könnte er heißen. Ein Stück über drei Unterfranken, die im heißen Spanien Aufregendes erleben:

„Mädels, auf geht´s nach Madrid,
dort landen wir im Bett zu dritt.
Wir fahren dann nach Malaga,
des is fei echt der Knaller da.
Bilbao müsst ihr auch mal seh´n,
dort bräunen Brüste wunderschön.
Auch Palma ist ´ne Reise wert,
dort hat noch niemand sich beschwert.
In Barcelona will ich küssen,
Valencia auf dem Trip nicht missen.
Zum Abschluss geht´s nach Alicante,
dort kannte ich mal eine Tante!“

Und als Refrain dann:
„Mir sind die Spanna in Espana,
mir sind aus Franken, gebn kei Ruh.
Wenn ihr Euch lieb habt und Euch busselt,
dann schaun mir blöde Franken zu!“

Es grüßt
Michael Horling
redaktion@inundumsw.de

Bilder: Screenshots aus dem Video „Mettbrötchen“ der Dorfrocker







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