24. 11. 2017

Progres Niedercorn



So langsam endet auch im Profifußball die Sommerpause. Bald startet die Bundesliga, demnächst stehen die Teilnehmer für die Gruppenphase der Champions- und der Europa League fest. Auf dem Kontinent wird man Blubberbrause Leipzig aufgrund der Bedeutung der Stadt schnell kennen, wochenlang aber rätseln, wer oder was Hoffenheim ist.

Der schönste Spaß freilich ist und war, wenn Anfang Juli die 1. Qualifikationsrunde für beide Wettbewerbe startet(e). Wer sich da alles beteiligt in der Hoffnung auf Gelder aus den Töpfen – unglaublich! La Fiorita Montegiardino hoffte, als nur ein Beispiel, doch tatsächlich auf einen Champions League-Platz neben Hoffenheim.

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So richtig die Abenteuerlust erweckt freilich die erste Runde im Wettbewerb der zweitklassigen Europa League, in der man letztlich ja sogar auf Köln oder Berlin – echte Metropolen mit echten Traditionsvereinen also – treffen könnte. Das ist jetzt auch eine Art Quiz: Wer von den nun genannten elf Vereinen jeweils das richtige Herkunftsland nennen kann, qualifiziert sich für den Ehrenwimpel bei „Stadt – Land – Fluss“.

Als da wären – und das sind wirklich nur ein paar der krassesten Beispiele: Schirak Gjumri, Irtysch Pawlodar, Atlantas Klaipede, Suduva Marijampole, Tschichura Satschchere, Shkendja Tetovo oder FK Haugesund. Und wenn MFK Ruzomberok in der Gruppenphase auf Kl Klaksvik oder Tre Penne Galazzano auf Ordabassy Schymkent – wird es dann auch mal eine Zuschauerzahl unterhalb von 500 geben?


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Solche Namen regen ja oft an: Haugesund hat bestimmt einen Stamm von mindestens 100 Hooligans, die im Namen der UEFA europaweit reisen sollen um zu zeigen, dass Prügeln auch angenehme Folgen für die Körper der Verdroschenen haben kann. Kurzer Abschweif: Haben die finnischen Meister IFK Mariehamn (aktuell) und MyPa Anjalankoski (2005) irgendwas zu tun mit UE Sant Julia, dem Vizemeister aus Andorra, der sich mit Skenderbeu Korce aus Albanien ein heißes Duell um den Einzug in Quali-Runde zwei lieferte? Sollten nicht generell Frauennamen im Männerfußball verboten werden?

Der Hauptgrund, warum diese Story entstand, war natürlich die eine sportliche Sensation: Die Glasgow Rangers, einer der großen Namen des europäischen Fußballs und in Schottland der Verein, der die Massen anlockt, scheiterte bereits im ersten Anlauf. Man hätte das vielleicht – schöne Grüße nach Österreich! – verstehen können, wenn Düdelingen oder irgendein Team von der Faröer Inseln der Gegner gewesen wäre.

Doch nein: Es war Progres Niedercorn, der Tabellenvierte der luxemburgischen Liga, Landsleute also der wackeren Düdelinger, das sich mit einem 2:0 nach einem 0:1 im Hinspiel gegen Glasgow durchsetzte. Irgendwo stand, dass die Rangers das Vierfache an Geld des Etats der Niedercorner alleine für Neuzugänge in dieser Saison ausgaben.

So schön solche Sensationen ja auch sind und beweisen, dass Kohle alleine nun doch keine Tore schießt: Irgendwie sträube ich mich jetzt schon dagegen, das Spiel Progres Niedercorn gegen TSG Hoffenheim – wenn es denn mal so weit kommt – im Fernsehen anzuschauen…

Michael Horling
redaktion@inundumsw.de







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