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Aufschwung setzte sich auch im April fort: Der Arbeitsmarkt bleibt auf Erfolgskurs


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SCHWEINFURT / MAIN-RHÖN – Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön hat sich in diesem Monat fortgesetzt. Im April waren 7.862 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 833 Personen weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank von 3,6 Prozent im März auf 3,2 Prozent im April.

Im Vergleich zum Vorjahr liegt das Niveau der Arbeitslosigkeit deutlich niedriger: Hier wurden 1.151 Arbeitslose mehr gezählt und die Arbeitslosenquote lag bei 3,7 Prozent. Damit ging die Arbeitslosigkeit sowohl zum Vormonat als auch zum Vorjahr stark zurück. Wie zu dieser Jahreszeit üblich verzeichneten besonders Männer einen starken Rückgang der Arbeitslosigkeit mit einem Minus von 573 (11,8 Prozent) im Vergleich zum Vormonat. Auch bei allen anderen Personengruppen war ein Rückgang festzustellen. Lediglich bei der Personengruppe der Jugendlichen (15 bis 20 Jahre) blieben die Zahlen der Arbeitslosen sowohl zum Vormonat als auch zum Vorjahresmonat auf nahezu gleichen Niveau. „Die Frühjahrsbelebung ist eine der Ursachen für die rückläufige Entwicklung der Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitslosenquote sank seit 1990 erfreulicherweise auf den niedrigsten Wert in einem April“, stellte Thomas Stelzer, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Schweinfurter Agentur für Arbeit, fest.


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Die Arbeitslosenzahlen nach Regionen:
Arbeitslose Arbeitslosenquote Veränderung zum Vormonat
AA Schweinfurt 7.862 3,2 % – 0,4%
Stadt Schweinfurt 1.733 6,3 % – 0,4 %
Lkr. Schweinfurt 1.742 2,7 % – 0,2 %
Lkr. Bad Kissingen 1.879 3,3 % – 0,4 %
Lkr. Rhön-Grabfeld 1.142 2,6 % – 0,5 %
Lkr. Haßberge 1.366 2,8 % – 0,2 %


Im April überwogen die Beendigungen der Arbeitslosigkeit mit 3.305 den Neuzugängen mit 2.470. „Die Bewegung bei den Zu- und Abgängen spricht für einen anhaltenden Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt“, so Stelzer. Darüber hinaus wird der Arbeitsmarkt auch durch Teilnehmer an sogenannten arbeitspolitischen Maßnahmen entlastet. Diese Personen gelten als nicht arbeitslos im Sinne des Gesetzes und werden in der sogenannten Unterbeschäftigung ausgewiesen. Der Bestand der Teilnehmer an Bildungsmaßnahmen und ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik ist im Vergleich zum Vormonat ebenfalls deutlich gestiegen. Im April nahmen ca. 4.000 Personen an den unterschiedlichsten Maßnahmen teil. Hauptursache an dem Anstieg ist die größere Anzahl an Maßnahmen für Personen im Kontext mit Fluchtmigration. In der statistischen Zählweise beendet die Teilnahme an Integrations- und Sprachkursen vorübergehend die Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zum Vormonat lag der Anstieg der Entlastungswirkung bei 280 Personen, im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar bei 916 Personen.

Im März wurden in der Region Main-Rhön 645 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund gezählt. Das waren 8,2 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen. Den weitaus größten Anteil bildeten dabei Menschen aus Syrien (407 Personen), gefolgt von irakischen Staatsbürgern (21), Menschen aus dem Iran (9), Menschen aus Pakistan (8) und aus Somalia (5). 65 Prozent sind männlich und gut die Hälfte (53 Prozent) jünger als 35 Jahre. Die Mehrheit der Menschen mit Fluchthintergrund sucht eine Beschäftigung im Helferbereich. Ein kleiner Anteil bemüht sich als Zielberuf um eine Anstellung als Fachkraft. „Es gilt die Potenziale zu heben, die sich bei der Erwerbsbeteiligung von Migranten bieten. Natürlich steht zunächst der Spracherwerb im Vordergrund. Unsere Aufgabe ist es, Kompetenzen zu erkennen und gezielt zu qualifizieren, um den Menschen mit Fluchthintergrund die Chance zu geben, sich auch in den guten Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in der Region zu integrieren“, erläutert Stelzer.

Die Zahl der Betriebe, welche für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, sank um 6 auf 23 Betriebe mit insgesamt 737 Arbeitnehmern. Gegenüber dem März waren rund 63 Personen weniger betroffen. Vor einem Jahr waren die Zahlen höher. Im April 2016 waren es noch 27 Betriebe mit 1.393 Beschäftigten, also fast doppelt so viele Beschäftigte, für die Kurzarbeit angemeldet wurde.

Im April nahmen die Vermittlungsfachkräfte im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 1.016 neue Stellenangebote an. Das waren 96 Stellenzugänge oder 10,4 Prozent mehr als im März und 106 Stellenzugänge oder 11,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn wurden 3.689 Stellenzugänge verzeichnet, dies sind 7,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Bestand an offenen Stellen erreichte mit 4.263 erneut einen Höchstwert. Dies war eine Steigerung von 25,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonats. 663 der offenen Stellen (16 Prozent) betreffen das verarbeitende Gewerbe. Weitere 524 Stellen (12 Prozent) entfielen auf die Branche Gesundheit und Soziales. Das Baugewerbe verzeichnete 406 Stellen (10 Prozent) aller Stellengebote. Den Branchen Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen fällt ebenfalls mit 406 Stellen (10 Prozent) ein großer Anteil zu.

Seit Oktober 2016 wandten sich 2.874 Jugendliche bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Schweinfurt. Dies war gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 86 junge Menschen, dies entspricht einem Minus von 2,9 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden der Arbeitsagentur 3.692 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 239 oder 6,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Jugendlichen, die im April noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren, lag mit 1.212 um 42 oder 3,6 Prozent höher als vor der Jahresfrist. Sie hatten die Wahl zwischen 1.894 unbesetzten Berufsausbildungsstellen. Das waren 329 oder 21 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit standen im April rein rechnerisch jedem jungen Menschen ohne Ausbildungsstelle 1,6 offene Stellen zur Verfügung.

Wie bereits in den vergangenen Jahren überstieg die Anzahl der gemeldeten Lehrstellen die Zahl der registrierten Bewerber. 32 Prozent der bis dato übermittelten Ausbildungsstellen waren den Branchen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung zuzurechnen, zu 21,5 Prozent wurden Stellen aus den Bereichen kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus gemeldet, 14 Prozent stammten aus den Branchen Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung und mit 13 Prozent waren die Branchen Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik vertreten. 8 Prozent wurden den Berufsgruppen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit zugeordnet, 7 Prozent gehörten den sozialen Bereichen Gesundheitswesen, Lehre und Erziehung an, die restlichen 4,5 Prozent verteilen sich auf die Branchen Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft sowie Land-, Forst-, Tierwirtschaft und Gartenbau.

Laut aktuellem Konjunkturbarometer der führenden Wirtschaftsinstitute bleibt im April die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs und dürfte sich auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres überdurchschnittlich positiv entwickeln. Grund hierfür ist der weiterhin hohe private Konsum und die gute Auftragslage in der Wirtschaft. „Der deutsche Arbeitsmarkt ist historisch wie im internationalen Vergleich gegenwärtig in einer sehr guten Verfassung. Auch der Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön zeigte sich aufnahmefähig und zugleich sanken die Entlassungen. Das Verhältnis von offenen Stellen zu potenziellen Bewerbern hat sich in unserer Region weiter deutlich zugunsten der Arbeitnehmer entwickelt“, fügt Stelzer hinzu.



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