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Bäcker bekommen mehr Geld: Für 310 Beschäftigte in Schweinfurt gilt neuer Tarifvertrag


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SCHWEINFURT – Sie backen ab sofort größere Semmeln: In Schweinfurt bekommen die rund 310 Beschäftigten in Bäckereien mehr Geld. Zum Juli steigen die Löhne im Verkauf um 2,7 Prozent, in der Produktion und allen anderen Bereichen um 2,5 Prozent.

Damit haben gelernte Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen am Monatsende rund 60 Euro mehr auf dem Lohnzettel. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitgeteilt.

Die NGG Unterfranken rät: „Die Beschäftigten sollten unbedingt die nächste Lohnabrechnung prüfen. Denn zusätzlich zur Erhöhung gibt es eine Einmalzahlung von 190 Euro für alle Berufsgruppen.“ NGG-Geschäftsführer Ibo Ocak spricht von einem „guten Ergebnis“ nach einer schwierigen Tarifrunde. Mustafa Öz, Verhandlungsführer der Gewerkschaft: „In den dreimonatigen Verhandlungen haben sich die Arbeitgeber lange nicht bewegt und nur ein ‚Magerangebot‘ von lediglich 1,8 Prozent vorgelegt. Herausgekommen ist dagegen ein richtiges Lohn-Plus für die Arbeitnehmer, denn auch für das kommende Jahr haben wir weitere Lohnsteigerungen zwischen 2,5 Prozent und 2,7 Prozent vereinbart. Das kann sich sehen lassen.“


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Mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Branche setze der neue Tarifvertrag ein wichtiges Zeichen. „Viele Betriebe in Schweinfurt haben Probleme bei der Suche nach Fachpersonal. Ob Mehlstaub und Hitze am Ofen oder Stress hinter der Verkaufstheke – die Jobs in der Bäckereibranche sind hart. Umso wichtiger ist ein Verdienst, der zum Leben reicht. Einen Anspruch auf die Lohnerhöhung hat jeder Beschäftigte, der Gewerkschaftsmitglied ist und dessen Arbeitgeber in der Bäckerinnung ist.





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Zugleich appelliert die NGG Unterfranken an die heimischen Bäckermeister, ihren Azubis auch eine Übernahmegarantie zu bieten. Ibo Ocak: „In den meisten Branchen ist es längst Standard, dass man nach der Ausbildung mindestens ein Jahr weiter im Unternehmen arbeiten kann. Wer in der Bäckerei lernt, will auch eine sichere berufliche Perspektive.“ Bislang hätten sich die Arbeitgeber jedoch gegen eine feste Vereinbarung gewehrt.

Nach NGG-Angaben zählt das bayerische Bäckerhandwerk rund 48.000 Beschäftigte. Die Branche ist zunehmend von Großbetrieben geprägt. Vier Prozent der Betriebe erwirtschaften fast zwei Drittel des Umsatzes.







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