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Die niedrigste Quote seit Einführung der Berechnung: Einsetzende Herbstbelebung reduziert die Arbeitslosigkeit


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SCHWEINFURT / MAIN-RHÖN – Der Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön zeigte sich im September in bester Verfassung. Es waren 7.433 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote erreichte erstmals in einem September 3,0 Prozent und liegt 0,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Damit messen wir in der Region Main-Rhön im September wie bereits in den Monaten seit Jahresbeginn die niedrigste Arbeitslosenquote seit Einführung der aktuellen Berechnung vor zwanzig Jahren.

Noch im August waren 563 Menschen mehr arbeitslos gemeldet und die Quote lag bei 3,3 Prozent. Im Vorjahr lag das Niveau der Arbeitslosigkeit deutlich höher. Damals wurden 1.693 Menschen mehr Arbeitslose gezählt und die Arbeitslosenquote lag bei 3,7 Prozent. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit war in der Gruppe der Personen unter 25 Jahren am stärksten ausgeprägt. Im Berichtsmonat waren 867 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Dies sind 288 oder 24,9 Prozent weniger arbeitslose Jugendliche als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr, mit aktuell 459 beziehungsweise 34,6 Prozent weniger jungen arbeitslosen Menschen, hat sich deren Anzahl noch deutlich günstiger entwickelt. „Die Zahlen belegen, dass der Berufseinstieg für einen Großteil der Ausbildungsabsolventen in unserer Region reibungslos verläuft.


DB Oktober-November

Rund zwei Drittel werden direkt vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Insgesamt meistern sogar vier Fünftel den Berufseinstieg ohne zwischenzeitliche Arbeitslosigkeit. Die duale Ausbildung ist nach wie vor eine zentrale Stütze der Fachkräftesicherung für die Unternehmen, obgleich diese zunehmend in Konkurrenz mit der akademischen Ausbildung steht“, erläutert Thomas Stelzer, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt. Die Bewegungszahlen auf dem Arbeitsmarkt in der Region waren weiterhin relativ hoch. 3.032 Menschen konnten im September ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 475 Personen mehr als im Vormonat und 105 Menschen mehr als vor einem Jahr. Im Gegenzug mussten sich 2.473 Arbeitnehmer erstmals oder erneut arbeitslos melden. Dies entspricht einem Rückgang von 638 Menschen im Vergleich zum Vormonat. Auch im Vergleich zum Vorjahr waren es 350 Menschen weniger.

Die Arbeitslosenzahlen nach Regionen:
Arbeitslose Arbeitslosen- Veränderung in %-Punkten
Anzahl absolut Quote zum Vormonat zum Vorjahr
AA Schweinfurt 7.433 3,0 % – 0,3 – 0,7
Stadt Schweinfurt 1.686 6,2 % – 0,5 – 0,4
Lkr. Schweinfurt 1.537 2,3 % – 0,3 – 0,9
Lkr. Bad Kissingen 1.772 3,1 % – 0,2 – 0,8
Lkr. Rhön-Grabfeld 1.093 2,4 % – 0,2 – 0,8
Lkr. Haßberge 1.345 2,7 % – 0,2 – 0,5


Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die Unterbeschäftigung. Diese beinhaltet neben den arbeitslosen Menschen beispielsweise auch Personen in Weiterbildungen sowie Selbständige, die mit einem Gründungszuschuss gefördert werden und daher nicht arbeitslos gelten. 11.060 Menschen waren im September von Unterbeschäftigung betroffen. Die Unterbeschäftigungsquote betrug 4,5 Prozent. Im Vormonat waren es 546 Personen mehr. Im September 2016 waren es noch 1.217 Personen mehr. Damals betrug die Unterbeschäftigungsquote 5,0 Prozent. Die Zahl der Teilnehmer an Sprach- und Integrationskursen war im Vergleich zum Vormonat um 12 auf 1.054 gestiegen. Im September 2016 waren es 373 Teilnehmer weniger, dies entspricht einem Zuwachs von rund 55 Prozent.

Durch die Zahlung von Kurzarbeitergeld bei vorübergehend schwierigen Wirtschaftsbedingungen sollen den Betrieben ihre eingearbeiteten Mitarbeiter und Arbeitnehmer erhalten bleiben, um so Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Die Inanspruchnahme der regionalen Betriebe liegt weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Zahl der Betriebe bzw. Abteilungen, welche für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, stieg gegenüber dem August um einen Betrieb auf neun an. Mit 42 Arbeitnehmern blieb die Anzahl allerdings unverändert. Die Kurzarbeit ist weiterhin auf einem niedrigen Stand. Vor einem Jahr waren die Zahlen deutlich höher. Im September 2016 waren noch 32 Betriebe mit 1.003 Beschäftigten betroffen.

Im September wurden in der Region Main-Rhön 695 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund gezählt. Das waren 9,4 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen. Im August waren es 38 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund mehr. Den weitaus größten Anteil bildeten dabei Menschen aus Syrien (453 Personen), gefolgt von afghanischen Staatsbürgern (90 Personen), irakischen Staatsangehörigen (19 Personen) sowie Menschen aus Pakistan (3 Personen). 64,2 Prozent der arbeitslosen, geflüchteten Menschen sind männlich und rund die Hälfte (48,6 Prozent) ist jünger als 35 Jahre. „Der leichte Rückgang an arbeitslos gemeldeten Menschen mit Fluchthintergrund ist ein erstes erfreuliches Signal. Auf dem regionalen Arbeitsmarkt sind gute Voraussetzungen gegeben, um geflüchtete Menschen an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Neben einer Integration in den ersten Arbeitsmarkt ist es auch Aufgabe, die Nachhaltigkeit dieser Beschäftigungsverhältnisse mitzugestalten“, so Stelzer.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigte sich im September deutlich verhaltener als in den letzten Monaten. Im Berichtsmonat nahmen die Vermittlungsfachkräfte im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 785 neue Stellenangebote an. Das entsprach 367 Stellenzugänge oder 31,9 Prozent weniger als im August und 104 Stellenzugänge oder 11,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn wurden 9.155 Stellenzugänge verzeichnet, dies waren 987 Stellen (12,1 Prozent) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Bestand an offenen Stellen bleibt mit 5.036 mit einer Steigerung von 1.121 Stellenangeboten (28,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Im September gliederte sich die Verteilung der arbeitslosen Menschen je gemeldeter Arbeitsstelle nach Berufsbereichen wie folgt: Auf die Branchen Land-, Forst, Tierwirtschaft und Gartenbau kamen 2,8 arbeitslose Personen je ausgeschriebener Arbeitsstelle. Ebenso verhielt es sich in den Bereichen Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung. Rein rechnerisch standen jeder gemeldeten Arbeitsstelle in den Branchen der Geisteswissenschaften, Kultur und Gestaltung 2,0 arbeitslose Menschen gegenüber. Die Branchen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit wiesen ein Verhältnis von 1,8 aus. Im Bereich der kaufmännischen Dienstleistungen, des Handels, des Vertriebs und des Tourismus lag die Verteilung bei 1,7. Die Branchen der Naturwissenschaften, Geografie und Informatik wiesen einen Quotienten von 1,2 auf. Die Berufe des Gesundheitswesens, des Sozialwesens, der Lehre und Erziehung zeigten sich mit einem Wert von 1,0 ausgeglichen. Ein umgekehrtes Verhältnis – rein rechnerisch standen jeder gemeldeten Arbeitsstelle weniger arbeitslose Menschen zu Verfügung – wiesen lediglich zwei Branchen auf. In den Bereichen der Produktion und Fertigung lag die Quote bei 0,8. Auf die Bereiche Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik kamen rein rechnerisch 0,7 arbeitslose Menschen je ausgeschriebene Arbeitsstelle.

Die Bilanz zum Ende des Berufsberatungsjahres 2016/2017 wird nach der Zählperiode der September Arbeitsmarktdaten gezogen. Die Veröffentlichung der Ausbildungsmarktdaten ist für Anfang/Mitte November geplant.

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) meldete, dass laut IAB-Arbeitsmarktbarometer der Abwärtstrend im September wieder gestoppt wurde. Gegenüber dem Vormonat stieg der Frühindikator IAB um 0,3 auf 104,1 Punkte. Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers stieg auf außerordentlich hohem Niveau leicht um 0,1 auf 106,9 Punkte. „Die Perspektiven für die Beschäftigungsentwicklung blieben exzellent. Der starke Aufwärtstrend im deutschen Arbeitsmarkt bleibt stabil – trotz Dieselkrise und Brexit“, so ein Experte des IAB-Forschungsbereichs. Eine Vorschau auf die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarktes ist auf Basis des Arbeitsmarktbarometers und Frühindikatoren möglich. Diese Frühindikatoren sind u.a. die Entwicklung von Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Stellenmeldungen und die Inanspruchnahme von Kurzarbeit. „Da sich die Frühindikatoren ebenso in unserer Region durchwegs positiv zeigen, können auch wir in der Region Main-Rhön optimistisch auf die kommenden Monate blicken“, bekräftigt Stelzer.



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