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Eine Quote von 2,9 Prozent: Weiterhin niedrige Arbeitslosigkeit in einem November


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SCHWEINFURT / MAIN-RHÖN – Der auslaufende Herbstaufschwung hatte nochmals zu einem guten Ergebnis auf dem Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön geführt. Unsere Region profitierte im November von einer noch regen Nachfrage nach Arbeitskräften und einer Stabilisierung der Beschäftigung durch Inanspruchnahme von Kurzarbeit.

Es waren 7.128 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies waren 118 Menschen weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote blieb allerdings im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 2,9 Prozent, da der geringe Rückgang der Arbeitslosigkeit sich nicht bei der Berechnung der Quote ausgewirkt hat. Von der leichten Reduzierung der Anzahl der arbeitslosen Menschen konnten alle von der Statistik ausgewiesenen Personengruppen profitieren. Am deutlichsten reduzierte sich die Personengruppe der Jüngeren unter 25 Jahren.


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Im Vergleich zum Oktober hatten sich diese um die Anzahl von 71 auf 687 arbeitslose junge Menschen verringert. „Alle uns gemeldeten Jugendlichen werden von unserer Agentur für Arbeit intensiv unterstützt. Das gilt für die Bewerber um einen Ausbildungsplatz, um möglichst noch bis Jahresende eine Berufsausbildung zu finden und für Ausbildungsabsolventen auf der Suche nach einer Anschlussarbeitsstelle. Zu dieser Unterstützung zählt, neben der individuellen Beratung und der Unterbreitung von Vermittlungsvorschlägen, auch die Hilfe bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen oder ein Bewerber-Coaching zu Vorstellungsgesprächen. Darüber hinaus finden Aktionen wie Ausbildungsbörsen oder –messen statt“, teilt Thomas Stelzer, Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, mit.

Auch die Personengruppe der arbeitslos gemeldeten Ausländer sank um 55 Personen auf 1.394. Die 3.003 älteren arbeitslosen Menschen verringerten sich um 42 Personen und die der 1.728 Langzeitarbeitslosen um 28 Personen. Bei den arbeitslosen Männern mit 3.939 konnte ein Rückgang von 51 Personen festgestellt werden. Bei den 3.189 arbeitslosen Frauen konnte ein Rückgang von 67 Personen verzeichnet werden.


Auch wenn der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen mit 7.128 vergleichsweise niedrig ist, so steckt doch hinter dieser Zahl einiges an Bewegung. Im November meldeten sich insgesamt 2.304 Menschen arbeitslos. Aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet hatten sich 2.409 Personen. Im Vorjahr lag das Niveau der Arbeitslosigkeit niedriger. Damals wurden 456 weniger arbeitslose Menschen gezählt und die Arbeitslosenquote lag bei 2,7 Prozent.

Die Arbeitslosenzahlen nach Regionen:
Arbeitslose Arbeitslosen- Veränderung in %-Punkten
Anzahl absolut Quote zum Vormonat zum Vorjahr
AA Schweinfurt 7.128 2,9 % +/- 0,0 + 0,2
Stadt Schweinfurt 1.671 5,9 % – 0,1 + 0,4
Lkr. Schweinfurt 1.492 2,2 % – 0,1 + 0,1
Lkr. Bad Kissingen 1.601 2,8 % – 0,1 + 0,1
Lkr. Rhön-Grabfeld 1.053 2,3 % +/- 0,0 + 0,1
Lkr. Haßberge 1.311 2,6 % +/- 0,0 + 0,3

Die Unterbeschäftigungsquote stieg im Vorjahresvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die Unterbeschäftigung. Diese beinhaltet neben den arbeitslosen Menschen beispielsweise auch Personen in Weiterbildungen sowie Selbständige, die mit einem Gründungszuschuss gefördert werden und daher nicht als arbeitslos gelten. Sie vermittelt damit einen umfassenderen Eindruck über die Lage auf dem Arbeitsmarkt. 10.215 Menschen waren im November von Unterbeschäftigung betroffen. Das waren 58 Personen mehr als im Oktober sowie 374 Personen mehr als im November 2018. Die Unterbeschäftigungsquote lag im November 2019 bei 4,1 Prozent. Im Vorjahr lag diese noch bei 3,9 Prozent. Im Zusammenhang mit der Betrachtung der Unterbeschäftigung wird ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der Teilnehmerzahlen in Sprach- und Integrationskursen gelegt. Diese ist im Vergleich zum Vormonat um 66 auf 527 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Teilnehmer allerdings um 171 deutlich gesunken.

Kurzarbeit stieg an

Die Zahl der Betriebe, die für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, lag im November bei 61 Betrieben. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Anzahl der Betriebe um 5, während die Anzahl der betroffenen Personen um 14 auf 1.643 Arbeitnehmer sank. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es einen deutlichen Anstieg der Anzeigen von Kurzarbeit. Im November 2018 hatten lediglich 14 Betriebe für 107 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. „Betroffene Branchen sind vor allem die Automobil- und deren Zuliefererindustrie und der Maschinenbau. Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld ist dazu bestimmt, den Arbeitnehmern/-innen die Arbeitsplätze bei vorübergehenden Arbeitsausfalls zu erhalten, sowie einen Teil des durch die Kurzarbeit bedingten Lohnausfalls zu ersetzen. Den Betrieben bleiben so die bereits eingearbeiteten Fachkräfte erhalten und die betroffenen Arbeitnehmer werden nicht arbeitslos“, führt Stelzer aus.

Rückläufige Anzahl der arbeitslosen Menschen mit Fluchthintergrund

Im November wurden in der Region Main-Rhön 617 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund gezählt. Das entsprach 8,7 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen. Im Vergleich zum Vormonat waren 55 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund weniger gemeldet. Den weitaus größten Anteil bildeten Menschen aus Syrien (365 Personen), gefolgt von afghanischen Staatsbürgern (87).

Leicht abgeschwächte Nachfrage nach Arbeitskräften

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ließ im November nach. Im Berichtsmonat nahmen die Vermittlungsfachkräfte im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 761 neue Stellenangebote an. Das waren 32 Stellenzugänge oder 4 Prozent weniger als im Oktober sowie 193 oder 20 Prozent weniger als vor einem Jahr. Jobsuchende konnten in diesem Monat auf einen Bestand von 4.580 freien Stellen zurückgreifen. Dies waren 182 Stellen oder 3,8 Prozent weniger als im Vormonat sowie 855 Stellen oder 15,7 Prozent weniger als im November 2018. Jedoch konnte die Nachfrage nicht immer im gewünschten Zeitrahmen bedient werden.

Aktuell dauert rein rechnerisch eine erfolgreiche Stellenbesetzung durchschnittlich 260 Tage, also bis zu einem dreiviertel Jahr. Vor einem Jahr waren dies noch 223 Tage und vor zwei Jahren suchten die Arbeitgeber durchschnittlich 194 Tage. Vor fünf Jahren blieben die gemeldeten Stellen im November im Schnitt sogar nur 159 Tage unbesetzt. „Aus diesen Zahlen kann man deutlich die Not der Betriebe Fachkräfte zu gewinnen ablesen. Vielfach werden deshalb interne Qualifizierungsmöglichkeiten und die Einstellung von Menschen, die noch einer Qualifizierung bedürfen, erfreulicherweise genutzt“, erläutert Stelzer.

IAB Prognose: Arbeitsmarkt bleibt robust

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) meldete, dass das IAB-Arbeitsmarktbarometer, gegenüber dem Vormonat im November, um 0,5 auf 102,1 Punkte anstieg. Verbessert hat sich der Ausblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Die Einschätzungen der Arbeitsagenturen im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit hatten sich im Jahresverlauf eingetrübt. „Der Wirtschaftsabschwung führt insbesondere in der Industrie zu Problemen, aber Arbeitskräfte sind immer noch so knapp, dass der Arbeitsmarkt robust bleibt. Ohne den starken Arbeitsmarkt wäre das Risiko wesentlich höher, dass Deutschland in eine Wirtschaftskrise rutscht“, fasst ein Experte des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt zusammen.

„Der wachsende Beratungsbedarf zur Kurzarbeit und ein Rückgang der gemeldeten Stellengesuche sind für den regionalen Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön als Frühindikatoren ein Hinweis auf eine sich abzeichnende Abkühlung des Arbeitsmarkts im Produktions- und Fertigungsbereich. In Branchen wie das Gesundheits- und Sozialwesen, dem Bereich Unterricht und Erziehung, der Dienstleistungsbranche und dem Handwerk ist der Bedarf unverändert hoch“, so Stelzer.



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