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„Einmal ohne, bitte“: Kampagnenstart in Würzburg für das abfallfreie Einkaufen von Lebensmitteln


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WÜRZBURG – … ist offizieller Städtepartner der Kampagne „Einmal ohne, bitte“. Diese wurde vom Münchener Verein rehap republic e.V. ins Leben gerufen und hat sich zum Ziel gesetzt, die aktuelle Flut von Einwegverpackungen zu stoppen.

Das Prinzip ist einfach: Läden und Restaurants, die Ware unverpackt anbieten und bereit sind, diese in kundeneigene Mehrweggefäße zu füllen, können bei der Kampagne mitmachen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Mit Stickern und Infomaterial wird Kund*innen sichtbar gemacht, dass unverpacktes Einkaufen möglich und erwünscht ist.


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Ausgehändigte Hygienehinweise für das Personal sind mit der städtischen Lebensmittelüberwachung abgestimmt und geben Sicherheit für den betrieblichen Ablauf. Zusätzlich erscheinen Projektpartner unter www.einmalohnebitte.de auf einer interaktiven Karte sowie in einer Übersichtsliste und können so von interessierten Kund*innen leicht gefunden werden.

Der Startschuss fiel am Donnerstag mit einer digitalen Auftaktveranstaltung, in deren Rahmen sich interessierte Einzelhändler*innen und Gastronom*innen über die Kampagne und Abläufe für das hygienische Befüllen von kundeneigenen Mehrweggefäßen informierten.

Bürgermeister Martin Heilig freut sich über den Kampagnenstart: „Ich freue mich, dass mit „Einmal ohne, bitte“ eine Kampagne nach Würzburg kommt, die das Potenzial hat, die Abfallvermeidung in Würzburg stark zu beflügeln. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger im Sinne der Umwelt und eines sauberen Würzburgs wo immer möglich auf Einwegverpackungen und –geschirr zu verzichten!“

Für Johanna Koch, Projektleiterin im Verein rehap republic, geht mit dem Auftakt in Würzburg eine Erfolgsgeschichte weiter: „Wir freuen uns sehr, dass Einmal ohne, bitte in Würzburg eine so breite Unterstützung von Politik und Wirtschaft erfährt und uns in unserer Vision des verpackungsfreien Einkaufens unterstützt!“

Einzelhändler*innen und Gastronom*innen, die Interesse daran haben, an der Kampagne teilzunehmen, informiert das Team der Koordinationsstelle in der Umweltstation der Stadt Würzburg gerne unter wuerzburg@einmalohnebitte.de oder 0931/374400.

Für die Kund*innen hat Valentin Pfingstl, der gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr an der Umweltstation absolviert, ein paar Tipps parat: „Nehmen Sie einfach immer dann, wenn Sie einkaufen gehen, ein paar saubere Baumwolltaschen sowie Frischhaltedosen mit Deckel mit! Achten Sie beim Gang durch die Stadt auf den Kampagnen-Sticker an der Ladentüre und bestellen Sie dort anschließend „Einmal ohne, bitte“! Personal und Thekenaufsteller informieren Sie dann über den genauen Ablauf.“

Pünktlich zum Kampagnenstart veranstaltet die Umweltstation der Stadt Würzburg ein Gewinnspiel. Bis zum 06.06.21 können unter dem Motto „Mehrwegverpackungen attraktiv in Szene gesetzt!“ kreative Beiträge eingereicht werden. Es winken 25 tolle Preise im Gesamtwert von über 1.700 €. Die drei Hauptgewinne sind ein Jahresabo für Ökostrom der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH im Wert von 900 €, ein 200 € Gutschein für den Privatkunden-Onlineshop der memo AG sowie ein Holzkohlegrill im Wert von 180 € von den Frischemärkten Trabold. Nähere Infos finden Interessierte unter „Aktuelles“ auf www.wuerzburg.de/umweltstation.

In Deutschland fielen im Jahr 2017 346.000 t Abfall an Einweggeschirr und To-go-Verpackungen an. Das entspricht etwa 4,2 kg pro Kopf, ein Gewicht, das ca. 380 klassischen Einweg-Coffee-to-go-Bechern entspricht. Infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich das Abfallaufkommen noch einmal deutlich vergrößert. So stieg etwa die Abfallmenge, die die Mitarbeiter*innen des städtischen Gartenamtes aus öffentlichen Grünanlagen entsorgen mussten, von ca. 120 t im Jahr 2019 um etwa 30 % auf 156 t im Jahr 2020.

Einwegprodukte wie Verpackungen und Einweggeschirr haben in der Regel eine sehr kurze Nutzungsdauer und belasten die Umwelt übermäßig stark. Mehrwegprodukte entwickeln demgegenüber nach einigen Nutzungszyklen deutliche Umweltvorteile: So ist beispielsweise ein Mehrwegbecher für Coffee-to-go, der mit einer mit Ökostrom betriebenen Spülmaschine gereinigt wird, bereits nach zehn Nutzungen ökologisch vorteilhaft. Hinzu kommen ein besseres Nutzungserlebnis für Verbraucher*innen sowie finanzielle Vorteile für den Händler durch Einsparungen in der Beschaffung.

Auskünfte zu weiteren Möglichkeiten, Projekten und Angeboten zur Abfallvermeidung sowie Beratungs- und Umweltbildungsangeboten der Umweltstation der Stadt Würzburg allgemein erteilt deren Team gerne Auskunft unter umweltstation@stadt.wuerzburg.de sowie 0931/374400.

Foto: www.einmalohnebitte.de



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