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FHWS-Logistiker zeigen Lösungen: Wie kommt die Tiefkühl-Pizza aus dem Online-Shop nach Hause?


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SCHWEINFURT – Die Ware korrekt, pünktlich, am exakten Ort, kostengünstig sowie nachhaltig zu liefern – dieses Ziel hat die Logistik. 60 Studierende der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt haben in ihren Abschluss-Präsentationen sechs Einzelaspekte der Logistik bearbeitet, um Unternehmen zu helfen, ihre Lieferprozesse noch weiter zu optimieren.

Moderiert von Prof. Dr. Norbert Schmidt, präsentierten die Teams ihre Aufgabenstellungen, den Einsatz wissenschaftlicher Methoden sowie die Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen in englischer Sprache. Da sie sämtliche Arbeitsprozesse digital durchführten, waren keine persönlichen Teamtreffen und nur teilweise Besuche in den jeweiligen Unternehmen möglich. Studierende nutzten zahlreiche kreative Alternativen inklusive Filmeinspielungen.


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Warenströme und Lieferungen zu Zeiten der Pandemie


Wie kommt die Tiefkühl-Pizza aus dem Online-Shop nach Hause? Mit diesem Thema beschäftigte sich das erste Team mit Prof. Dr. Jakob Beer. Die Studierenden entwickelten Ideen zur Lieferung von Lebensmitteln nach Hause mit dem Hintergrund einer „Ökonomie isolierter Boxen“ in Online-Supermärkten. Es gibt bereits eine Vielzahl von Firmen für Transportverpackungslösungen und Isolierboxen auf Basis von expandiertem Polypropylen (EPP). Nach dem Wachstum der Online-Supermärkte haben Unternehmen wiederverwendbare, isolierte Kartons entwickelt, die auf die Lieferung von Lebensmitteln nach Hause ausgerichtet sind. Weitere alternative Lösungen umfassen Pappkartons und herkömmliche Polyethylen (PE)-Kartons mit zugesetztem Trockeneis. Jede Lösung hat Vor- und Nachteile: Die jungen Logistiker:innen recherchierten, welche Transport-Box die wirtschaftlichste ist. Überzeugt hat sie die EPP-Box, wenn es auch hier jahreszeitliche Herausforderungen gäbe mit einer Sommer- und Winter-Edition.

Der Kommissionierprozess, das Zusammenstellen der einzelnen Positionen eines Kundenauftrags im Lager, ist der größte Kostenblock in einem Distributionszentrum. Deshalb, so das Team, sei es wichtig, diesen Prozess technisch so zu unterstützen, dass dieser schnell und ergonomisch ablaufen könne. Je intuitiver und einfacher der Kommissisonierdialog auf dem Endgerät gestaltet werde, desto effizienter könne kommissioniert werden. Im Auftrag der EURO-FRIWA GmbH, einem der größten Serviceunternehmen der Friseur- und Kosmetikbranche, hat ein weiteres studentisches Team mit Prof. Dr.-Ing. Peik Bremer ein Kommissionier-Konzept entwickelt, das auf einer Smart-Watch basiert. Die Smart Watch erhält einzelne Auftragspositionen von der Lagerverwaltungssoftware SAP-EWM und führt den Kommissionierer mit einem von den Studierenden entwickelten Benutzerdialog durch den Prozess. Um die Qualität des Prozesses zu sichern – es wird vom richtigen Lagerplatz kommissioniert und die Produkte dem richtigen Auftrag zugeordnet – werden Lagerplätze und Auftragsbehälter durch die Smartwatch mit NFC (Near Field Communication; kontaktloser Austausch von Daten per elektromagnetischer Induktion über sehr kurze Distanzen) identifiziert.

Weitere Themen der jungen Logistik-Studierenden waren

·       die Indoor-Localization (Prof. Dr.-Ing. P. Bremer), bei der die Studierenden Technologien für die präzise Lokalisierung von Personen, Ladungsträgern und Fahrerlosen Transportsystemen im Logistik-Labor der FHWS ausgewählt haben.

·       die Neuplanung eines Lagers bei KLT Hummel Plastic (Prof. Dr. Birgit Gampl):  Für ein mittelständisches Familienunternehmen in Schweinfurt planten die Studierenden die Nutzung der Lagerhallen neu. Sie verschafften sich einen Überblick über die aktuelle Situation (welche Produkte und Materialien werden wo gelagert und wie viele Lagerplätze gibt es). Durch geschickte Umstrukturierung (Anschaffung weiterer Regale, andere Anordnung der Regale, etc.) wurden die Anzahl der Lagerplätze erhöht und Fahrwege reduziert.

·       die Flottenkonfiguration und Tourenplanung für zukünftige Transportnetze der BÄKO UFT eG (Prof. Dr. Norbert Schmidt): Für die Einkaufsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren in Unterfranken – Main – Thüringen  – kurz BÄKO UFT, sollten die jungen Logistiker:innen untersuchen, welche Kosteneinsparungen durch eine geplante Lagerkonsolidierung im Bereich der Fahrzeugflotte und Tourenplanung bestehen. Dabei wurden mit der kostenlos der Hochschule zur Verfügung gestellten, webbasierten Tourenplanungssoftware „MultiRoute Tour!“ alternative Touren berechnet und die Plausibilität der Flottendimensionierung überprüft.

·       die Verkehrsflussanalyse (Prof. Dr. Jakob Beer): Einigen Szenarien zufolge kann die Stadt Schweinfurt in den nächsten Jahren zu Hauptverkehrszeiten an ohnehin stark belasteten Verkehrsknotenpunkten mit stark erhöhtem Verkehrsaufkommen rechnen. Die Aufgabe der Studierenden war es, Möglichkeiten zur Verbesserung des Verkehrsflusses an einem ausgewählten, als kritisch bekannten Verkehrsknotenpunkt zu identifizieren und mittels Simulation und Szenario-Analyse auf Wirksamkeit zu analysieren.


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