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Förderung der Geburtshilfe und die neue Koordinierungsstelle: Hebammensprechstunde geht in das zweite Jahr


Kanal-Türpe

STADT UND LANDKREIS SCHWEINFURT – Bereits im April 2019 haben engagierte Hebammen aus Stadt und Landkreis Schweinfurt, in Eigeninitiative, die Hebammen-Sprechstunde gegründet. Diese Sprechstunde ist speziell für Frauen und junge Familien, die aufgrund des Hebammenmangels keine Betreuung während der Schwangerschaft und im Wochenbett gefunden haben.

Nun fand erneut ein Teamtreffen im Landratsamt Schweinfurt zusammen mit Anja Lehmeyer von der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie Stefanie Meisner, die die neu geschaffene Koordinierungsstelle betreut, statt.


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Jeden Mittwoch stehen Hebammen in den Räumlichkeiten der Hebammenpraxis Schweinfurt (Hohmannstraße 8) von 13.30 bis 15.30 Uhr für eine fachkundige professionelle Beratung und Untersuchung für Familien zur Verfügung. Die Terminvereinbarung erfolgt telefonisch jeweils dienstags zwischen 16 und 18 Uhr unter 0151/50795022. Zusätzlich findet jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr eine rein telefonische Notfallsprechstunde unter der gleichen Telefonnummer statt.


2019 konnten 64 Familien betreut werden
Im ersten Jahr 2019 konnten dadurch insgesamt 64 Familien eine Betreuung in Anspruch nehmen. „Wir freuen uns sehr, dass wir diese Lücke in unserer Gesundheitsversorgung zum Teil schließen konnten, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt,“ erklärt Anja Lehmeyer von der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Schweinfurt, die bislang dieses Förderprojekt begleitet hat.

Für das zweite Förderjahr hat sich das momentan zehnköpfige Hebammenteam noch weitere Schwerpunkte gesetzt. Zusammen mit der seit 1. Juni 2020 neu geschaffenen Koordinierungsstelle, die für Stadt und Landkreis Schweinfurt zuständig und im Landratsamt Schweinfurt angesiedelt ist, möchten die Hebammen den Beruf und das Berufsbild, auch für die klinisch tätigen Hebammen, in der Öffentlichkeit bekannter machen. Auch der Aufbau einer Vermittlungszentrale für freie Hebammenkapazitäten wird gemeinsam angestrebt.

„Uns ist es auch ein wichtiges Anliegen, nicht nur die Freiberuflichen, sondern die in unseren zwei Geburtskliniken tätigen Hebammen mit zu unterstützen.“ bekräftigte Elisabeth Volk, Kreissprecherin der Hebammen, gemeinsam mit Lehmeyer bereits bei der Kreisversammlung der Hebammen im Februar 2020.

Ziel der Koordinierungsstelle dabei ist die Entlastung der Hebammen im Rahmen des Förderprojektes, sodass sie mehr Zeit für ihre originäre Tätigkeit, die Versorgung von Schwangeren und Frauen im Wochenbett, haben und gleichzeitig an der Weiterentwicklung des Projektes mitwirken können. Neben der Erstellung des Förderantrags zur Weiterfinanzierung sind auch Öffentlichkeitsarbeit, Gewinnung weiterer Hebammen für das Projekt und Prozessbegleitung beziehungsweise Monitoring anhand des jährlichen Fortschrittsberichtes Aufgaben der Koordinierungsstelle, für die Stefanie Meisner gewonnen werden konnte. Meisner, die bereits im Gesundheitsamt gearbeitet hat, konnte über die KoKi (koordinierende Kinderschutzstelle) der Stadt und des Landkreises Schweinfurt bereits erste Erfahrungen in diesem Bereich als Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin sammeln.

Gefördert wird dieses Projekt durch die Regierung von Oberfranken, die dafür bayernweit zentral zuständig ist, mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Die Förderung der Geburtshilfe Bayern dient der Unterstützung, Stärkung und Sicherung der geburtshilflichen Hebammenversorgung in Schweinfurt Stadt und Landkreis.

Info:

Hebammen aus der Stadt und dem Landkreis Schweinfurt, die an der Mitwirkung interessiert sind, können sich mit Fragen gerne an die Gesundheitsregionplus, Anja Lehmeyer, wenden unter E-Mail gesundheitsregion@lrasw.de oder telefonisch unter 09721/55-724.

Im Bild: Das Hebammenteam der Hebammen-Sprechstunde zusammen mit der Koordinierungsstelle Stefanie Meisner (2. von rechts) und Anja Lehmeyer Gesundheitsregionplus (ganz rechts).
Foto: Christine Ortloff



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