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Girls‘ Day: Ein Tag an der Seite einer Bundestagsabgeordneten, mit dem IHK-Shuttle zum MINT-Beruf


Freie Wähler

SCHWEINFURT / WERNECK – Hinter die Kulissen der Politik zu blicken – die Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber machte es möglich. Vier junge Mädchen aus dem Raum Schweinfurt hatten am Girls‘ Day die Möglichkeit, den Alltag der CSU-Politikerin mitzuerleben.

Die vier Schülerinnen begleiteten die Abgeordnete bei ihrer Arbeit im Schweinfurter Büro und Terminen ihrem Wahlkreis. „Der Girls‘ Day ist eine hervorragende Aktion, um unsere Gesellschaft für die Fähigkeiten junger Frauen zu sensibilisieren. Außerdem ermutigen wir damit junge Frauen, sich selbstbewusst und engagiert zu präsentieren“, erklärt Weisgerber.


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Zu Beginn des Tages stand ein Einblick in die Aufgaben des Bundestages und die Arbeit eines Abgeordnetenbüros auf dem Programm. Anschließend folgte ein Gespräch mit Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl über aktuelle Themen im Markt Werneck und Herausforderungen in der Kommunalpolitik. „Der Austausch mit den Kommunalvertretern, aber auch mit den Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkreis ist wichtig für meine Arbeit. Denn so ist es mir möglich, die Interessen meiner Heimatregion bestmöglich in Berlin zu vertreten“, so Weisgerber. Für die Mädchen war es interessant direkt zu erleben, dass Anja Weisgerber für die Anliegen aus der Region ein offenes Ohr hat und sich dafür stark macht.


Bei einem gemeinsamen Mittagessen hatten die Mädchen die Gelegenheit, den Menschen hinter der Politikerin etwas näher kennenzulernen und sie nutzten die Möglichkeit, Fragen zu stellen, beispielsweise zur Vereinbarkeit des Mandats mit der Familie. Anschließend folgte ein Besuch in der CSU-Geschäftsstelle, wo die Schülerinnen einen Einblick in die Zusammenarbeit der Abgeordneten mit der Partei bekamen.

Nach einem erlebnisreichen Tag mit vielen neuen Eindrücken zogen die Mädchen eine positive Bilanz. Für Celina Reichenberger aus Schwebheim war es interessant, einen Einblick in einen Beruf zu bekommen, den man noch nicht so gut kennt: „Wir haben erlebt, wie der Arbeitstag einer Abgeordneten ausschaut und hatten auch ausführlich Gelegenheit um Fragen zu stellen.“

Vera Heß aus Schweinfurt findet es wichtig, dass sich mehr Frauen in der Politik engagieren. „Denn Politik bietet die Möglichkeit, etwas zu verändern“, so die Schülerin. Nachdem im Schulunterricht die Arbeit des Bundestages und der Abgeordneten behandelt wurde, hat sich Kylie McDaniel aus Geldersheim entschieden, am Girls‘ Day von Anja Weisgerber teilzunehmen: „Ich wollte die Arbeit einer Bundestagsabgeordneten auch einmal live erleben.“

Lilia Diezel aus Schweinfurt findet es positiv, dass am Girls‘ Day das Interesse geweckt wird, in Berufe einzutauschen, in die man bislang nicht so viele Einblicke hat. „Die Teilnahme am Girls‘ Day kann ich anderen Mädchen nur weiterempfehlen.“

Hinter der Aktion „Girls‘ Day“ steckt die Idee, junge Mädchen auch an Berufsfelder heranzuführen, in denen Frauen immer noch unterrepräsentiert sind. „Das ist in der Politik noch immer der Fall“, erklärt Anja Weisgerber. Der Frauenanteil im Bundestag liegt derzeit bei 31,3 Prozent. „Der Frauenanteil im Deutschen Bundestag ist kein Spiegelbild der Gesellschaft. Das muss sich ändern. Deshalb setzen wir uns als Gruppe der Frauen dafür ein, dass dieses Thema auch im Rahmen der Wahlrechtsreform aufgerufen wird und damit auch ein Umdenken in unseren Parteien auslöst wird. Denn ohne Frauen ist kein Staat zu machen“, so Weisgerber.

„In der CSU fördern wir Frauen im Rahmen eines Mentoring-Programmes, aufgrund dessen sich viele entschieden haben, sich für ein Mandat zu bewerben. Der Girls‘ Day ist ebenso eine geeignete Plattform, um Mädchen für die Politik zu begeistern. Deshalb ist es mir ein Anliegen, jedes Jahr einigen Mädchen einen Einblick in meine Arbeit zu gewähren.“

Auf dem Bild: Girls‘ Day mit Anja Weisgerber (hinten, 2. von rechts): Vier Mädchen aus der Region Schweinfurt begleiteten die Bundestagsabgeordnete für einen Tag und bekamen unter andrem beim einem Termin mit Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl (hinten, rechts) einen Einblick in die Arbeit einer Politikerin.
Foto: Büro MdB Weisgerber

Die IHK Würzburg-Schweinfurt hat sich mit einem Ausbildungs-Shuttle am Girls Day 2019 beteiligt. Das Shuttle hat drei Betriebe in drei Landkreisen angefahren. „Die sieben Mädchen konnten so an einem Tag gleich mehrere Berufe in verschiedenen Ausbildungsbetrieben erkunden“, erklärt Heinz-Peter Sorge von der IHK Würzburg-Schweinfurt.

In diesem Jahr stellten sich die Firmen MIWE aus Arnstein, BMW Rhein aus Würzburg und die Winzergemeinschaft Franken (GWF) aus Kitzingen vor. In jeweils rund zwei Stunden stellten weibliche Auszubildende gewerblich-technische und technikaffine Ausbildungsberufe vor. Die Mädchen konnten sich anschließend mit kleinen Aufgaben in den jeweiligen Berufsfeldern ausprobieren.

„Wir wollen die Vielfalt der dualen Ausbildungsberufe im MINT-Bereich zeigen. In Mainfranken lernen etwa 4.500 Auszubildende einen technisch-gewerblichen Beruf, aber nur 700 Auszubildende von ihnen sind weiblich. Wir möchten mehr Mädchen dazu ermutigen, eine Ausbildung im technischen Bereich zu beginnen“, erklärt Dr. Lukas Kagerbauer, IHK-Bereichsleiter Berufsausbildung. „In kaufmännischen Berufen liegt der Mädchen-Anteil bei über 50 Prozent.“ Umso wichtiger sei es, über die vielfältigen Möglichkeiten bei den technischen Berufen zu informieren.

Genau dafür habe die IHK das Ausbildungs-Shuttle ins Leben gerufen. Das Shuttle wird auch in den nächsten Jahren am Girls Day in unterschiedlichen Landkreisen Firmen besuchen, um so interessierten Mädchen die Vielfalt der Ausbildungsberufe in Mainfranken näher zu bringen. Der Girls Day findet einmal im Jahr statt und soll Mädchen dazu motivieren, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Er soll dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in männerdominierten Berufen zu erhöhen

Auf dem Bild: Dr. Lukas Kagerbauer (rechts) und Heinz-Peter Sorge (4.v.l.) von der IHK Würzburg-Schweinfurt zusammen mit den Teilnehmerinnen des IHK-Ausbildungs-Shuttle.
Foto: IHK/Patricia Volk


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