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IHK-Bezirksausschuss tagte bei SRAM und befürwortet die Schweinfurter Bewerbung für Landesgartenschau 2026




Landratsamt Kultur

SCHWEINFURT – Anlässlich seiner Frühjahrssitzung tagte der IHK-Bezirksausschuss Schweinfurt bei der SRAM Deutschland GmbH. Thematisch stand die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Schweinfurt im Mittelpunkt, mit den Ausschussmitgliedern diskutierte deshalb der Schweinfurter Oberbürgermeister Sebastian Remelé.

In Zeiten der Digitalisierung haben immer mehr kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) hohen Anpassungsbedarf. „Mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften haben wir Digitalisierungskompetenz in Schweinfurt vor Ort. Es fehlt jedoch ein Institut zur unbürokratischen und zügigen Durchführung von Digitalisierungsprojekten für KMU. Seit langem setzen wir uns daher für das Project i-Factory der FHWS ein“, erklärte IHK-Vizepräsident Dieter Pfister im Ausschuss.

Wie der Oberbürgermeister berichtete, hat die Stadt nun ein Fraunhofer-Institut mit einer Machbarkeitsstudie hierfür beauftragt. Die Umsetzung der i-Factory werde jedoch ohne eine Unterstützung durch die Bayerische Staatsregierung nicht möglich sein, so Remelé.


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Neben dem Mangel an Fachkräften stellt vor allem das zur Neige gehende Angebot an Gewerbeflächen ein Risiko für den Standort Schweinfurt dar. Besonders Areale zur Ansiedlung von Industrievorhaben (GI) sind kaum noch vorhanden. Wie der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Jürgen Bode ausführte, würden größere GI-Vorhaben im Schweinfurter Land schon heute nicht mehr umgesetzt werden können. Hier sei dringender Handlungsbedarf geboten.




Oberbürgermeister Sebastian Remelé setzt hier auf die Entwicklung eines interkommunalen Gewerbeparks auf dem Gebiet der ehemaligen Conn Barracks. Die IHK unterstützt dieses Vorhaben, betont jedoch, dass ein dortiger Gewerbepark mit frühestmöglicher Umsetzung bis 2025 zu spät komme. Zur nachhaltigen Lösung empfiehlt der Bezirksausschuss der Stadt die Erarbeitung einer regionalen Entwicklungsstrategie.

Der nordwestliche Bereich des Konversionsgebietes der ehemaligen Ledward-Kaserne kommt aus Sicht der Schweinfurter Wirtschaft nicht für eine gewerbliche Nutzung in Frage. Hiergegen sprechen die zu geringe Gesamtfläche, Unverträglichkeiten mit umgebenden Funktionen wie etwa Wohnbebauung und die Notwendigkeit, das Areal in Nähe des neuen i-Campus der FHWS für Wissenschaft und Freizeit / Erholung zu entwickeln. Per einstimmig gefasstem, formalem Beschluss befürwortete der IHK-Bezirksausschuss eine Bewerbung der Stadt Schweinfurt um die Durchführung der Landesgartenschau 2026 auf dem Areal.

Ideell unterstützt die IHK die von OB Remelé vorgetragenen Überlegungen zur Einrichtung eines Einzelhandelsinkubators in Form eines Gründerkaufhauses. Im Wettbewerb mit dem Online-Handel sei jedoch auch die berechenbare Verfügbarkeit der stationären Einzelhandelsangebote für den Kunden entscheidend. Diesbezüglich bedürfe es in Schweinfurt dringend einheitlicher Ladenöffnungszeiten, insbesondere samstags. Da insgesamt auch die Nutzung des öffentlichen Raumes als Treffpunkt wieder an Bedeutung gewinnt, sei zudem eine weitere Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt etwa durch Begrünung, Sitzgelegenheiten oder Spielmöglichkeiten für Kinder nötig.

Angesichts der räumlich-funktionalen Verflechtungen in der neuen Regiopolregion Mainfranken und vor dem Hintergrund des neuen Doppel-Oberzentrums Bad Kissingen / Bad Neustadt diskutierte der Bezirksausschuss auch über eine Schienenverkehrs-Entwicklungsachse Fulda – Bad Kissingen – Schweinfurt – Würzburg. Hierbei sprachen sich die Mitglieder einstimmig per formalem Beschluss für die Ertüchtigung der Schienenverbindungen und die Optimierungen des Schienenpersonenverkehrs auf der Entwicklungsachse in den Relationen Fulda – Gemünden – Bad Kissingen, Bad Kissingen / Bad Neustadt – Schweinfurt, Gerolzhofen – Schweinfurt, Schweinfurt – Gemünden und Bad Kissingen / Bad Neustadt – Schweinfurt – Würzburg in jeweils beide Richtungen aus.

Auf dem Bild von links: Prof. Dr. Ralf Jahn, IHK-Hauptgeschäftsführer; Sebastian Remelé, Oberbürgermeister Stadt Schweinfurt; Bernhard Johanni, Geschäftsführer Firma SRAM Deutschland GmbH; Dieter Pfister, IHK-Vizepräsident; Jürgen Bode, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer.
Bild: IHK







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