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Im tariflosen Niedriglohnsumpf stecken 56 751 Beschäftigte in Unterfranken, die in Vollzeit arbeiten


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UNTERFRANKEN – Deutschland hat europaweit den größten Niedriglohnsektor. Mehr als 4,1 Mio. oder 19,3 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten erhalten weniger als 2.203 Euro brutto Lohn im Monat. Im tariflosen Niedriglohnsumpf stecken 56 751 Beschäftigte in Unterfranken, die in Vollzeit arbeiten.

Damit unterschreitet der Bezirk Unterfranken mit einer Niedriglohnquote von 17,3 Prozent den bundesdeutschen Wert, jedoch liegen die Landkreise Schweinfurt mit einer Quote von 22,9 Prozent und Bad Kissingen mit 22,1 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Den kleinsten Niedriglohnsektor weisen die Stadt Schweinfurt mit einer Quote von 10,7 Prozent und der Landkreis Main-Spessart mit 13,7 Prozent auf. Die Stadt Würzburg kommt auf eine Quote von 15,3 Prozent und die Stadt Aschaffenburg auf 17,5 Prozent. Die Gründe  der vergleichsweise besseren Situation in der Stadt Schweinfurt und im Landkreis Main-Spessart sieht der DGB in der ausgeprägten tarifgebundenen und mitbestimmten Industriestruktur. In der Stadt Würzburg sei die Tarifdichte durch den vergleichsweisen hohen Anteil von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst verantwortlich für das unterschreiten des unterfränkischen Mittels.


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DGB Regionsgeschäftsführer Unterfrankens Frank Firsching: „Die Folge des politisch gewollten Ausbaus des Niedriglohnsektors bezahlen die Beschäftigten und ihre Familien heute mit dem Problem kaum ihre Miete bezahlen zu können und morgen mit Altersarmut.“

Außerdem zahlt auch die Gesellschaft die Zeche für das Lohn- und Sozialdumping. Denn viele Beschäftigte, die im Niedriglohn arbeiten müssen sind aus staatliche Unterstützung angewiesen. Über die Aufstocker-Leistungen des SGB II (Hartz IV) müssen die etwa 56 700 unterfränkischen Beschäftigten jährlich mit mehr als 10 Millionen Euro unterstützt werden, um für sich und ihre Familien trotz Vollzeitarbeit das gesellschaftlich definierte Minimum des Lebensstandards zu erreichen. Sollte sich nichts Grundlegendes an der Rentenpolitik ändern und Beschäftigte über einen längeren Zeitraum im Niedriglohn feststecken ist für diese Gruppe Altersarmut vorprogrammiert.


Frank Firsching sieht drei Hebel die Probleme Niedriglohn und Altersarmut zu verkleinern und so vielen Beschäftigten zu helfen. „Unsere dringlichste Aufgabe ist es die Tarifbindung der Unternehmen zu erhöhen. Dazu brauchen die Gewerkschaften mehr Mitglieder, die Unterstützung der Politik und eine wachsende Einsicht bei den Arbeitgebern, dass alle Beschäftigte einen Anspruch auf ein faires Miteinander bei guten Löhnen und Arbeitsbedingungen haben. Zweites muss der gesetzliche Mindestlohn weiter steigen, auf aktuell wenigstens 12 Euro/ Stunde. Und um der wachsenden Altersarmut wirksam entgegen zu treten ist es nötig alle in eine Rentenversicherung einzahlen zu lassen, die Altersarmut verhindert.“



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