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Massiver Stellenabbau bei Schaeffler: Eltmann soll geschlossen werden, auch der Standort Schweinfurt ist betroffen


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ELTMANN / SCHWEINFURT – Bei einer außerordentlichen Sitzung des Konzernwirtschaftsausschusses der Schaeffler AG am Mittwoch, den 09.09.2020, haben Mitglieder des Vorstandes die arbeitnehmerseitige Interessenvertretung über ein geplantes Maßnahmenpaket informiert. Dieses Maßnahmenpaket beinhaltet Entscheidungen ungeahnter Größenordnung, beim Abbau von Mitarbeitern und bei der Schließung von Standorten in Deutschland. Insgesamt sollen 4.500 Arbeitsplätze an 11 Standorten abgebaut werden.

Auch die Standorte Schweinfurt und Eltmann sind massiv betroffen. Der Standort Eltmann mit seinen knapp 500 Beschäftigten soll komplett nach Schweinfurt verlagert werden. Auch aus Wuppertal und Höchstadt wandern Arbeitsplätze nach Schweinfurt. Das es in Schweinfurt trotzdem zu einem Verlust von über 300 Arbeitsplätzen kommen soll, liegt an den Plänen des Managements über 1.000 aktuell in Schweinfurt ansässige Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Ulrich Schöpplein, Betriebsratsvorsitzender in Eltmann ist von der Nachricht schockiert. „In Eltmann sollen 80 Jahre Industriegeschichte und ein profitables Werk aufgelöst werden, das werden wir nicht akzeptieren.“


AOK - Keine Kompromisse

Schaeffler begründet die Maßnahmen mit der Coronakrise und die daraus resultierenden Absatzrückgänge. Allerdings beziehen sich weite Teile der Maßnahmen auf den wenig von der Krise betroffenen Maschinenbau. „Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Coronakrise herhalten soll, um lang geplante Maßnahmen auf den Weg zu bringen“, so Thomas Höhn von der IG Metall Schweinfurt. Schaeffler veröffentlichte in seiner Pressemitteilung, dass die deutschen Standorte technologisch weiterentwickelt werden. So soll beispielsweise Schweinfurt als Kern der Industriesparte weiter aufgewertet werden. Zukunftstechnologien, wie die Robotik, sollen angesiedelt werden. Schaeffler nimmt hier Geld in die Hand. Trotzdem werden die Pläne von der IG Metall heftig kritisiert. „Wir unterstützen ausdrücklich, dass in Deutschland investiert wird. Trotzdem kann sich mit diesem Gesamtpaket faktisch keiner mehr sicher sein, wie es mit ihm weitergeht. Das ist nicht zu akzeptieren“, so Höhn.


Das sieht auch der Schweinfurter Betriebsratschef Jürgen Schenk so: „In Schweinfurt sollen viele Verlagerungen ins Ausland vorangetrieben werden. Das dann auf Kosten anderer Standorte in Schweinfurt Arbeitsplätze angesiedelt werden sollen, macht das Programm für uns nicht besser.“

Salvatore Vicari, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates, unterstreicht vehement: „Nein, dieses Maßnahmenpaket des Managements können wir so nicht akzeptieren. Wir lehnen Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ab. Großes Unglück bricht über unsere Kolleginnen und Kollegen, sowie deren Familien herein. Wir werden uns massiv zur Wehr setzen.“

IG Metall und Gesamtbetriebsrat fordern vom Konzern ein klares Bekenntnis, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und die geplanten Verlagerungen nach Osteuropa bis auf Weiteres nicht durchzuführen.  Es müssen alle gesetzlichen und tariflichen Regelungen, auch Arbeitszeitverkürzung genutzt werden, um einen Arbeitsplatzabbau zu verhindern. Die IG Metall und der Gesamtbetriebsrat der Schaeffler AG werden nun zunächst offene Fragen und Details der Pläne mit dem Unternehmen diskutieren und sich mit aller Kraft für ein nachhaltiges Alternativkonzept einsetzen.

Neben der Verlagerung des Standortes in Eltmann ist auch eine Schließung der Standorte in Wuppertal und Clausthal-Zellerfeld geplant. Der Standort Luckenwalde soll, wenn möglich, verkauft werden. Für den 16.09.2020 ist ein bundeweiter Aktionstag geplant.

Pressemitteilung des Gesamt- und Konzernbetriebsrats von Schaeffler

Schaeffler Vorstand setzt auf Arbeitsplatzabbau und Standortschließung anstatt auf Zukunftskonzepte

Schaeffler Arbeitnehmervertreter lehnen eine Transformation auf Kosten von Mitarbeitern und Standorten vehement ab. „Transformation bei Schaeffler – alle mitnehmen“ lautet die Parole zum bundesweiten Aktionstag am Mittwoch, 16.09.2020.

Bei einer außerordentlichen Sitzung des Konzernwirtschaftsausschusses der Schaeffler AG am Mittwoch, 09.09.2020 haben Mitglieder des Vorstandes die arbeitnehmerseitige Interessenvertretung über ein geplantes Maßnahmenpaket informiert. Dieses Maßnahmenpaket beinhaltet Entscheidungen ungeahnter Größenordnung, beim Abbau von Mitarbeitern und bei der Schließung von Standorten in Deutschland.

Geplante Schließungen der Standorte Wuppertal und Clausthal-Zellerfeld wird die Arbeitnehmervertretung nicht akzeptieren. Der Abbau von 4400 Arbeitsplätzen in Deutschland (betroffen sind insbesondere Herzogenaurach, Schweinfurt, Höchstadt, Homburg, Morbach, Gunzenhausen, Ingolstadt und Steinhagen) und geplante betriebsbedingte Kündigungen werden strikt abgelehnt.

Salvatore Vicari, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates, unterstreicht vehement: „Nein, dieses Maßnahmenpaket des Managements können wir so nicht akzeptieren. Wir lehnen Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ab. Großes Unglück bricht über unsere Kolleginnen und Kollegen sowie deren Familien herein. Wir werden uns massiv zur Wehr setzen.“

Im Verlauf der letzten Jahre fanden viele Verlagerungen aus Deutschland nach Osteuropa und eine kontinuierliche Regionalisierung in Amerika, China und Asien – trotz Kritik der Betriebsräte – statt. Dies ging einseitig zu Lasten deutscher Standorte. Wir fordern ein Moratorium gegen Verlagerungen.

Verlagerungen dürfen sich nicht nur an den niedrigen Lohnkosten in Osteuropa orientieren. Der Standort Deutschland ist durch gezielte innovative Produkte zu stärken. Dies muss die Agenda des Vorstandes sein.

Die Betriebsräte im Gesamt- und Konzernbetriebsrat fordern daher mit Nachdruck:
1. Keine Standortschließungen
2. Keine betriebsbedingten Kündigungen
3. Verlagerung nach Osteuropa stoppen (Moratorium)
4. Gezielte Stärkung aller deutschen Standorte durch innovative und zukunftsfähige Produkte
5. Kein Outsourcing / keine Fremdvergabe
6. Nutzung der gesetzlichen und tariflichen Alternativen, wie Kurzarbeit, Arbeitszeitverkürzung mit Teilentgeltausgleich, etc.

Aus den genannten Gründen wird am Mittwoch, 16. September ein bundesweiter Aktionstag, in Kooperation mit der IG Metall, an allen Schaeffler-Standorten stattfinden.



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