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Nach neuen Corona-Einschränkungen: IHK fordert weitergehende Unterstützung für betroffene Unternehmen


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MAINFRANKEN – Nach der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder zur Corona-Krise und der heutigen Sitzung des bayerischen Ministerrates hat die Politik neue Maßnahmen zur Covid-Eindämmung verabschiedet, die ab 2. November in Kraft treten.

Wie die meisten Bürger haben auch die mainfränkischen Unternehmer großes Verständnis dafür, dass vermeidbare Kontakte bei der aktuell sehr hohen Pandemiedynamik zwingend reduziert werden müssen, kommentiert die IHK Würzburg-Schweinfurt die jüngste Entwicklung. „Jedoch haben wir in den vergangenen Monaten viel über dieses Virus und seine Verbreitung dazugelernt. Daher halten wir ein scharfes Durchgreifen allein in einzelnen Wirtschaftsbranchen für den falschen Weg“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Ralf Jahn.


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Klar ist: Es kann bei exponentiell steigenden Infektionszahlen dauerhaft keine wirtschaftliche Erholung geben. Eine anhaltende zweite Infektionswelle wäre sogar der größte Schaden für unsere Wirtschaft, weshalb die Politik gegensteuern muss. Schnelle und entschlossene Eindämmungsmaßnahmen sind deshalb auch unter gesamtwirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhafter als langfristige Einschränkungen; es braucht auf Bundes- und Landesebene gemeinsame Leitplanken für eine starke Pandemiebekämpfung. Allerdings nimmt die Corona-Krise sehr unterschiedliche Verläufe. Daher sollten die weiteren Schritte zur Eindämmung maßgeblich auf Kreis- und Stadtebene und in Abhängigkeit vom tatsächlichen Infektionsgeschehen getroffen werden. „Hier müssen und können wir die Stärken unseres föderalen Systems ausspielen“, so Jahn.


Das Frühjahr habe laut IHK gezeigt, dass die mainfränkische Wirtschaft selbst größtes Interesse daran hat, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Sie hat mit hohem Verantwortungsbewusstsein effektive Lösungen entwickelt – diesen Raum sollte man ihr lassen. Und auch die vergangenen Sommermonate hätten gezeigt, dass weder Besuche in der Gastronomie, Einkaufen im stationären Handel noch touristische Übernachtungen die Infektionszahlen in die Höhe getrieben haben.

„Maßnahmen müssen deshalb einerseits verhältnismäßig und andererseits ursachengerecht sein“, so Jahn. Die IHK Würzburg-Schweinfurt plädiert daher einerseits – gerade im Verhältnis zu den Plänen der Bundesregierung – für wirtschaftsfreundliche bayerische Regelungen mit Augenmaß. Zudem fordert die IHK die Politik dazu auf, den von den Sanktionen betroffenen Unternehmen weiter zu helfen. „A und O ist jetzt die Sicherung der Liquidität in den Betrieben, um eine drohende Insolvenzwelle eigentlich kerngesunder Unternehmen zu vermeiden“, so Jahn.

„Wir müssen die Wirtschaft mit zusätzlichen Mitteln am Leben halten, zum Beispiel mit der Ausweitung des KfW-Schnellkredites auch auf kleinste Unternehmen, der Erweiterung und Verlängerung der Überbrückungshilfe bis mindestens Mitte 2021 sowie zusätzlich mit einem mehrjährigen Verlustrücktrag – und durch die Einbeziehung von weiteren Gruppen wie Existenzgründern.“

Den Verschärfungen muss jetzt laut IHK so schnell wie möglich die Umsetzung der angekündigten Nothilfen für die betroffenen Betriebe folgen. Der IHK-Chef betont, dass die angeordneten Schließungen zum kompletten Umsatzverlust führen werden und sich die teilweise ohnehin schon existenzbedrohende Lage in einigen Branchen weiter verschärfen wird. „Die Pläne einer außerordentlichen Wirtschaftshilfe mit einem Finanzvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro sind der richtige Weg. Damit die Betriebe möglichst schnell das Geld erhalten, müssen offene Fragen, unter anderem zum Kreis der Berechtigten oder einer möglichen Anrechnung anderer Zuschüsse, sofort geklärt werden.“

Jahn warnt vor dem Aus vieler Geschäftsideen und Betriebe, wenn die staatlichen Zuschüsse und Hilfen nicht schnell und unbürokratisch bei den Betroffenen ankommen. „Die Einschränkungen treffen vor allem Soloselbstständige hart, diese waren bislang aber von Hilfsprogrammen überwiegend ausgenommen, weil nur Fixkosten förderfähig waren, die bei Soloselbstständigen in der Regel gar nicht anfallen.“

Die mainfränkische IHK informiert und berät über eine eigene telefonische Corona-Hotline unter Tel. 0931 / 4194-800 sowie ein Corona-Portal (www.wuerzburg.ihk.de/coronavirus) über die aktuellen Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und das darauf abgestimmte Beratungsangebot der IHK.



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