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Neuartiges Messgerät für hochauflösende Thermografie an der FHWS in Würzburg entwickelt


Kanal-Türpe

WÜRZBURG – Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) und das Unternehmen CLAUSS haben gemeinsam ein neuartiges Messgerät für Thermografie-Aufnahmen in bislang unerreichter Auflösung und Qualität entwickelt. Mögliche Anwendungsgebiete sind z.B. die Bestimmung der Energieeffizienz von Industrieanlagen, das Auffinden von Baumängeln bzw. die Schadensanalyse von Gebäuden sowie die Untersuchung historischer Bauwerke und Kunstgegenstände.

Darüber hinaus ist ein Pilotprojekt für Medizinprodukte in Würzburg gestartet: Eine Vielzahl von Medikamenten wie z.B. Insulin müssen kühl gelagert werden, damit sich der Wirkstoff nicht zersetzt. Bei einem Ausfall von Aggregat und/oder Stromversorgung werden die Medikamente ansonsten unbrauchbar.


Mezger

2016 wurde durch das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) ein Forschungsprojekt an der FHWS ins Leben gerufen, das eine neuartige Messmethode für die digitale Bestandsaufnahme von Industrieanlagen ermöglicht. Das Projekt für die „effiziente Dämmung von Industrieanlagen“ (eDIan, www.fhws.de/service/news-presse/pressearchiv/kategorie/fkv/thema/forschungsprojekt-fuer-digitalisierung-und-umweltschutz-an-der-fhws/) realisierte ein Verfahren für die sogenannte „3D-Thermografie“, mit dem Energieverluste erstmals digital und berührungslos identifiziert sowie bewertet werden konnten.


Als Teil dieses Forschungsvorhabens wurde in einer Kooperation mit der Dr. Clauß Bild- und Datentechnik GmbH (CLAUSS) ein spezieller Panoramakopf entwickelt, der geometrisch korrigierte Thermografie-Aufnahmen anfertigt, die sowohl von der Qualität, als auch der Auflösung weit über dem aktuellen Standard der Technik liegen. Durch den erfolgreichen Verlauf der Forschung wurde eine Anschlussförderung durch das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) möglich.

Forschungsprojekt „ThermoHead“: Thermografie unterstützt anwender- und umweltfreundliche Produkte

In dem aktuell laufenden Forschungsprojekt „ThermoHead“ wird nun daran gearbeitet, diese neue Art der thermografischen Bildgebung in ein anwenderfreundliches Produkt zu überführen. Hierfür arbeiten die FHWS und CLAUSS an einem Messgerät, das hochauflösende Thermografie-Aufnahmen per Knopfdruck anfertigen soll. Der ThermoHead soll im Wesentlichen dazu beitragen, die Energieeffizienz im industriellen sowie privaten Sektor zu verbessern, wodurch Energie und letztendlich CO2 eingespart werden können. Hierfür kooperiert die FHWS ebenfalls mit der gemeinnützigen Schweizer Stiftung EiiF (European Industrial Insulation Foundation), die mit ihren über hundert Ingenieuren seit mehr als zehn Jahren Energieverluste in Industrieanlagen im großen Maßstab aufdeckt und behebt.

Pilotprojekt für Medizinprodukte in Würzburg gestartet

Medikamente wie z.B. Insulin müssen vielfach kühl gelagert werden, damit sich der darin enthaltene Wirkstoff nicht zersetzt. Für gewöhnlich werden solche Medikamente in Containern transportiert, die, ähnlich wie bei einem Kühlschrank, über ein Kühlaggregat verfügen, das wiederum mit Strom versorgt werden muss. Bei einem Ausfall des Aggregats und/oder der Stromversorgung werden die so transportierten Medikamente unbrauchbar. Der erhöhte Transportaufwand sowie die Risiken des Verlustes der Lieferung schlagen sich auf den Preis derartiger Medikamente nieder.

Die va-Q-tec AG hat sich auf den Bau und Vertrieb von Hochleistungs-Transportlösungen spezialisiert, mit denen dieses Problem gelöst werden kann: Hierfür werden in Würzburg sogenannte „Vakuumisolationspaneele“ (VIPs) hergestellt, die zehnmal so gut isolieren wie herkömmliche Dämmstoffe. Diese „Superdämmung“ wird u.a. dafür genutzt, bei Gebäuden, Kühlschränken und Boilern erhebliche Energiemengen einzusparen. Die daraus angefertigten „va-Q-tainer“ erlauben, in Kombination mit speziell entwickelten Kälte- und Wärmespeicherelementen, einen passiv gekühlten Medikamententransport von mehr als 140 Stunden. Dadurch, dass beim Transport weder ein Kühlaggregat, noch eine Energieversorgung notwendig sind, verringern sich die Transportkosten sowie die Gefahr eines Ausfalls. Das wiederum kann die Preise der Medikamente reduzieren und deren Verfügbarkeit steigern. In einem Pilotprojekt zusammen mit der FHWS und CLAUSS will die va-Q-tec AG nun die Leistung der va-Q-tainer weiter verbessern.

Mit einem Prototyp des ThermoHead wurden jetzt erstmals Innenaufnahmen eines solchen Spezialcontainers im laufenden Betrieb angefertigt. Die lokale Temperaturverteilung der va-Q-tainer, die ein Innenvolumen ab ca. einem Kubikmeter aufweisen, konnte millimetergenau vermessen und somit die Temperaturverteilung aufgezeigt werden. Dadurch ist es möglich, potenzielle Schwachstellen aufzufinden und die Wirksamkeit einer möglichen Optimierung anschließend analysieren zu können.



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