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SKF fördert Ingenieursnachwuchs: Starthilfe per Pit Stop


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SCHWEINFURT – Normalerweise dient der Pit Stop dazu, einen Rennwagen während des laufenden Wettbewerbs wieder auf Vordermann zu bringen. Damit genau das nicht passiert, hat die deutsche SKF ihre elf gesponserten Formula Student Germany-Teams schon weit vor dem diesjährigen Saisonhöhepunkt in die Box gerufen.

Beim Pit Stop von SKF handelt es sich um einen zweitägigen Vorbereitungslehrgang, in dessen Rahmen den Nachwuchs-Konstrukteuren wertvolles Wissen für den Bau eines renntauglichen Fahrzeugs vermittelt wird. „In dieser Hinsicht haben wir einiges zu bieten“, betonte Markus Justus als europäischer Automotive-Vertriebsleiter von SKF zu Beginn des Trainings, „weil unsere effizienzsteigernden Lösungen in weit mehr als nur ,normalen‘ Pkw zum Einsatz kommen. Beispielsweise gibt es kaum einen Formel 1-Rennstall, der nicht mit unseren extrem leistungsfähigen Racing-Komponenten ausgestattet ist!“


Wolf-Moebel

Zu den entsprechenden Komponenten aus dem Hause SKF gehören natürlich diverse Lager, und deshalb ließ Gregor Ritter vom Schweinfurter Training Center den Hochschul-Schraubern auch gleich einen praktischen Crash-Kurs in Sachen „Wälzlagermontage und -demontage“ angedeihen. Anschließend erläuterten die Automotive-Ingenieure Daniel Back und Julian Veeh, welches Portfolio SKF für die verschiedensten Anwendungen im Auto bereithält und demonstrierten am konkreten Beispiel eines Radlagers, wie man ein solches für den Einsatz in einem Formula Student-Boliden korrekt berechnet.

Breites Ausbildungsprogramm


Am zweiten Tag veranschaulichte der Racing-Großkundenbetreuer Tom Schmitz den Studenten, welche Lösungen SKF speziell für den Rennsport baut. Danach konnten sich die Pit Stopper die Fertigung solcher Lager im Schweinfurter Werk auch „live“ anschauen – ebenso wie die Lagermontage in der dortigen Ausbildungswerkstatt. Hinzu kam ein Seminar über die Business-Planung.

„Hintergrund des breit angelegten Ausbildungsprogramms ist der konzeptionelle Ansatz, den der Verein Deutscher Ingenieure als ideeller Ausrichter der Formula Student Germany verfolgt“, erläuterte der Pit Stop-Organisator und Leiter der Talent Academy von SKF, Christian Förster: „Der Wettbewerb soll den Studierenden nicht nur praktische Erfahrungen in Konstruktion und Fertigung ermöglichen, sondern sie auch mit sämtlichen wirtschaftlichen Aspekten des Automobilbaus vertraut machen.“

Entscheidend für den Erfolg bei der Formula Student Germany sei also das Gesamtpaket, das die Nachwuchskonstrukteure abliefern: Design, Kostenplanung und Geschäftsmodell müssen die Jury aus Industrie- und Wirtschaftsfachleuten ebenso überzeugen wie die Performance der Eigenbauten auf der Rennstrecke. „Mit diesem interdisziplinären Bewertungsmodell will der VDI die Studenten möglichst praxisnah aufs Berufsleben vorbereiten und natürlich auch dem chronischen Ingenieurmangel entgegenwirken“, so Förster weiter.

In diesem Jahr unterstützt SKF die Teams Elefant Racing Bayreuth, FaSTTUBe Berlin, CAT-Racing Coburg, Fast Forest Deggendorf, Elbflorace Dresden, Rennstall Esslingen, e-gnition Hamburg, Hawks Racing Hamburg, HHN Racing Heilbronn, Team Starcraft Ilmenau und Technikum Mittweida Motorsport. Diese Rennställe treten in der Zeit vom 05. bis 11. August gegen 107 weitere Teams an, die sich auf dem Hockenheimring in drei Wertungsklassen (Autos mit Verbrennungsmotoren / mit Elektroantrieb / autonom fahrende Fahrzeuge) messen wollen.

Viele Prüfungen vor der Piste

Bis dahin bereiten sich die Teams intensiv darauf vor, die technischen Abnahmen zu Beginn des Wettbewerbs zu überstehen. Dazu gehören u. a. Prüfungen von Rahmenstruktur, Radaufhängung, Lenkung, Bremsen, Kraftstoffleitungen bzw. elektrischer Sicherheit oder auch Geräuschentwicklung. „Nur wer die entsprechenden Prüfplaketten erhält, darf überhaupt auf die Rennstrecke“, betont Christian Förster. Erst danach können die Eigenbauten u. a. Eigenschaften wie Fahrdynamik, Handling, Beschleunigung, Ausdauer und Kraftstoff- bzw. Energieverbrauch unter Beweis stellen – in den dynamischen Disziplinen Acceleration, Skidpad, Autocross und Endurance.

„Bei diesem Event lernt man nicht nur was fürs Berufsleben, sondern womöglich auch wichtige Leute für die spätere Karriere kennen“, resümierte Jana Hümmer, Organisatorin des SKF Auftritts bei der Formula Student Germany, zum Abschluss des Pit Stops: „Insofern kann sich so mancher Formula Student-Teilnehmer vielleicht jetzt schon als Gewinner betrachten!“

Auf den Fotos:

*Beim „Pit Stop“ genannten Vorbereitungslehrgang von SKF erfuhren die Hochschul-Schrauber der Formula Student Germany, wie man Pit Stops während des Rennens vorbeugen kann.
* Der richtige Umgang mit Wälzlagern will gelernt sein. Vom entsprechenden Know-how samt maßgeschneiderter „Hardware“ profitieren in diesem Jahr elf Rennställe, die die deutsche SKF bei der Formula Student Germany fördert.

Bilder: SKF



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