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Studierende entwarfen Ideen- und Sanierungskonzepte für das Marktbreiter Kirchengebäude und wechseln vom Hörsaal zur Hobelbank


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SCHWEINFURT / MARKTBREIT – Kirchengebäude faszinieren Architekten früher wie heute gleichermaßen. Den idealen Ort zu erschaffen, der Ruhe und Einkehr ausstrahlt, ist eine besonders große Herausforderung. Dieser stellten sich die Studierenden des Studiengangs Architektur der Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Entstanden sind Arbeiten, die prämiert und im ZDF vorgestellt werden sollen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Marktbreit wünschte sich eine Veränderung für die zu sanierende St. Nikolai Kirche, die parallel zu Gottesdiensten Raum für Konzerte, Lesungen, Tanz und Treffen bieten sollte. Um den „Kirchenraum für die Zukunft“ in einer historischen Kirche gestalten zu können, werden neue Konzepte und Visionen benötigt. In diesen Prozess möchte die Gemeinde junge Menschen integrieren und mit einbeziehen: Sie wandte sich an Studierende des Studiengangs Architektur. Das Projektanliegen wurde im Rahmen des Bachelormoduls „Vertiefungsentwurf“, betreut von den Professoren Karl Zankl, Gunther Benkert und Christian Baumgart, von zwanzig Studierenden des siebten Semesters aufgenommen.


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Die jungen Architekten führten viele Gespräche, entstanden sind 14 Projekte, die der Kirchengemeinde Marktbreit präsentiert wurden. Allen gemeinsam war die Grundfrage: Was ist eigentlich Kirche? Wie geht Kirche in die (bauliche) Zukunft? Jede Arbeit verfolgte einen anderen Ansatz, wie das Innere des Kirchenraums aufgebaut sein sollte. Von Lichtkompositionen über Abhängung von Raumelementen bis hin zur Aufhebung der Sitzbänke wurde das gesamte Kirchenschiff verändert. Neben den Konzepten für den Sakralbau wurden Ideen für den Ausbau und die Sanierung geliefert, die sowohl das städtebauliche Umfeld, als auch die denkmalpflegerischen Details berücksichtigten.





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Die entstandenen Projektarbeiten überzeugten und wurden vom Architekten- und Ingenieurverband (AIV) Würzburg prämiert. Im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung im Foyer der Volks- und Raiffeisenbank wurden die drei besten Arbeiten mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Wie Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk der Kirchengemeinde Marktbreit sagte, müsse jede Epoche sich aufs Neue mit der Frage beschäftigen, was Kirche eigentlich sei und darauf eine Antwort im Kirchenbau finden. Ein Ansatz kann der Gewinnerentwurf sein.

FHWS-Forschungsprojekt entwickelt weitere Perspektiven für Studienabbrecher in betrieblichen Ausbildungen

Auf der einen Seite werden immer neue Rekordzahlen an Studienanfängern gemeldet, von denen einer Studie der Universität Konstanz zufolge ein Viertel das Studium vorzeitig abbricht; auf der anderen Seite gibt es eine abnehmende Anzahl an Auszubildenden im Handwerk – hier bietet sich seit Jahren für Betriebe eine Perspektive, offene Lehrstellen mit Nachwuchskräften aus den Hochschulen zu besetzen. Im Kammerbezirk Unterfranken haben im Zuge dieses Konzepts von 94 Wechslern bereits fünfzig ihre Berufsausbildung erfolgreich abschließen können.

Die Handwerkskammer für Unterfranken und der Schwerpunkt Personalwirtschaft an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt nahmen dies zum Anlass, das Thema Studienabbruch aufzunehmen und Vorschläge für beide Seiten zu entwickeln. Diese Idee wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Projekt „studienabbruch-und-dann.de“ gefördert.

Neun Studierende des Schwerpunktes Personalmanagement befragten über 120 Studierende, wie die „richtige“ Ansprache aussehen könne. Besonders wichtig sei der entsprechende Kontaktweg. Klassische Optionen über Beratungsbüros an Hochschulen, Infoständen und Gesprächsangeboten auf Karrieremessen scheiden eher aus, so das Team. Gezielte Werbung in sozialen Medien sowie hochschulexterne Beratung würden mehr Erfolg versprechen. Und vielleicht könne auch ein kreatives Geschenk in den regelmäßig verteilten Ersti-Tüten den einen oder anderen leiten. Der Projektleiter Professor Dr. Steffen Hillebrecht über die Ergebnisse seiner Studierenden: „Erkennbar gibt es hier ein Potenzial an Umsteigern, die motiviert die neue Chance ergreifen werden.“ Er sehe aber auch die Grenzen: „Nicht jeder Beruf wird gleichermaßen attraktiv sein“. Zudem tauchten Studierende vor dem Studienabbruch nur noch unregelmäßig an der Hochschule auf – es sei zu klären, welcher Weg dem Datenschutz entspreche und trotzdem aktiviert werden könne.

Auch Vizepräsident Professor Dr. Ralf Roßkopf sieht die Chancen des Projekts: „Wir wollen auch denjenigen mit Fürsorge begegnen, für die ein Studium nicht die richtige Laufbahn darstellt.“ Die FHWS werde sich weiter an ihren Angeboten arbeiten, wie sie Studierende vor dem Wechsel erreichen und bei der Neuorientierung unterstützen könne.







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