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Unterfränkisches Handwerk mit Rekordjahr, hohe Zufriedenheit mit dem Geschäftsklima


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UNTERFRANKEN – Die unterfränkische Handwerkskonjunktur bewegte sich im Jahr 2018 auf einem Rekordniveau. 95,2 % der Betriebe bewerteten die eigene Geschäftslage im Jahr 2018 mit „gut“ oder „befriedigend“. Es ist der beste Wert, den die Handwerkskammer für Unterfranken in ihren Konjunkturaufzeichnungen je erfasst hat.

Mit 82,5 % Kapazitätsauslastung konnte das unterfränkische Handwerk den bisherigen Topwert des Jahres 2017 noch um 1,5 Prozentpunkte steigern. Ebenfalls ist der Wert der Auftragsreichweite 2018 mit durchschnittlich 11,5 Wochen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (10,2 Wochen) gestiegen. Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, betont, dass, wie auch in den Vorjahren, vor allem die sehr gute Binnennachfrage Basis für das hohe Konjunkturniveau im unterfränkischen Handwerk sei.


DB Oktober-November

Für das erste Quartal 2019 erwarten 91,4 % der Unternehmen eine gleichbleibende oder gar bessere Geschäftslage.

Regionaler Gleichklang auf hohem Niveau


Die Handwerksbetriebe in den drei einzelnen Regionen Unterfrankens bewerteten ihre Geschäftslage über das gesamte Jahr 2018 hinweg ähnlich im Gleichklang wie die Jahre zuvor. 95,9 % der Unternehmen in der Region Würzburg (Stadt und Landkreis Würzburg, Main-Spessart und Kitzingen) gaben an, mit der Geschäftslage 2018 zufrieden zu sein, dicht gefolgt von der Region Main-Rhön (Stadt und Landkreis Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld) mit 95,7 % an zufriedenen Betrieben und der Region Bayerischer Untermain (Stadt und Landkreis Aschaffenburg, Miltenberg) mit 93,9 % an zufriedenen Betrieben.

Gewerbevergleich

Auch 2018 waren wieder die Betriebe des Bauhaupt- und des Ausbaugewerbes, die zusammen rund die Hälfte aller unterfränkischer Handwerksbetriebe abbilden, der starke Motor der unterfränkischen Handwerkskonjunktur. Im Jahresdurchschnitt waren 97,9 % der Betriebe des Bauhauptgewerbes und 97,7 % der Betriebe des Ausbaugewerbes mit der Geschäftslage zufrieden.

Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt

Nachdem sich die Zahl neuer Lehrlinge im unterfränkischen Handwerk seit 2014 stabil gehalten hatte, entschieden sich 2018 wieder weniger junge Menschen für eine handwerkliche Ausbildung – im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Minus 5,6 %. Gleichzeitig sind 2018 mehr als 1.000 Lehrstellen im unterfränkischen Handwerk unbesetzt geblieben. Der demografische Wandel wirkt sich weiterhin stark auf die Ausbildungssituation im regionalen Handwerk aus. So bleibt die Zahl der Schulabgänger rückläufig, zudem hält der Trend zu höheren Schulabschlüssen an. Hinzu kommt ein starker Wettbewerb um Absolventen aus allen Schularten, die heute aus einer Vielzahl an Ausbildungsangeboten wählen können.

Handwerk ist mehr

Mit rund 130 verschiedenen Ausbildungsberufen bietet das Handwerk Ausbildungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Talente und ist für Schüler aller Schularten eine Option. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung bietet das Handwerk interessante Weiterbildungsmöglichkeiten, wie z. B. die Qualifizierung zum Meister. Qualifizierte Fachkräfte sind zudem gesucht und haben aktuell beste Perspektiven.

Nachwuchswerbung mit neuen Schwerpunkten

Die Handwerkskammer für Unterfranken setzt 2019 ihre Nachwuchswerbung intensiv und mit neuen Schwerpunkten fort. Für Schüler aller Schularten bietet sie Berufsorientierung an und baut besonders das Angebot an den unterfränkischen Gymnasien weiter aus. Auch die Zusammenarbeit mit den Realschulen wird weiter gestärkt. Die Handwerkskammer wird 2019 zudem das externe Ausbildungsmanagement für kleine und Kleinstunternehmen ausbauen, um diese bei der Ansprache auch höherqualifizierter Bewerber zu unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt zudem auf dem Thema „Qualität in der Ausbildung“ in Form von Workshops für Ausbildungsverantwortliche in Betrieben und Innungen.

Wieder mehr Flüchtlinge unter den neuen Lehrlingen

Eine wichtige Zielgruppe im Rahmen der Nachwuchswerbung bleiben auch Menschen mit Fluchthintergrund. Zum Stichtag 31.12.2018 registrierte die Handwerkskammer für Unterfranken mit 226 erneut mehr neue Lehrlinge (Vorjahr: 187) aus den acht häufigsten Asylantragsländern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien). Über alle Lehrjahre hinweg beträgt ihre Anzahl 377.

Unternehmensnachfolge im unterfränkischen Handwerk

Bei rund einem Drittel der unterfränkischen Handwerksbetriebe steht in den nächsten Jahren das Thema Unternehmensnachfolge an. 32,3 Prozent der Inhaber der in der Handwerksrolle registrierten Einzelunternehmen waren 2018 älter als 55 Jahre. Der Anteil der 51- bis 55-jährigen ist ebenfalls hoch – er liegt bei 18,9 Prozent. Schon jetzt machen die Beratungen zur Unternehmensnachfolge mehr als 40 Prozent der betriebswirtschaftlichen und technischen Beratungen der Handwerkskammer aus. 2019 wird der Bereich der technischen Beratung zur Sicherung des betrieblichen Know-hows in der Region weiter ausgebaut.

Chancen nutzen

Über alle Branchen hinweg ist die Betriebsnachfolge eine attraktive Chance für Existenzgründer. Ein fester Kundenstamm, Netzwerk zu Partnern und Lieferanten, ein eingespieltes Team, voll ausgestattete Werkstätten – wer das gleich zu Beginn übernimmt, kann direkt voll durchstarten. Damit Betriebe und potenzielle Nachfolger zusammenfinden, bieten die bayerischen Handwerkskammern eine Betriebsbörse speziell für Handwerksunternehmen an. Die Betriebsbörse wurde Ende 2018 für Betriebe aus der Region Unterfranken freigeschaltet und befindet sich nun im Aufbau. Die Betriebsbörse ist online unter www.hwk-ufr.de/betriebsboerse zu finden.

Neues Informationsangebot

Betriebsinhabern und Existenzgründern steht zudem ein neues Informationsangebot der Handwerkskammer zur Verfügung: Der Handwerkskammer-Podcast „Handwerkszeug“ behandelt in einer Folge speziell das Thema Unternehmensnachfolge. Die Informationen können kompakt in einer Audio-Datei jederzeit und nebenbei angehört werden, etwa in der Werkstatt, im Büro oder im Auto. Informationen zum Download gibt es unter www.hwk-ufr.de/podcast.



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