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VCD Mainfranken-Rhön: „Der Verkehr ist das Sorgenkind des Klimaschutzes!“


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LANDKREIS SCHWEINFURT – Der Kreisverband Mainfranken-Rhön des Verkehrsclub Deutschland (VCD) stellt sich die Frage, welche Konsequenzen das Klimaschutzpaket der Bundesregierung für die Landkreise Kitzingen und Schweinfurt hat.

„So unzureichend die Berliner Beschlüsse auch sein mögen, so klar erkennbar ist doch der politische Wille, die umweltfreundliche Bahn zu stärken durch Reduktion der Mehrwertsteuer für Bahntickets und die Aufstockung von Investitionsmitteln“, stellt Dr. Christian Loos, stellvertretender Vorsitzender des VCD Mainfranken-Rhön fest. Wichtig ist dem VCD nun, auch in Unterfranken den Ball aus Berlin aufzunehmen und die vorhandene Bahninfrastruktur besser zu nutzen.


DB Oktober-November

„Dafür sollten neben der bereits beschlossenen Reaktivierung der Mainschleifenbahn auch die vorhandenen Gleise der Steigerwaldbahn von Schweinfurt über Gerolzhofen nach Kitzingen als Chance begriffen werden“, so Dr. Loos weiter. „Der Verkehr ist das Sorgenkind des Klimaschutzes, da seit 1990 aufgrund des immer mehr zunehmenden Verkehrs keinerlei Rückgang der CO2-Emissionen zu verzeichnen ist. Klimaschutz ist nicht nur eine globale, sondern auch eine lokale Herausforderung; in diesen Zeiten noch Bahnstrecken mit Potential abbauen und entwidmen ist unverantwortlich!“ erklärt Dr. Loos weiter.

„Vierspurige Straßen bauen, so wie südlich von Schweinfurt, und gleichzeitig die benachbarte Bahnstrecke verrotten lassen – das ist heute nicht mehr zeitgemäß!“


Der VCD kritisiert damit vor allem die ablehnende Haltung der CSU, die bei der Infoveranstaltung in Grettstadt am Montag vor einer Woche deutlich wurde. Dr. Loos: „Gerhard Eck und seine Parteifreunde versuchen, den Leuten einzureden, dass die Reaktivierung illusorisch sei und nennt völlig aus der Luft gegriffene Kostenschätzungen, während er die vorhandenen Gutachten anzweifelt. Wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen, so hieß es wörtlich bei der Veranstaltung. Es werden immer neue Hürden aufgebaut und damit kaschiert, dass einfach der politische Wille fehlt.“

Die Vollausbau der Steigerwaldbahn kann Teil einer Vision sein – von neuer, klimafreundlicher Mobilität, von weniger Platz für Autos und mehr Platz für Menschen in den Städten, von mehr Gemeinsinn und weniger Individualverkehr.

Den zahlreichen Bekenntnissen zu einer Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs müssten jetzt auch Taten folgen. Der Landkreis Schweinfurt hat bereits ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept in Auftrag gegeben und beschlossen. Der VCD fordert den Kreistag Kitzingen auf, diesem Beispiel zu folgen.

Der VCD vertritt die „Mobilität für Menschen“ und setzt sich insbesondere für Rad- und Fußverkehr, Ausbau des öffentlichen Verkehrs und Minderung der Wirkung des motorisierten Individualverkehrs ein. Er ist ein gemeinnütziger e.V.



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