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Auf dem Bild: An den Projekttagen der IJF zum Thema Informationstechnologie beschäftigten sich die FOS-Schülerinnen und Schüler mit dem Programmieren von Therapiespielen. Foto: Elke Borsutzky-Erhard

Warum Technik und Medizin gut zusammenpassen: Praxisorientierte Studien- und Berufsorientierung an der FOSBOS Bad Neustadt


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BAD NEUSTADT – MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Vor drei Jahren startete erstmals das gemeinsame MINT-Bildungsprojekt der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF), der RHÖN-KLINIKUM AG und der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Bad Neustadt a. d. Saale (FOSBOS).

Nun wird die Zusammenarbeit bis Ende 2024 fortgesetzt Gemeinsam möchten die beteiligten Partner den Arbeitsmarkt in der Region positiv beleben und junge Menschen für Berufe in Naturwissenschaft, Technik und Informationstechnologie begeistern.


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„Die gemeinsamen Projekttage mit der IJF sind ein Glücksfall für unsere Schülerinnen und Schüler“, sagt Ralf Kaminski, Schuleiter der FOSBOS Bad Neustadt. „Ich bin sehr froh, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt werden konnte.“ Besonders wertvoll findet er an der Kooperation, dass die Projekte bewusst angelegt sind. Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit erhalten, Einblicke in eine Ausbildungsrichtung zu bekommen, für die sie sich beim Eintritt an die FOSBOS nicht entschieden haben. „So leisten die Tage auch einen Beitrag zur Berufsinformation und wecken Berufswünsche, über die sie bislang gar nicht nachgedacht haben.“


Theorie und Praxis im Verbund

IJF, RHÖN-KLINIKUM AG und FOSBOS haben das Projekt im Jahr 2019 gemeinsam initiiert, um Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufe in der technischen Bildung und bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen. „Als außerschulischer Partner kommen wir mit kompletter Experimentierausstattung und -material in die Klassen und geben Einblicke, wie Technik und Informationstechnologie im Gesundheitsbereich angewendet werden“, erklärt Silvan Horovitz, wissenschaftlicher Referent und Projektverantwortlicher der Initiative.

Die Verbindung von Theorie und Praxis sei von zentraler Bedeutung, wenn junge Menschen ihre berufliche Identität entwickeln. An den zweitägigen Workshops dürfen die FOSBOS´ler eigene Prototypen von Handprothesen bauen und Therapiespiele entwickeln.

„Unsere Schülerinnen und Schüler finden es positiv, dass externe Referenten mit neuen Themen Abwechslung in den Unterrichtsalltag bringen und sie beim Programmieren der Rehaspiele kreativ arbeiten können“, sagt Oberstudienrätin Elke Borsutzky-Erhard, die die fachpraktische Ausbildung und die IJF-Projekte an der Schule betreut.

Ebenfalls zufrieden zeigt sich Christoph Petschenka, Geschäftsführer der Initiative. Er begeisterte damals die Partner für die Projektidee: „Wir alle ziehen an einem Strang, um Schülerinnen und Schüler für Gesundheitsberufe zu interessieren. Daher ist dieseKooperation – besonders in Zeiten des Personalnotstands im Gesundheitssektor – ein Leuchtturmprojekt in Bayern, das auch vom Bayerischen Kultusministerium sehr positiv bewertet wird.“

Das Gesundheitswesen bietet den jungen Menschen vielfältige berufliche Möglichkeiten –auch in den Bereichen IT und Technik. „Der RHÖN-KLINIKUM AG ist die Ausbildung des Nachwuchses von morgen sehr wichtig. Wir bilden selbst aus, unsere Kliniken sind hoch technisiert, viele digitale Anwendungen werden eingesetzt. So engagieren wir uns auch in der sogenannten MINT-Bildung. Dass es hier Bedarf und Interesse gibt, bestätigt der bisherige Erfolg dieses Projektes, was uns dazu veranlasste, die Kooperation fortzuführen“, so Prof. Dr. Bernd Griewing, Vorstand Medizin der RHÖN-KLINIKUM AG.

Exkursionen am Campus Bad Neustadt

Begleitend zu den innerschulischen Projekttagen fanden in den vergangenen Jahren für die unterschiedlichen Schulzweige der FOSBOS, sofern es die Corona-Situation ermöglichte, Exkursionen am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt statt. Vor einer Jury aus Fachexperten präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Projektergebnisse und bekamen ein direktes Feedback aus der Praxis. Vorträge, Diskussionen, LiveDemonstrationen von Medizintechnik und therapeutischen Anwendungen ergänzten das Programm. Bei Führungen durch die digitale Erlebniswelt und den Campus durften sie hinter die Kulissen der Klinik blicken.

„Die Projekttage und die sich anschließenden Exkursionen sind eine wertvolle Ergänzung unserer fachpraktischen Ausbildung, die effektive Eindrücke bei unseren Schülerinnen und Schülern hinterlässt“, ist sich Kaminski sicher. Beeindruckend sei zu sehen, in welcher kurzen Zeitspanne und mit wie viel Motivation sie sich mit einer Programmiersprache auseinandersetzen und am Ende fertige und realitätsnahe Therapiespiele präsentieren.

„Der Blick in Richtung Medizintechnik ist durch die Kooperation ein fester Bestandteil in der fachpraktischen Ausbildung geworden. Das ist für junge Menschen in unserer Region hier am Standort der RHÖN-KLINIKUM AG von großer Bedeutung. Sie erhalten Einblicke in Tätigkeitsfelder mit guten Perspektiven“, fasst Borsutzky-Erhard zusammen.

Auf dem Bild: An den Projekttagen der IJF zum Thema Informationstechnologie beschäftigten sich die FOS-Schülerinnen und Schüler mit dem Programmieren von Therapiespielen.
Foto: Elke Borsutzky-Erhard

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