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Was macht unser Unternehmen attraktiv? Wie man sich als Arbeitgeber authentisch ins Gespräch bringt und im Idealfall neue Fachkräfte findet!


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KITZINGEN – Stefan Beck gründete seine PR-Agentur www.pressebeck.de im Juli 2004 und betreut mit seinem Team vorrangig Familienunternehmen sowie Betriebe mit technischen Produkten/ Dienstleistungen bei deren Medienarbeit. Zum Portfolio der Kitzinger gehören unter anderem das Verfassen von Pressemitteilungen, Blog-Artikeln, Fachbeiträgen, die Organisation und Durchführung von Pressekonferenzen sowie andere Instrumente der Medienarbeit.

Im Interview erklärt der 52-Jährige, was Firmen tun können, um mithilfe professioneller Medienarbeit mehr Fachkräfte zu gewinnen, sich als Arbeitgeber ins Gespräch zu bringen und ihre Expertise bei ihren Zielgruppen bekannter zu machen!


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SW 1 News: Der Mangel an Fachkräften ist derzeit in fast jeder Branche spürbar. Inwiefern kann professionelle Medienarbeit dazu beitragen, dass man sich als Arbeitgeber mehr Gehör verschafft?
Stefan Beck: Zunächst mal möchte ich darauf hinweisen, dass man auch bei optimaler Medienarbeit nur im Ansatz den Mangel an Fachkräften beseitigen kann. Wenn der Markt zu wenig gut ausgebildete Fachkräfte bereitstellt, hat man eben viele Mitbewerber, die sich um die wenigen Spezialisten streiten.
Ich empfehle daher jedem Betrieb, sich über die eigenen Stärken klar zu werden. Diese sollte man überzeugend kommunizieren – und zwar nachhaltig!
Auch bei der Medienarbeit stellt sich zunächst eine Frage: Werde ich als Betrieb überhaupt in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Und wenn ja: Welche Resonanz erhält das Unternehmen? Wie positiv oder negativ ist das Echo, wenn über den Betrieb in der Öffentlichkeit gesprochen wird?


SW 1 News: Was heißt das konkret, wenn es um die Außenkommunikation geht?
Stefan Beck: Ich handle selber gerne nach den drei Kriterien: Kompetent, vertrauensvoll, transparent. Diese Schlagwörter sind für mich eine gute Richtschnur in der Außenkommunikation!
Zunächst mal sollte man diverse Ziele definieren: Was möchte ich mit der Medienarbeit erreichen? Was könnte man besonders kommunizieren und wozu? Welche Zielgruppen möchte man ansprechen und warum? Und: Wie und wo kann man diese Zielgruppen idealerweise erreichen? Wenn man das gemacht hat, kann man sich an die Auswahl der Instrumente und Kommunikationskanäle machen!

SW 1 News: Was empfehlen Sie Arbeitgebern, etwa kleinen Industriebetrieben, die Fachkräfte benötigen, aber im Wettstreit um diese Experten kaum eine Chance haben, sich gegen die großen Unternehmen durchzusetzen?
Stefan Beck: Ich erlebe es in der Praxis immer wieder, dass insbesondere kleine Firmen sich schwer tun, sich medial in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich behaupte mal: Auch die Mehrzahl der kleineren Firmen hat genügend „Potenzial“, um auf sich aufmerksam zu machen. Unabhängig von der finanziellen Ausstattung. Und hier sind wir wieder bei der Frage: Was macht unser Unternehmen so interessant – zum Beispiel aus Sicht der eigenen Kunden? Was macht uns als Arbeitgeber so attraktiv? Wenn man überzeugende Antworten findet, sollte man die eigenen Vorzüge auch öffentlich machen. Ideal ist dafür zunächst mal – aus meiner Sicht – die eigene Webseite und ebenso diverse Social-Media-Kanäle.

SW 1 News: Jetzt gibt es ja eine Vielzahl von Social-Media-Kanälen. Wie weiß man, welcher der richtige ist?
Stefan Beck: Gute Frage! Zunächst mal rate ich davon ab, auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen. Auch hier gilt: Mut zur Lücke! Wenn ein Unternehmen glaubt, auf allen erdenklichen Kanälen präsent sein zu müssen, ist das Risiko recht groß, sich zu verzetteln. Meine Faustregel: Die eigene Webseite sollte man regelmäßig, also mindestens einmal im Quartal, noch besser einmal pro Monat, für aktuelle News nutzen. Und ebenso mindestens einen Social-Media-Kanal, der insbesondere zur Firma passt und zu den Zielgruppen, die man informieren möchte. Wenn man sich nicht sicher ist, auf welchen Kanälen man kommunizieren soll, kann man etwa die eigenen Kunden fragen, auf welchen Plattformen sie sich gerne informieren. Das lässt bedingt Rückschlüsse zu, dass auch andere Firmen aus derselben Zielgruppe dieselben Medien nutzen.

Unten geht´s weiter…

Stefan Beck

SW 1 News: Wie kann man als kleines Unternehmen Fachkräfte auf sich aufmerksam machen?
Stefan Beck: Der Leiter der Fortbildung einer IHK in Bayern empfahl kürzlich in einem Interview zum Thema „Fachkräftemangel“ folgende Maßnahmen: Jedes Unternehmen, und wenn es noch so klein ist, sollte Statements und Bilder von Mitarbeitern öffentlich machen – beispielsweise auf der eigenen Webseite. Denn dort schauen mögliche Bewerber meistens recht schnell drauf. Dessen zweiter Rat: Geben Sie mittels Text- oder Videobeiträge einen Einblick in den Berufsalltag – möglichst authentisch. So können sich Mitarbeiter von morgen einen ersten Eindruck von der jeweiligen Tätigkeit machen.

SW 1 News: Was sollte man auf keinen Fall tun?
Stefan Beck: Ich bin immer wieder überrascht, dass manche Unternehmen so wenig und teilweise unprofessionell nach außen kommunizieren – oder gar nicht, was ähnlich schlimm ist. Als ob man etwas verbergen möchte! Seien wir ehrlich: In welcher Firma laufen alle Prozesse schon fehlerlos ab?
Was mir kürzlich zum wiederholten Male auffiel, ist die ungenügende Erreichbarkeit mancher Unternehmen. Ein aktuelles Beispiel: Ein größerer Betrieb aus dem Landkreis Schweinfurt leistet sich vier Mitarbeitende in der Personalabteilung, alle Namen und die jeweilige Telefondurchwahl sind auf der Webseite angegeben. Ich habe alle vier Damen und Herren jeweils zweimal angerufen, das macht also acht Anrufe. Das Ergebnis: Kein einziger Mitarbeitender hob ab, niemand rief zurück. Trotz meiner Ansage auf Anrufbeantworter bei einer Person – mit der Bitte um Rückruf. Der Anlass meines Anrufs: Ich wollte die Personalabteilung auf eine Idee hinweisen, wie man mehr Bewerber ansprechen kann, nachdem sich kurz zuvor der Geschäftsführer öffentlich zum Fachkräftemangel in Mainfranken äußerte. Die Firma hat laut Webseite eine zweistellige Anzahl an freien Stellen.

SW 1 News: Mancher Betrieb hat große Schwierigkeiten, die eigene Expertise klar zu kommunizieren. Haben Sie einen Rat?
Stefan Beck: Mir fallen zunächst mal zwei klassische Instrumente der PR ein: Einmal die Pressemitteilung (PM) und zweitens der Fachbeitrag. Eine PM mit verständlichen und überzeugenden Infos zur eigenen Expertise, etwa zur Dienstleistung oder einem Produkt, trägt sicher dazu bei, dass die Kompetenz des Unternehmens besser wahrgenommen wird.
Ein Fachbeitrag geht – noch mehr als eine Pressemitteilung – in die Tiefe und ist ideal für den Versand an Fachmagazine. Ein Beispiel: Ein Schreiner erstellt einen Schreibtisch aus hochwertigen Materialien, der Elektrosmog am PC-Arbeitsplatz ableitet. Ein Ingenieur aus Mainfranken hatte bereits vor 20 Jahren diese Idee mit einem Schreiner in die Tat umgesetzt und war damals seiner Zeit voraus. Was für eine herausragende Kompetenz! Das sollte man unbedingt in der Öffentlichkeit publik machen. Denn das Thema „Gesundes Arbeiten“ betrifft uns fast alle. Insbesondere jene Angestellte, die unter Burn-out leiden oder einen Mangel an mentaler, seelischer oder körperlicher Gesundheit aufweisen.
So schafft man viel Vertrauen in die eigene Kompetenz und ist manchen Mitbewerbern in der öffentlichen Wahrnehmung eine Nasenlänge voraus!

Danke für das Interview!

Kontakt:
Pressebeck
Kugelspielweg 14
97318 Kitzingen
Tel: 09321 – 924484
Fax: 09321 – 924489
Mail: post@pressebeck.de
Internet: www.pressebeck.de

Auf dem Bild: Stefan Beck, Inhaber von Pressebeck.de, empfiehlt bei der Medienarbeit, jene Instrumente auszuwählen, die gut zur eigenen Firma passen.
Foto: Manfred Spörl

Auf dem Gruppenfoto: Beck (rechts) zusammen mit seinen Mitarbeitern Manfred Spörl (Mitte) und Florian Geiger (links)


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