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Weiterhin sehr hohes Konjunkturniveau: Geschäftsklima im unterfränkischen Handwerk


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UNTERFRANKEN – Die unterfränkischen Handwerksbetriebe bewerteten die eigene Geschäftslage im Jahr 2017 sehr positiv: 93,2 % von ihnen beurteilten sie mit „gut“ oder „befriedigend“. Für das erste Quartal 2018 erwarten 92,5 % eine weiterhin gute konjunkturelle Lage.

2017 war mit durchschnittlich 93,2 % an zufriedenen Betrieben das beste Jahr die Geschäftslage der Mitgliedsbetriebe betreffend, das die Handwerkskammer je aufzeichnete. Mit 81 % Kapazitätsauslastung konnte das unterfränkische Handwerk den bisherigen Topwert des Jahres 2016 noch um 1,6 Prozentpunkte steigern. Ebenfalls ist der Wert der Auftragsreichweite 2017 mit durchschnittlich 10,2 Wochen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (9,3 Wochen) gestiegen. Präsident Walter Heußlein: „Basis für die sehr gute konjunkturelle Lage sind die nach wie vor hervorragende Binnennachfrage, die Konsumbereitschaft der Verbraucher und natürlich die weiterhin niedrigen Zinsen.“

Zugpferde der Handwerkskonjunktur 2017 waren wieder die Betriebe des Bauhaupt- und des Ausbaugewerbes, die zusammen rund die Hälfte aller unterfränkischer Handwerksbetriebe abbilden. Ebenfalls sehr zufrieden zeigt sich das Nahrungsmittelhandwerk, wo im Jahresdurchschnitt 94,7 % der Unternehmen die eigene konjunkturelle Lage als gut oder befriedigend einschätzten.


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Die Handwerksbetriebe in den drei einzelnen Regionen Unterfrankens bewerteten ihre Geschäftslage nahezu identisch. 93,5 % der Unternehmen in der Region Main-Rhön (Stadt und Landkreis Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld) gaben an, mit der Geschäftslage 2017 zufrieden zu sein, dicht gefolgt von der Region Würzburg (Stadt und Landkreis Würzburg, Main-Spessart und Kitzingen) mit 93,3 % an zufriedenen Betrieben und der Region Bayerischer Untermain (Stadt und Landkreis Aschaffenburg, Miltenberg) mit 92,8 % an zufriedenen Betrieben.




Insgesamt starten die Handwerksunternehmen in Unterfranken sehr optimistisch in das neue Jahr. 92,5 % rechnen weiterhin mit einer zufriedenstellenden konjunkturellen Lage. Walter Heußlein: „Wir gehen davon aus, dass sich die Handwerkskonjunktur in Unterfranken auch 2018 nicht grundlegend verändern wird. Das Handwerk ist eine starke Wirtschaftsmacht, wir erwarten eine stabile Wirtschaftsleistung auf weiterhin hohem Niveau.“

Insgesamt 2.845 junge Menschen haben 2017 eine Ausbildung im unterfränkischen Handwerk begonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl neuer Lehrverträge stabil geblieben, das Plus beträgt 0,04 %.

„Der leichte Aufwärtstrend der vergangenen Jahre hat sich 2017 abgeschwächt. Unter dem Strich bleibt eine leicht positive Bilanz, was uns sehr freut. Denn jeder, der sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheidet, entscheidet sich für beste Zukunftsperspektiven“, ordnet Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken, die Zahlen ein.

Der Ausbildungsmarkt im unterfränkischen Handwerk bleibt im Wandel und steht verschiedenen Herausforderungen gegenüber. So hätten auch 2017 rund 1.000 weitere Lehrstellen besetzt werden können, wenn sich geeignete Bewerber gefunden hätten. Ein weiterer Wandel vollzieht sich aktuell auch durch die Digitalisierung. Besonders die Ausbildungsberufe in den Bereichen Metall und Elektro, Holz sowie Gesundheit konnten 2017 mehr neue Lehrlinge verzeichnen. Ein Zeichen dafür, dass dort, wo der technische Wandel neue Möglichkeiten eröffnet junge Menschen auch zunehmend ihre berufliche Zukunft sehen. „Erfreulich ist, dass auch die Mehrheit der Handwerksbetriebe sich dem digitalen Wandel gegenüber offen zeigt. Im Hinblick auf Ausbildung birgt er enorme Chancen, künftig auch neue Zielgruppen anzusprechen und als Fachkräfte zu gewinnen“, so Ludwig Paul.

Im Bereich der Schulabschlüsse hat sich 2017 der Wandel der Vorjahre fortgesetzt, so stieg die Zahl der neuen Lehrlinge mit höherem Schulabschluss weiter an: Zum Stichtag 31.12.2017 hatten 36,2 % der neuen Lehrlinge einen Realschulabschluss (Vorjahr: 35,4 %) und 9,5 % die Hochschulreife (Vorjahr: 9,0 %). Hingegen ging der Anteil der neuen Auszubildenden mit Haupt- bzw. Mittelschulabschluss weiter auf 47,4 % (Vorjahr: 49,4 %) zurück.

Die Ausbildungssituation in den einzelnen Regionen Unterfrankens zeigte sich 2017 ebenfalls stabil: Die Regionen Bayerischer Untermain und Würzburg beenden das Ausbildungsjahr mit einem leichten Plus von 0,6 bzw. 1,6 %. Das Handwerk in der Region Main-Rhön verzeichnete im vergangenen Jahr 2,0 % weniger Neuverträge.

Auch 2017 stieg die Zahl der Flüchtlinge unter den Lehrlingen im unterfränkischen Handwerk weiter an. So sind unter den neuen Lehrverträgen 187 von jungen Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien). Über alle Lehrjahre hinweg beläuft sich ihre Zahl auf 228.

Um Lehrlinge für das Handwerk zu gewinnen und Betriebe bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen engagiert sich die Handwerkskammer für Unterfranken mit einer Vielzahl an Nachwuchswerbemaßnahmen. Dazu gehören konkrete Berufsorientierungsangebote für Schüler aller Schularten, Netzwerke und Schulungen mit Lehrern an Mittel-, Realschulen und Gymnasien, verschiedene Kampagnen, Informationsangebote vor Ort und vieles mehr.

187 junge Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) haben im Jahr 2017 mit dem Start einer Ausbildung im unterfränkischen Handwerk den Grundstein für die berufliche Integration gelegt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden fast drei Mal so viele neue Lehrverträge mit Flüchtlingen registriert. Insgesamt absolvierten 2017 228 Lehrlinge aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern eine Ausbildung im unterfränkischen Handwerk.

„Am häufigsten haben sich junge Menschen mit Fluchthintergrund im unterfränkischen Handwerk für den Beruf des Kfz-Mechatronikers entschieden – das deckt sich mit den Gesamtzahlen“, so Frank Weth, stv. Hauptgeschäftsführer und Beauftragter für Sonderthemen der Handwerkskammer für Unterfranken. Generell spiegelt sich bei den weiteren von Flüchtlingen gewählten Berufen ganze Bandbreite des Handwerks wider – von hoch-technisierten bis zu kreativen Berufen.

Damit Flüchtlinge und Handwerksbetriebe in Unterfranken in den passenden Berufen zusammenfinden sind in der Region vier Willkommenslotsen im Einsatz. Sie werden im Rahmen des Förderprogramms „Passgenaue Besetzung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. 2017 haben die Willkommenslotsen 550 Handwerksbetriebe in Unterfranken beraten und insgesamt 430 Praktika, Einstiegsqualifizierungen (EQ), Ausbildungen und Arbeitsverhältnisse angebahnt.

Zur Unterstützung beim Deutschlernen im Berufsalltag hat die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Handwerkskammern zudem eine spezielle Vokabel-App für Flüchtlinge entwickelt. Seit Dezember 2017 ist die App „MeinVokabular“ bei Google Play und im App Store kostenlos zum Download verfügbar. Sie bietet jedem Auszubildendem die Möglichkeit, ein auf den eigenen Beruf abgestimmtes Bildwörterbuch mit Sprach- und Schrifterklärungen mit den wichtigen Begriffen des Arbeitsalltags zu erstellen.

„Mit der beruflichen Qualifizierung geflüchteter Menschen leistet das Handwerk einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration. Die „3+2“-Regelung, die Ausbildung auch für geduldete Asylbewerber ermöglicht, greift an der richtigen Stelle“, so Frank Weth. Dennoch fordert die Handwerkskammer für Unterfranken eine verbesserte Planungssicherheit für Betriebe. Sie steht hinter der Forderung des Hauptausschuss des Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB), der sich unter anderem für eine Stärkung des Schutzes vor Abschiebung im Zeitraum zwischen der Unterzeichnung eines Ausbildungsvertrages und des tatsächlichen Ausbildungsbeginns einsetzt. Zudem sollten Maßnahmen wie Einstiegsqualifizierungen im Vorfeld eines geschlossenen Ausbildungsvertrages für die Dauer der Maßnahme und der Ausbildung vom Abschiebeschutz umfasst werden.

Auf dem Bildern:
Die Betriebe im Bau- und Ausbauhandwerk waren 2017 mit ihrer Geschäftslage besonders zufrieden. Foto: amh-online.de
2.845 junge Menschen haben 2017 eine Ausbildung im unterfränkischen Handwerk begonnen. Die Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker/in zählt dabei zu den beliebtesten Ausbildungsberufen. Foto: amh-online.de

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