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Wie spart man Druckluft? IHK zeichnet Energiescouts aus Bad Neustadt aus


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WÜRZBURG / BAD NEUSTADT – Zum bereits elften Mal hat die IHK Würzburg-Schweinfurt die besten Projekte von mainfränkischen Energiescouts ausgezeichnet. Bei der virtuellen Abschlusspräsentation Anfang Dezember sicherte sich das Azubi-Team der Siemens AG aus Bad Neustadt den ersten Platz. Die vier jungen Männer haben sich erfolgreich mit der Frage beschäftigt, wie man Druckluft einspart.

Hannes Englert, Paul Metz, Marcel Rahm und Jonas Vetter von der Siemens AG aus Bad Neustadt sind der Frage nachgegangen, wie man einen Verlust im Druckluftnetz verhindert. Die vier Azubis haben zwei wesentliche Verbraucher, also Maschinen, sowie einige Lecks identifiziert, die dazu führten, dass vor allem am Wochenende unverhältnismäßig viel Druckluft aus dem System entweichen konnte.


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Um den Druckluftverlust in Zukunft zu vermeiden, haben sie die Verbraucher von pneumatischem auf elektrischen Antrieb umgerüstet, sodass der teure Energieträger Druckluft künftig zumindest an Wochenenden wegfällt, denn dann kann das ganze Druckluftnetz für zwei Tage abgeregelt werden. Das Gewinnerteam hat mit seinem Sieg das Teilnahmeticket für den Energiescouts-Bundeswettbewerb gelöst, der im Juni 2022 in Berlin stattfindet.


Auch die anderen Energiescout-Teams sind spannenden Fragen rund um das Thema Energieeinsparung nachgegangen. Eine Auswahl: Wie lässt sich Photovoltaik zur Parkplatzüberdachung verwenden? Wie vermeidet man Wärmeverluste an Spritzgussmaschinen? Inwiefern sinkt der Ressourcenverbrauch, wenn man auf Einweg-Kaffeebecher verzichtet? Wie lässt sich durch den Einsatz stromerzeugender Geräte ein energieautarker Fitnessbereich für Mitarbeiter einrichten? „Durch die vielen verschiedenen Projekte wurde deutlich, dass die Unternehmen schon gut unterwegs sind auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität“, freut sich die IHK-Projektbetreuerin Jacqueline Escher. Die Workshops und die Projektbearbeitung haben wieder unter Corona-Bedingungen stattgefunden. „Umso erfreulicher ist es, dass alle Teams bis zum Ende des Projekts dabei geblieben sind und die Ausarbeitung der Projektideen auch hohen Ansprüchen genügen“, so Escher weiter.

Energie-Scouts sind Auszubildende, die eine Qualifizierungsmaßnahme zum Thema Energieeffizienz absolviert und Energieeffizienzmaßnahmen in ihren eigenen Ausbildungsbetrieben identifiziert und ausgearbeitet haben. Deutschlandweit haben sich seit Anfang 2014 über 9.000 Auszubildende aus 2.000 Unternehmen zu Energiescouts qualifiziert, bei der IHK Würzburg-Schweinfurt sind es bislang knapp 300 Auszubildende aus über 60 verschiedenen Unternehmen.

Nach Projektende ist vor der Qualifizierung

Und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Ab Ende Juni 2022 plant die IHK eine neue Qualifizierungsrunde. Die Teilnehmer werden für die Themen Energie und Energieeffizienz sensibilisiert. Die Auszubildenden tragen dann als Energiescouts in ihren Ausbildungsbetrieben dazu bei, Energieeinsparpotenziale zu erkennen, zu dokumentieren und Verbesserungen anzuregen. Wie man sein erstes eigenes Projekt managt, lernen die Azubis in drei Workshops, in denen die Grundlagen der Energieeffizienz sowie Mess- und Präsentationstechniken vermittelt werden. In einer Abschlussveranstaltung stellen die jungen Energiesparer ihre Projekte vor, von denen die besten dann von einer Fachjury gekürt werden.

Auf dem Bild: Corona-bedingt fand die Abschlusspräsentation Anfang Dezember rein virtuell statt. Foto: Screenshot/IHK


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