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Bald mehr Impfstoff als Impfwillige? Die Situation in Stadt und Landkreis Schweinfurt


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STADT UND LANDKREIS SCHWEINFURT – Das Blatt wendet sich. War noch vor Kurzem zu wenig Impfstoff vorhanden, sind es in Kürze wohl die Impfwilligen, die fehlen. In Stadt und Landkreis Schweinfurt sind die Priorisierungsgruppen 1 und 2 geimpft bzw. haben alle an einer Impfung interessierten Personen dieser Gruppen ein Impfangebot erhalten können. Damit leeren sich die Wartelisten.

In den Impfzentren in Gerolzhofen und Werneck stehen aktuell noch jeweils rund 1.100 Bürger/innen auf der Warteliste, die noch keine Einladung zur Vereinbarung eines Impftermins erhalten haben, im gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landratsamt Schweinfurt auf dem Volksfestplatz sind es noch rund 10.000, davon nur noch rund 410 Personen über 60 Jahre.


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Insgesamt sind in Stadt und Landkreis Schweinfurt danach ca. 13.000 Personen für eine Impfung registriert und warten auf einen Termin. Was viel klingt, wird durch die momentane Impfstoffversorgung relativiert. Zum jetzigen Zeitpunkt können pro Woche ca. 5.000 Impfdosen geliefert werden, in dieser Woche (KW26) – bedingt durch die Zuteilung eines Sonderkontingents für die Stadt Schweinfurt sowie weitere Ausgleichslieferungen im Rahmen der Regelzuteilung – sogar rund 7000 Impfdosen. Je nachdem wie viele Registrierungen auf Grund von bereits erhalten Impfungen oder Doppeltregistrierungen noch nicht gelöscht wurden, sind die Wartelisten in etwa drei Wochen leer. Stadt und Landratsamt bitten daher alle bereits Geimpften, die Registrierung im Bayerischen Impfportal auch zuverlässig zu löschen. So bleibt der Überblick über den örtlichen Bedarf an Impfstoff und die potentiell erreichbare Impfquote erhalten.


In kurzer Zeit könnten also statt Impfdosen Impfwillige fehlen, was den jetzt möglichen Fortschritt auf dem Ziel einer größtmöglichen Durchimpfung der Bevölkerung zerschlagen könnte.

„Wir appellieren dringend an alle Bürgerinnen und Bürger, sich für die Corona-Schutzimpfung registrieren zu lassen. Jetzt stehen wir vor einem guten Sommer, endlich sind auch in der Region Schweinfurt, sowohl in der Stadt als auch im Landkreis, die Inzidenzwerte niedrig. Doch im Hinblick auf den Herbst und die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehens durch die Delta-Variante des Coronavirus dürfen wir nicht nachlässig werden. Es liegt jetzt an der Entscheidung jedes Einzelnen, wie stark uns eine mögliche vierte Welle im Herbst treffen kann. Schützen Sie sich und andere, indem Sie sich impfen lassen“, so Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Landrat Florian Töpper im Einklang.

Eine Registrierung ist weiterhin möglich per Online-Anmeldung unter impfzentren.bayern.de oder telefonisch unter 0800 8772834. Alternativ ist auch eine Impfung über den Hausarzt möglich. Nach dem bayerischen Impfgipfel am 29. Juni 2021 ist die Registrierung nun mehr denn je für alle Altersgruppen empfohlen und wichtig. Wie Ministerpräsident Markus Söder bekannt gegeben hat, wird in Bayern die Priorisierung in den Impfzentren aufgehoben, so dass allen Impfwilligen, die sich registriert haben, nun auch ein Impfangebot gemacht werden kann.

„Leider hat auch unsere Sonderimpfaktion innerhalb der Stadt Schweinfurt am Wochenende gezeigt, dass das Interesse sinkt. Ich möchte daher alle bereits geimpften Bürgerinnen und Bürger aufrufen, für die Impfung zu werben. Alle über 60-Jährigen bitte ich, sich erneut über den Impfstoff Astra Zeneca zu informieren. Gerade für Sie ist dieser Impfstoff vorgesehen, ist doch das Risiko, schwer an einer Corona-Infektion zu erkranken um ein Vielfaches höher als das Risiko einer Nebenwirkung durch die Impfung“, erweitert Oberbürgermeister Sebastian Remelé den Appell.

Auch Bayerns Gesundheitsministerium reagiert auf die aktuelle Situation. Wie Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek in einer Presseinformation angekündigt hat, sollen noch unentschlossene Bürgerinnen und Bürger stärker für eine Corona-Impfung motiviert werden. Dazu hat das Gesundheitsministerium in dieser Woche unter dem Motto „Impfen gehen! Für dich. Für mich. Für alle.“ eine breit angelegte Kampagne gestartet.


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