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Coronahilfen für Unternehmen ausbauen: Verlängerter Lockdown light bringt betroffene Firmen in Existenznöte


Kauzen Bier

MAINFRANKEN – Nach der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder zur Corona-Krise und der Sitzung des bayerischen Ministerrates hat die Politik die Verlängerung und Vertiefung des Lockdown light und weitere Kontakteinschränkungen bis zunächst 20.12.2020 verkündet.

Wie die meisten Bürger haben auch die mainfränkischen Unternehmer Verständnis dafür, dass vermeidbare Kontakte bei der weiterhin hohen Pandemiedynamik reduziert werden müssen, kommentiert die IHK Würzburg-Schweinfurt die Entscheidung. „Jedoch halten wir ein scharfes Durchgreifen in einzelnen Wirtschaftsbranchen nach wie vor für den falschen Weg“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Ralf Jahn. „Maßnahmen müssen verhältnismäßig, aber auch ursachengerecht sein.“


AOK - Keine Kompromisse

„Es ist wichtig, dass der Einzelhandel unter Auflagen weiterhin geöffnet haben darf. Gerade vom umsatzstarken Weihnachtsgeschäft müssen die Einzelhändler profitieren können, um mit den Umsätzen trotz der schwierigen Lage ihre Existenz absichern zu können“, erklärt Jahn. Die Entscheidung, die Zahl der Kunden pro Quadratmeter nur in größeren Geschäften zu verschärfen, sei ganz im Sinne der kleineren Läden.


Der mainfränkische IHK-Chef begrüßt auch, dass es keine flächendeckende, substanzielle Schließung der Schulen gibt. Denn bereits jetzt stellen in der Hälfte aller Unternehmen sich aus der Betreuung ergebende Einschränkungen für die Belegschaft als ein Problem dar. Er begrüßt auch die Fortsetzung der Zuschussprogramme für die Wirtschaft, die Hand in Hand mit Corona-Einschränkungen ausgeweitet werden, wie etwa die Dezemberhilfe und die Überbrückungshilfe III bis Juni 2021. „Sinnvoll und dringend angeraten wäre aber auch die Möglichkeit des steuerlichen Verlustrücktrags auf drei Jahre, damit Corona-Verluste mit Unternehmensgewinnen der Vorjahre verrechnet werden können“, so Jahn. Zudem fordert die IHK die Politik auf, den von den Sanktionen betroffenen Unternehmen schneller und unbürokratisch zu helfen.

„Den Verschärfungen muss jetzt so schnell wie möglich die Auszahlung der angekündigten Nothilfen für die betroffenen Betriebe folgen“, fordert Jahn. Der IHK-Chef betont, dass die angeordneten Schließungen in einigen Branchen zum kompletten Umsatzverlust führen werden und sich die teilweise ohnehin schon existenzbedrohende Lage weiter verschärfen wird. „Ich hoffe sehr, dass die Auszahlung der Novemberhilfe, die ohnehin gerade erst seit dieser Woche beantragt werden kann, auch sofort umgesetzt wird. A und O ist jetzt die Sicherung der Liquidität in den Betrieben, um eine drohende Insolvenzwelle eigentlich gesunder Unternehmen zu vermeiden.“

Erst letzte Woche berichtete in einer Blitzumfrage der IHK-Organisation jedes zweite Unternehmen von einer weiterhin geringen Nachfrage und damit verbundenen Umsatzausfällen. Mit der Verlängerung des Teil-Lockdown rechnen zwei Drittel aller Unternehmen mit teils empfindlichen Umsatzeinbußen bis Jahresende. Dies betreffe besonders die Branchen mit Betriebsuntersagungen wie Gastronomie und Hotellerie, aber auch den Einzelhandel mit seinem Weihnachtsgeschäft, so Jahn. „Wenig Nachfrage, stornierte Aufträge und ausfallende Mitarbeiter – das sind die derzeit häufigsten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Unternehmen“, so der IHK-Chef.

Für über 80 Prozent des Gastgewerbes sowie der Reisewirtschaft stehen die Geschäfte still, auch für mehr als die Hälfte der Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft. In der Industrie, im Einzelhandel und in der Verkehrsbranche sind es über 60 Prozent. Ein Viertel der Unternehmen aus Industrie, Handel und Bau haben bei ihren Zulieferprodukten mit logistischen Engpässen zu kämpfen.

Details zu den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen hat die IHK auf ihrem Corona-Portal unter www.wuerzburg.ihk.de/coronavirus veröffentlicht.



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