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Spende für „Ein Dollar Brille“ der Stammheimer Firmlinge Anna und Lea


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STAMMHEIM – Die beiden Stammheimer Firmlinge der Pfarreiengemeinschaft Marienhain, Anna Beuerlein und Lea Weissenseel, konnten vergangene Woche in der Kirche St. Bartholomäus eine Spende in Höhe von 625,52 € an die Organisatoren der Vereinigung EinDollarBrille e.V. übergeben.

Im Rahmen der Firmvorbereitung engagierten sie sich für das Projekt und stellten dieses in den Gottesdiensten der einzelnen Gemeindeteile vor. Neben aufgestellten Spendenboxen und Informationsplakaten rührten sie fleißig die Werbetrommel. Christian Bräutigam vom Organisationsteam EinDollarBrille e.V. aus Erlangen zeigte sich so begeistert, dass er gerne selbst persönlich vorbeikam, um den Scheck entgegenzunehmen und die beiden kennenzulernen.


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Pfarrer Andreas Engert lobte das Konzept der EinDollarBrille insbesondere wegen der Nachhaltigkeit. Die Organisation ist weltweit in acht Ländern tätig und bietet dort den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe. Mit einfach Mitteln können Brillen vor Ort gebogen und angepasst werden.


Die Beteiligten hoffen, dass die Aktion von Anna und Lea weiter Schule macht und sich auch andere Firmlinge oder Vereine künftig dafür einsetzen. Neben Geld wurden auch alte Brillengestelle gespendet, die ebenfalls einem guten Zweck zugeführt werden. Wer sich näher für das Projekt interessiert oder selbst gerne eine Spendenbox aufstellen möchte findet zahlreiche Informationen unter www.eindollarbrille.de

Auf dem Bild von links: Pfarrer Andreas Engert (Pfarreiengemeinschaft Marienhain), Anna Beuerlein und Lea Weissenseel (Firmlinge aus Stammheim), Christian Bräutigam (EinDollarBrille e.V.)
Bild: Pfarrgemeinde Marienhain

Was macht der EinDollarBrille e.V.?
Rund 700 Millionen Menschen auf der Welt leiden laut einer von der WHO beauftragten Studie (2012) unter einer Fehlsichtigkeit, die mit einer einfachen Sehhilfe behoben werden könnte (davon 158 Millionen Kurzsichtige). Diesen Menschen, die in der Regel von einem US‐Dollar am Tag oder weniger leben, fehlt das Geld, um sich eine herkömmliche Brille zu kaufen oder es gibt in ihrer Umgebung keinen Optiker. Der geschätzte Einkommensverlust, der dadurch entsteht, dass diese Menschen nicht oder nicht mehr arbeiten können und dass junge Menschen nichts lernen können, liegt bei über 200 Mrd. US‐Dollar pro Jahr. Zur Versorgung dieser über 700 Millionen Menschen fehlen überdies rund 65.000 augenärztliche Fachkräfte weltweit – eine Zahl, die mit dem Anwachsen der Weltbevölkerung noch weiter steigen wird. Der EinDollarBrille e.V. hat zur Lösung dieses Problems ein Social Business‐Modell entwickelt, das auf dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ basiert und dabei gleichzeitig in den Feldern Gesundheit, Bildung und soziale / wirtschaftliche Entwicklung ansetzt. Das Ziel des Vereins ist eine weltweite und dabei jeweils standortnahe Versorgung bedürftiger Menschen mit qualitativ hochwertigen und dabei günstigen, robusten und individuell angepassten Brillen.

Der EinDollarBrille e.V. wurde 2012 von Martin Aufmuth, dem Erfinder der EinDollarBrille gegründet. Der Verein ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Die Herstellung
Die EinDollarBrille besteht aus einem extrem leichten, flexiblen und stabilen Federstahlrahmen. Farbige Perlen und Schrumpfschläuche verleihen ihr ein einzigartiges, individuelles Design. Die EinDollarBrille wird auf einer einfachen Biegemaschine vor Ort hergestellt, die keinen Strom benötigt und daher auch in armen ländlichen Regionen von Entwicklungsländern problemlos eingesetzt werden kann. Die Materialkosten für eine Brille liegen bei rund 1 US‐Dollar (inklusive Draht, Gläser, Schrumpfschlauch und Perlen). Der Verkaufspreis liegt bei 2 bis 3 lokalen Tageslöhnen eines einfachen Arbeiters. So kann sich jeder die Brille leisten.

Es können Brillen in verschiedenen Größen und für unterschiedliche Pupillendistanzen hergestellt werden. Die bereits fertig geschliffenen Brillengläser bestehen aus Polykarbonat mit gehärteter Oberfläche. Sie sind bruch‐ und kratzfest. Das Sortiment besteht aus fertig geschliffenen Gläsern in Stärken von ‐8 bis +10 Dioptrien (in Schritten von 0,5 Dioptrien). Die vorgefertigten Brillengläser können mit einem einfachen Handgriff in den Brillenrahmen eingeklickt werden. Teure Fräsmaschinen und Strom zum Schleifen der Gläser sind bei diesem System überflüssig. ODG Profil (lang)

Das Vertriebskonzept
In den Ländern, in denen EinDollarBrille e.V. aktiv ist, haben viele Menschen meist nicht das Geld, um in die Stadt oder zur nächsten Klinik zu reisen und dort eine Brille zu kaufen. Im Rahmen so genannter Outreaches – lokaler Kampagnen im Umfeld der Menschen – werden deshalb die Patienten vor Ort in ihrem Alltagsumfeld getestet und erhalten gleich im Anschluss eine individuell angepasste Brille. Die Teams des EinDollarBrille e.V. bringen Brillenrahmen in unterschiedlichen Größen und eine Box mit den fertig geschliffen Linsen zu den Outreaches mit, so dass die Anpassung der Brillen nicht lange dauert und viele Menschen versorgt werden können. Es ist somit kein zweiter Besuch beim Optiker erforderlich, der aufgrund der Kosten ohnehin oft nicht möglich wäre. Daneben baut der EinDollarBrille e.V. in den Projektländern weitere Vertriebskanäle wie beispielsweise eigene Shops oder Verkaufsräume in Kliniken und anderen Institutionen auf, die an die jeweiligen regionalen Bedingungen angepasst sind.

Die Ausbildung
Im Rahmen regelmäßiger Trainings werden Frauen und Männer vor Ort in Herstellung und Vertrieb der EinDollarBrillen ausgebildet. Nach erfolgreichem Abschluss der Trainings können die EinDollarBrille‐ Techniker selbst perfekte, hochwertige Brillenrahmen herstellen und ggfs. Fehler erkennen. Extra geschulte Qualitätsprüfer sorgen für eine kontinuierliche Qualität der lokal hergestellten Brillenrahmen. Zudem hat der EinDollarBrille e.V. in enger Zusammenarbeit mit Augenärzten und Optikern ein eigenes, einjähriges Ausbildungskonzept entwickelt. Die Ausbildung in Best‐Spherical‐Correction (BSC) befähigt dazu, beim Sehtest zuverlässig das bestmögliche sphärische Brillenglas zu finden und die Brille fachkundig anzupassen.

Das Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell von EinDollarBrille ist nachhaltig: Die Brille ist auch für besonders arme Menschen bezahlbar und die EinDollarBrille‐Optiker verdienen genug, um sich und ihre Familien zu ernähren. Der Aufbau von Herstell‐ und Vertriebsstrukturen in den Projektländern, darunter die Biegemaschinen, Trainings, die Durchführung von Outreaches und die Einrichtung von Shops, werden durch Spenden finanziert. Die laufenden Kosten in den Projektländern, darunter die Gehälter der lokalen Mitarbeiter, sollen sich zu einem Großteil aus dem Verkauf der Brillen finanzieren. Das Ziel ist eine weltweite Versorgung mit hochwertigen und dabei günstigen, robusten und individuell angepassten Brillen ‐ und eine augenoptische Grundversorgung bedürftiger Menschen in ihrem Umfeld, die den gesamten Prozess vom Sehtest über die Brillenproduktion vor Ort bis hin zu einem nachhaltigen Wartungs‐ und Ersatzglas‐ Service vor Ort umfasst.



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