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Auf dem Bild: Zwei PETA-Aktivistinnen demonstrieren im Salatkleid auf der UN-Klimakonferenz in Scharm El- Scheich für eine vegane Lebensweise. / © PETA UK

„Vegan werden – sonst haben wir den Salat!“: PETA demonstriert auf der UN-Klimakonferenz für die einzige klimarettende Ernährungsform


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SCHARM EL-SCHEICH / DEUTSCHLAND – Klimaschutz geht nur vegan: Auf dem Speiseplan für die Gäste der UN-Klimakonferenz (COP27) stehen auch im Jahr 2022 immer noch Fleisch, Milchprodukte und andere tierische, klimaschädliche Nahrungsmittel. Gleichzeitig wurde über den enormen Anteil, den die industrielle Tierwirtschaft an der Klimakatastrophe hat, nicht breit debattiert.

Dies, obwohl 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit durch sie verursacht werden. Um auf diese Lücke in den Gesprächen aufmerksam zu machen, hat PETA Asien gestern vor Ort mit zwei „Salat-Ladys“ in Gemüsekleidern demonstriert. Auf den Schildern der Demonstranten prangten Slogans in verschiedenen Sprachen, darunter „Vegan werden – sonst haben wir den Salat!“ und „Lettuce save the Planet! Go vegan!“. Damit machten die Tierrechtsaktivisten darauf aufmerksam, dass die globale Ernährungsweise maßgeblich darüber entscheiden wird, ob die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens eingehalten werden können oder nicht.


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„Würde ein Onkologe bei der Verabreichung einer Chemotherapie einen Zug von einer Zigarette nehmen? Denn genau so sehen führende Politiker und Politikerinnen aus, wenn sie zwischen zwei Bissen Fleisch über die Rettung des Planeten sprechen“, sagt Jason Baker, Senior Vice President von PETA USA. „Heuchelei ist auf der COP27 in vollem Umfang zu sehen, deshalb war PETA vor Ort, um von den Vereinten Nationen einen Neustart hin zu einer veganen Lebensweise zu fordern.“


Hintergrundinformationen

Die landwirtschaftliche Tierhaltung gehört zu den Hauptverursachern der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Insgesamt sind bis zu 20 Prozent der weltweiten Treibhausgase der Tierwirtschaft zuzuschreiben – mehr als dem gesamten Verkehrssektor. [1] Ebenso stehen die Entwaldung im Amazonasgebiet, Gewässerverschmutzung sowie Feinstaubbelastung in engem Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Tierische Produkte haben eine höhere CO2-Bilanz als pflanzliche Lebensmittel. Ergebnisse aus dem Weltagrarbericht 2018 zeigen, dass die Produktion von 100 Gramm Eiweiß von Rindfleisch aus Weidehaltung 36-mal mehr CO2-Äquivalente verursacht als die Produktion von 100 Gramm Eiweiß aus Erbsen. [2] Eine Oxford-Studie von 2018 kam zu der Schlussfolgerung, dass der Wandel hin zu einer veganen Ernährung die beste Möglichkeit ist, um die Auswirkungen auf das Klima am effektivsten zu bekämpfen. [3]

Auf dem Bild: Zwei PETA-Aktivistinnen demonstrieren im Salatkleid auf der UN-Klimakonferenz in Scharm El- Scheich für eine vegane Lebensweise. / © PETA UK

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

[1] Xu et al. (2021): Global greenhouse gas emissions from animal-based foods are twice those of plant-based foods. Nature Food, https://www.nature.com/articles/s43016-021-00358-x (eingesehen am 16.11.2022)

[2] Weltagrarbericht: Studie: Pflanzliche Produkte belasten die Umwelt am geringsten. www.weltagrarbericht.de/aktuelles/nachrichten/news/de/33244.html (eingesehen am 16.11.2022)

[3] Poore, J. & Nemecek, T. (2018): Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. Science, https://www.science.org/doi/10.1126/science.aaq0216 (eingesehen am 16.11.2022)

Auf dem Bild: Zwei PETA-Aktivistinnen demonstrieren im Salatkleid auf der UN-Klimakonferenz in Scharm El- Scheich für eine vegane Lebensweise. / © PETA UK


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