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Stichtag im Amateurfußball


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Die Fußballer aus den Amateurligen scharren schon mit den Stollen: Wann können sie endlich wieder in den Trainingsbetrieb starten und dann auch endlich wieder mit der Spielsaison loslegen? Kann die Saison in Bayern noch vollständig zu Ende gespielt werden? Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) stellt nun immerhin ein Datum für die Wiederaufnahme des Trainings in Aussicht, damit sie ordnungsgemäß beendet werden kann. Bei einer vorzeitigen Beendigung der Saison für alle Ligen würde eine sogenannte Quotienten-Regelung greifen – zumindest für fast alle.

Den Profis fehlen die Fans in den Arenen. Die Amateurkicker sind dagegen zum bloßen Zuschauen verflucht. Seit nunmehr dreieinhalb Monaten finden keine Spiele oder Trainingseinheiten mehr statt. Doch endlich kommt Bewegung in die Sache: Endgültig feststehende Termine gibt es noch nicht, aber immerhin schonmal grobe Anhaltspunkte. Es wurde auch Zeit. Auch aktive Spieler genießen gerne mal alternative Formen der Teilhabe am Fußball, am Fernseher, mit Konsolen- sowie Computergames oder sammeln Erfahrungen mit sportingbet und nutzen ihr Fachwissen bei der Beurteilung der Quoten. Aber die Rückkehr auf den Platz ist überfällig.


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Der BFV rechnet damit, dass zumindest die Trainingseinheiten ab dem 24. März wieder abgehalten werden sollten. So können die Vereine der unterklassigen Ligen sicherstellen, dass sie ihre Spiele der vergangenen Saison beenden können. Denn laut Rechnung des BfV könnte mit diesem Zeitfenster der Spielbetrieb rund um den 17. April wieder aufgenommen werden. Das würde zeitlichen hinhauen, obgleich mit einigen englischen Wochen für die meisten Mannschaften. Ob der Beginn des Betriebs am 24. März eingehalten werden kann, wird sich im Anschluss an das kommende Bund-Länder-Treffen Anfang März zeigen.

Sonderfall Regionalliga Bayern
Einen besonderen Fall stellt die Regionalliga Bayern dar. Alleine deshalb, weil die vierte Liga einen Aufstiegskandidaten für die Profiliga stellen wird. Beziehungsweise in diesem Jahr wird dieser Anwärter im Relegations-Duell gegen einen Vertreter aus der Regionalliga Nord antreten, um sich zu qualifizieren. Allein dafür sollen zwei Spiele stattfinden, die beiden Beteiligten sollten also möglichst bald feststehen. Qualifizieren können sich dafür alle Mannschaften, die einen Lizenz-Antrag für den Aufstieg in die dritte Liga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) einreichen. Dafür bleibt den bayerischen Bewerbern noch Zeit bis zum 1. März. In der aktuellen Spielzeit sind der FC Schweinfurt, Viktoria Aschaffenburg sowie der SpVgg Bayreuth noch im Rennen um den Aufstieg und werden entsprechende Unterlagen einreichen. Das nordbayerische Trio ist sich sicher, die vom DFB vorgeschriebenen Drittliga-Anforderungen erfüllen zu können und will sich diesen Herausforderungen stellen.

Diese umfassen unter anderem das souveräne Spiel vor beeindruckender Kulisse: Ein Stadion mit 10.000 Plätzen, davon 2.000 Sitzplätze und ein Drittel der ganzen Arena muss überdacht sein. Der Trainer muss die Fußball-Lehrer-Ausbildung absolviert haben. Der Sportplatz muss mit einer Flutlichtanlage mit mindestens 800 Lux E-Cam sowie einem Naturrasenspielfeld mit Rasenheizung ausgestattet sein. Der Verein muss einen Geschäftsführer, Teamarzt, Physiotherapeuten sowie Pressesprecher in Vollzeit unter Vertrag haben.

Der BFV ist bezüglich seines Plans immer noch zuversichtlich, dass die Saison noch vollständig zu Ende gespielt werden kann – einschließlich des im letzten Jahr ins Leben gerufenen Ligapokals. Anschließend können die Topteams aus der Regionalliga mit einer Playoff-Runde den Gegner für den Vertreter aus den nördlichen Bundesländern ermitteln. Die Bildung für diese Playoffs hängt von der Anzahl der Antragsteller auf eine Lizenz für die 3. Liga ab. Was passiert aber, wenn die Saison nicht planmäßig ab dem 24. März wieder aufgenommen werden kann?

Als Erstes würde der BFV den erst eingeführten Ligapokal wieder abschaffen. Können anschließend die Mannschaften noch immer nicht alle Termine unterbringen, um die ausstehenden Spiele nachzuholen, wird sie unvollständig beendet. Dann kommt für alle Amateurligen die sogenannte Quotienten-Regelung zum Tragen. Demnach wird nicht zwingend die Mannschaft aufsteigen, die in der Tabelle auf Platz eins steht. Der Aufsteiger wird mit dem Quotienten des Punkteschnitts pro Partie berechnet, also die Punkte geteilt durch die absolvierten Spiele. Absteigen wird wiederum die Mannschaft mit dem kleinsten Quotienten.

Der FC Schweinfurt will sich der Lösung nicht unterordnen

„Formal greift im schlechtesten Fall die im August getroffene Regelung, wonach der Punktequotient über Auf- und Abstieg entscheidet. Wir werden aber alles dafür tun, sportliche Entscheidungen herbeizuführen. Und das gilt auch für eine Playoff-Runde für Regionalligisten, die einen Lizenzantrag gestellt haben.“
BFV-Sprecher Fabian Frühwirth

Sollte gar nicht mehr gespielt werden dürfen, stellen sich die Spitzenreiter der Regionalliga die Frage, ob die Playoffs veranstaltet werden oder nicht. Grundsätzlich ist es denkbar, dass die Qualifizierten dafür eine Ausnahmegenehmigung vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration bekommen würden, sozusagen eine temporäre Light-Version eines Profi Status‘, der häufige Corona-Tests – aber eben auch Privilegien – mit sich bringt. Diese Sondererlaubnis lag dem BFV schon mal im letzten Jahr für Viktoria Aschaffenburg vor, um im Toto-Pokal gegen die Würzburger Kickers anzutreten.

Die Verbände rechnen damit, dass sich die beteiligten Vereine für die Playoff-Runde einsetzen werden. Die Entscheidung über den Einsatz der Quotienten-Regel würde nur einen einzigen Verein bevorzugen: Viktoria Aschaffenburg mit einem gegenwärtigen Quotienten von 2,0. Besonders der FC Schweinfurt würde auf die Barrikaden gehen: Mit zwei Spielen weniger als die Viktoria mussten die klaren Favoriten einige Spiele aus gesundheitlichen Gründen abblasen. Bevor sich die Schweinfurter dem Quotienten von 1,91 und damit ihrem Verlierer-Schicksal ergeben, bevorzugen sie eine Fortsetzung der Meisterschaft – egal mit wie vielen Begegnungen. Unterdessen also der aktive Bereich des Amateurfußballs noch ruhen muss, kämpft das fränkische Trio im Hintergrund weiterhin hart für ihren Aufstieg in die Profi-Liga.



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