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Wirtschaftliche Entwicklung im Raum Schweinfurt


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Die weltweite Wirtschaft musste in den letzten Monaten einige Seitenhiebe einstecken: Der BREXIT der Briten, die Wahl Donald Trumps in den USA zum Präsidenten, der Dieselskandal und politische Entwicklungen bei wichtigsten Handelspartnern wie Frankreich hatten Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Nichtsdestotrotz boomt der deutsche Wirtschaftsmarkt unverändert – die Löhne steigen nachweislich, der Großteil der Industrie verzeichnet weiterhin Gewinne und die Arbeitslosenzahlen sinken. Es scheint ein erfolgreiches Jahr für Unternehmen zu werden. Erfahren Sie hier, was das für die Region Mainfranken und speziell für Schweinfurt bedeutet.

Wirtschaftliche Entwicklung in der Region Mainfranken
In regelmäßigen Abständen führt die Industrie- und Handelskammer (IKH) eine Befragung mit den jeweils örtlichen Unternehmen durch, um deren Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung sowie deren Prognosen zu erfahren. Im Konjunkturanalysebericht der IHK Würzburg-Schweinfurt im Frühjahr dieses Jahres kristallisiert sich heraus, dass nach Angaben der ansässigen Firmen auf die mainfränkische Wirtschaft sonnige Zeiten zukommen. Tatsächlich konnten dieser die außenpolitischen Entwicklungen nichts anhaben und die mainfränkischen Produkte sind im Ausland beliebt wie eh und je. Laut der IHK berichten rund 96,2 Prozent aller befragten Unternehmen von guten oder befriedigenden Geschäften. Die Prognosen für das restliche Jahr fallen ebenfalls positiv aus: Rund 26,4 Prozent der Teilnehmer sind sich sicher, dass sie Verbesserungen ihrer Geschäfte erwarten können.


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Die konjunkturelle Entwicklung im Detail:
1. Industrie: Die Nachfrage sowohl aus dem Aus- als auch aus dem Inland bleibt hoch. Die heimische Wirtschaft ist stark und die Geschäfte mit den ausländischen Märkten stabil. Obwohl man davon ausgeht, dass die Kapazitätsauslastungen weiterhin steigen, bleibt dennoch das Problem des Fachkräftemangels, der überall in Deutschland zu spüren ist.
2. Baugewerbe: Wohnraum ist knapp, die Zinsen sind niedrig und das Eigenheim ist und bleibt eine lukrative Investition für die Altersvorsorge – mit steigenden Auftragsvolumina ist daher in Mainfranken zu rechnen. Rund 72,7 Prozent der Unternehmen im Baugewerbe sind sich sicher, dass der Boom auch in diesem Jahr anhalten wird.
3. Handel: Dank steigender Löhne, der robusten Binnennachfrage und dem ausgeprägten Kaufverhalten der Bevölkerung, sind sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel weiterhin gute Geschäfte zu erwarten.
4. Dienstleistungsgewerbe: Ebenso wie im Handel wirkt sich das Kaufverhalten und die konjunkturelle Lage positiv auf die Gewinne des Dienstleistungssektors aus.


Einsehbar ist die IHK-Konjunkturanalyse Frühjahr 2017 auf der Homepage der IHK Würzburg-Schweinfurt. Prinzipiell lässt sich sagen, dass es der mainfränkischen Wirtschaft sehr gut geht. Kaum ein Unternehmen rechnet 2017 mit Verlusten. Dennoch gibt es Konjunkturrisiken, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen:

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (51,4 Prozent) setzt besonders der Fachkräftemangel (49,3 Prozent) den Firmen in Mainfranken immer mehr zu. Sie finden kein qualifiziertes Personal für ihre Produktionsstätten. Sollte sich dieser Umstand in den nächsten Jahren nicht ändern, steht man nicht nur in Mainfranken vor dem Problem, Aufträge mangels Arbeitskräften ablehnen zu müssen.

Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung wird die Digitalisierung sein, die seit geraumer Zeit massiv ausgebaut werden soll und muss. Moderne Informations- sowie Kommunikationstechniken werden Unternehmen dabei helfen, nicht nur effizienter und optimierter arbeiten zu können, sondern eventuell dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Ein Beispiel dafür wären Softwareprogramme (z.B. Warenwirtschaftssysteme wie Lexware Warenwirtschaft Pro für den Handel oder eine Buchhaltungslösung für eine automatisierte Buchhaltung für Unternehmen), mit denen Firmen verschiedene Prozesse komprimieren können.

Schweinfurt – das industrielle Zentrum der Region
Die Wirtschaft Schweinfurts baut in erster Linie auf Industrie und Produktion – rund 60 Prozent der Bruttowertschöpfung kommen aus dem industriellen Sektor. Außerdem ist es ein bedeutender Verwaltungsstandort in Mainfranken, befinden sich hier schließlich Teile des Statistischen Landesamtes, das Hauptzollamt sowie eine Zweigstelle des Bayerischen Landessozialgerichts. Weiterhin ist Schweinfurt nicht nur der Beschäftigungsmagnet der Region, sondern ebenfalls ein bedeutender Hochschulstandort, der sich in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik seinen Nachwuchs gern selbst heranzieht.

Wichtige Unternehmen Schweinfurts:
Wälzlager- & Autoteilezubehörproduktion
Medizintechnik
Meß- & Regeltechnik
Energietechnik
Lineare Bewegungstechnik
Kunststoffbe- & Verarbeitung

Viele namhafte Firmen sind in Schweinfurt tätig: Die Schaeffler Gruppe (FAG), Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Bosch Rexroth AG oder ZF Sachs AG – um nur einige zu nennen.

Arbeitslosenzahl über dem Durchschnitt
Allgemein betrachtet, ist die Arbeitslosenquote in Mainfranken deutlich gesunken, dennoch liegt die Stadt Schweinfurt mit 6,9 Prozent über dem Durchschnitt. Dies bedeutet einen Anstieg von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Es muss jedoch bedacht werden, dass diese Zahlen aus dem Januar stammen und im Winter die Zahl der Arbeitssuchenden bekanntlich höher ist. In Bezug auf den enormen Fachkräftemangel stellt sich natürlich dennoch die Frage, wieso die Arbeitslosenquote so hoch ist, wenn gerade die Industrie Schweinfurts händeringend nach Arbeitskräften sucht. Das liegt unter anderem daran, dass das Lohnniveau in Schweinfurt deutlich niedriger ist als im Rest Frankens und daher viele Angestellte zwar in Schweinfurt wohnen, jedoch in andere Städte zum Arbeiten pendeln.


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