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Das Comeback nach zehn Jahren Pause: Warum Daniel Größmann nun in der B-Klasse knippst und knippst…


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EBERTSHAUSEN – Nach Rang sechs in der Vorsaison dürfte der SC Ebertshausen, geführt als SG mit dem SC Hesselbach 3, diese Runde vielleicht etwas weiter vorne landen in der Schweinfurter Fußball-B-Klasse 4. Aktuell ist das Team Zweiter hinter Kirchlauter, hat aber eine Partie weniger absolviert. Und steht nun auswärts am Sonntag in Steinsfeld vor einem Spitzenspiel beim Vierten.

Beim 4:3 gegen den Dritten SG Birnfeld/ Oberlauringen war FuSWball.de dabei und freute sich, dass selbst in der untersten Liga attraktiver Fußball gespielt wird. Mit Leidenschaft, großen Emotionen – und mit Torjägern, die eigene Geschichten wert sind. Einer davon war lange Jahre komplett von der Karte der Wahrnehmung verschwunden, nachdem er vor einem Jahrzehnt sogar mal in Anfangszeiten in der Landesliga zum Einsatz kam. Nach seinem Comeback auf dem windigen Land knipste er bereits 20 Mal in sieben Partien.


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Die Rede ist von Daniel Größmann. Mit einem Goalgetter wie ihm dürfte Ebertshausen den Aufstieg schaffen. FuSWball.de unterhielt sich mit ihm über eine seltsame Karriere…


Daniel, Dein Name tauchte 2012/13 und somit vor zehn Jahren erstmals auf, als Du aus der Jugend des TSV Bargrheinfeld in die erste Mannschaft kamst, die gerade in die Landesliga aufstieg. Du wurdest jeweils eingewechselt gegen Abtswind und Karlburg an den ersten drei Spieltagen bei klaren Niederlagen. Bevor wir nun weiterfragen: Wie war das damals? Frustrierend, weil Niederlagen? Oder aufwühlend, weil halt doch relativ großer Fußball in jungen Jahren?
Daniel Größmann: Natürlich war die Anspannung vor den Spielen etwas höher und die Ergebnisse nicht wie gewünscht. Dennoch war es für mich persönlich schön zu sehen, dass ich auch auf dem Niveau mithalten und ein paar Akzente setzen konnte.

Daniel Größmann vor dem Birnfelder Keeper

Du bist Bergrheinfelder? Und beim TSV aufgewachsen?
Daniel Größmann: Ich bin gebürtiger Schweinfurter und die erste Zeit als Fußballer habe ich auch dort gespielt, aber dann hatte ich einige schöne und erfolgreiche Jahre in Bergrheinfeld.

Was ist dann passiert? Warum verläuft sich die Spur des Fußballers Daniel Größmann danach komplett im Sand?
Daniel Größmann: Leider hat mir die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Los ging es, als ich fast die komplette Landesliga-Vorbereitung aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmachen konnte. Dann habe ich noch wochenlang versucht, mich durch den Spielbetrieb zu quälen. Dabei habe ich aber selbst gemerkt, dass ich bei weitem keine 100 Prozent mehr geben kann. Irgendwann konnte ich die Probleme nicht mehr verheimlichen und letztendlich hat das Ganze dann mit einem Krankenhausaufenthalt geendet, bei dem dann die Krankheit diagnostiziert wurde, die mir zum Verhängnis wurde und mein Fußballerdasein beendet hat.

Daniel Größmann bei einem Tor gegen Birnfeld

Was hast Du gemacht? Beruflich, privat, Wohnungsort-technisch?
Daniel Größmann: Gewohnt habe ich die ganze Zeit über in Schweinfurt und beruflich bin ich mittlerweile im Patientenfahrdienst tätig. Meine Wochenenden habe ich trotzdem weiterhin mit Fußball verbracht, und zwar als aktiver Fan des 1.FC Schweinfurt 05.

Warum nun wieder Fußball? Über den Verein und den neuen Ort fragen wir danach….
Daniel Größmann: Die Lust war nie weg, aber Fußball auf ambitioniertem Niveau ist ohne richtiges Training einfach nicht möglich. In den unteren Ligen kann man sich während des Spiels doch mal die ein oder andere Pause gönnen und es wird von allen akzeptiert, dass regelmäßiges Training bei mir nicht möglich ist. Deshalb kam es jetzt zum Comeback.

Daniel Größmann (links)

Warum gerade der SC Ebertshausen, nicht gerade der Nabel der lokalen Fußball-Welt?
Daniel Größmann: Viele Spieler aus der Mannschaft sind ebenfalls in der Schweinfurter Fanszene aktiv und gute Freunde von mir. Nach über einem Jahr haben sie es dann doch geschafft, mich zu überreden, es mir mal anzuschauen – und die Kameradschaft vor Ort hat mich dann überzeugt, es noch mal zu versuchen.

Du bist jetzt wie alt? Und denkst aktuell darüber nach, dass Du hunderte Tore das letzte Jahrzehnt hast liegen lassen?
Daniel Größmann: Ich bin jetzt 29 geworden. Ich glaube schon, dass einiges möglich gewesen wäre, weil ich immer sehr ehrgeizig war. Aber das Leben ist kein Konjunktiv, deswegen muss man es so nehmen wie es ist.

Bisher hast Du immer getroffen. Sechs Mal alleine beim 11:3 gegen Maroldsweisach/ Altenstein 2. Da stellt sich die Frage: Gab´s zu Jugendzeiten mal ein noch besseres Spiel?
Daniel Größmann: Man sollte die Leistung nicht ausschließlich an Toren festmachen, deswegen weiß ich nicht, ob das jetzt mein bestes Spiel war. Aber trotz einiger torreicher Spiele mit vier oder auch mal fünf Treffern waren mir in der Jugend sechs in einem Spiel nicht vergönnt. Dafür hat sich das Comeback ja schon gelohnt.

Was ist drin mit Ebertshausen, langfristig, aber auch mit Blick auf die nächsten Partien?
Daniel Größmann: Unser voller Fokus liegt jetzt erst mal auf dem nächsten Spitzenspiel am Wochenende gegen Steinsfeld. Da wollen wir unbedingt gewinnen und so den Vorsprung auf einen direkten Konkurrenten vergrößern. In diesem Jahr ist für uns ganz klar die Meisterschaft das Ziel, und ich denke, wenn wir unsere Qualität zu 100 Prozent auf den Platz bekommen, dann sind wir auch nur ganz schwer zu schlagen.

Mal ehrlich: Weißt Du, wo sich Steinsfeld befindet?
Daniel Größmann: Nein, aber das ist nichts Neues, bisher wusste ich noch bei keinem Auswärtsspiel, wo die Orte liegen….

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

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