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Das Derby Wettringen gegen Birnfeld/Oberlauringen: „Das ist wie 1860 gegen die Roten!“


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WETTRINGEN / BIRNFELD / OBERLAURINGEN – Von Wettringen sind´s nach Birnfeld keine fünf Kilometer. In der Schweinfurter Fußball-B-Klasse 3 steht daher DAS Derby zwischen den beiden ersten Mannschaften in der untersten Liga, innerhalb der Marktgemeinde Stadtlauringen. SW1.News und FuSWball.de schnappten sich Wettringens Spielertrainer Sven Kornetzki und baten den 38-Jährigen zum Gespräch.

Sven, Du warst auch schon mal ein bisschen höherklassig aktiv. Wo liegt der Reiz darin, einen B-Klassisten anzuleiten, der aktuell in der untersten Liga nur den FC Nassach 2 hinter sich hat?
Sven Kornetzki: Der Reiz liegt im Fußball. Egal in welcher Klasse man spielt. Hauptsache Leidenschaft und Ehrgeiz sind dabei.


Schauer

Warum habt Ihr vergangenes Wochenende die Partie gegen Türkiyemspor Schweinfurt 2 absagen müssen?
Sven Kornetzki: Wir hatten leider neun Verletzte, davon einen Langzeitverletzten, drei Urlauber und auch noch zwei Pausierende Daher war es uns unmöglich zu spielen.


Nun kann gespielt werden? Die SG Birnfeld/ Oberlauringen ist ja Euer absoluter Derbyrivale….
Sven Kornetzki: Um einen meiner Spieler zu zitieren: „Stand jetzt würde ich sagen, Ja es kann gespielt werden.“ Klar ist das ein Derby und das wollen wir auch gewinnen.

In Nassach habt Ihr gewonnen, danach jede Partie mit mindestens vier Gegentoren verloren. Reicht es halt einfach nicht für mehr, geht´s nur darum, irgendwie den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten?
Sven Kornetzki: Nur den Spielbetrieb aufrecht erhalten kann man nicht sagen. Die Jungs haben richtig Bock, aber man muss auch sagen, dass es für kleinere oder eigenständige Vereine auch heutzutage sehr schwer ist. Spielgemeinschaften werden immer mehr werden.
Es würde sehr wohl für mehr reichen. Allerdings: Jeder der mal gekickt hat weiß, wenn es mal schlecht läuft, dann so richtig. Wenn wir vollzählig sind und unsere Stärken auf den Platz bringen, dann sieht das ganz anders aus. Wie wir spielen können haben wir im Vorbereitungsspiel in Forst gesehen. Und die Hälfte der vier Gegentore machen wir ja fast schon selbst immer (lacht).
(Anm.d.Red.: Anfang Juli gewann die DJK Wettringen mit 2:1 bei der SG Forst 2/ Hausen.)

Beschreib doch bitte mal den Reiz eines Fußballers in einem kleinen Dorf, wenn man sportlich nur die Ambitionen hat, möglichst in einer Saison wenigstens ab und an mal zu gewinnen!
Sven Kornetzki: Die Frage beantwortet sich wie die erste Frage von selbst: Fußball! Die Ambitionen, nur ab und an mal zu gewinnen, hat in unserem Team keiner. Ich und meine Jungs wollen immer gewinnen. Die Frage, ob das dann klappt, ist eine andere.

Das Derby nun: Schon ein Spiel mit Brisanz? Oder treffen da Teams aufeinander, die verbunden sind durch die Lust auf Fußball, notfalls auch ohne große Erfolgserlebnisse?
Sven Kornetzki: Das Derby hat für viele meiner Jungs eine Brisanz. Das ist wie 1860 gegen die Roten, keiner will Montag auf der Schicht oder vom Nachbarn angelächelt werden für eine Niederlage. Die Lust am Fußball ist bei uns groß, allerdings gehören sowohl kleine als auch große Erfolgserlebnisse dazu zum Beispiel eben ein Derbysieg.

Wie kamst Du zur DJK Wettringen, wie die DJK Wettringen auf Dich?
Sven Kornetzki: Wir sind nach Oberlauringen gezogen und über den „Gartenzaun“ kam man ins Gespräch.

Die Birnfelder jüngst beim Auswärtsspiel in Burgpreppach

 

Nun warst Du ja auch mal bei der SG Hausen, noch so ein Beispiel für Fußball im Dorf. Dort macht man nun in Hausen mit dem TSV Forst 2 wieder gemeinsame Sache. Warum bist Du von da weg?
Sven Kornetzki: TSV Forst / SG Hausen ist das beste für beide Vereine. Junge Talente, die sich so auch beweisen können, um sich für die Bezirksliga Mannschaft zu zeigen. Kurz und knapp – Des passt einfach.
Ich bin mittlerweile 38 und habe über 30 Jahre aktiv Fußball gespielt, das langt auch irgendwann. Die Wehwehchen dauern immer länger, zudem kam der Umzug nach Oberlauringen hinzu. Wenn man dann nach der Arbeit Dienstag / Donnerstag noch zum Training geht, ist man nicht vor 22 Uhr oder 22.30 Uhr zuhause. Dazu noch jeden Sonntag spielen, das war mir einfach zu viel. Da ich auch noch in Bergrheinfeld bei den Senioren kicke.

Welche Zukunft hat der Fußball in Wettringen, was planst Du so, wenn Du mit aktuell 38 Jahren irgendwann nicht mehr selbst wirst auflaufen können?
Sven Kornetzki: Naja, auflaufen mach´ ich ja nur im Notfall. Ich möchte auf jeden Fall im Trainerbereich tätig bleiben. In Wettringen werden wir schauen, dass wir wieder Spiele gewinnen und das am besten im Derby. Wir werden auch schauen, dass wir so lange wie möglich eigenständig bleiben und wieder Spieler für unseren Verein gewinnen können

Sven Kornetzki, damals noch im Dress sder SG Hausen, spürt Humprechtshausens Manuel Baier am Boden, daneben dessen Teamkollege Markus Bayer.

Aber nächsten Sonntag wird auf alle Fälle gespielt und gewonnen?
Sven Kornetzki: Gewinnen wollen wir. Da kann ich wieder nur zitieren. Stand jetzt: JA!

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

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