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Steinsfelds Torjäger Fabian Amend: „Wir müssen so schnell wie möglich aus der B-Klasse heraus kommen!“


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STEINSFELD – Ab dieser Saison bekommen bundesweit auch die Torjäger der unteren Fußball-Amateurklassen eine Kanone überreicht. Eine pro Liga in ganz Deutschland. Und so wie es aussieht, können sich zwei Jungs aus dem Spielkreis Schweinfurt berechtigte Hoffnungen machen. Nicht nur der bereits mehrfach erwähnte Burhan Bayat (20) vom A-Klassisten SG Dürrfeld/ Obereuerheim, der in 14 Partien bereits 59 Mal traf.

Der acht Jahre ältere Fabian Amend spielt mit seinen Sportfreunden Steinsfeld in den Haßbergen noch eine Etage tiefer. Der Spielertrainer des Tabellenführer der B-Klasse 5 kickte 15 Mal und netzte 48 Mal ein. Ebenso beeindruckend und ein Grund für HAS1.News und FuSWball.de, sich mit dem 28-Jährigen zu unterhalten. Die drei Bilder aus dem Archiv zeigen Amend übrigens in ganz jungen Jahren.



Fabian, unlängst berichtete der Kicker mal wieder über die führenden Torjäger. Du hast gute Chancen auf die Kanone als vielleicht bundesweit erfolgreichster Schütze der elften Liga. Bereitet du Dich langsam schon darauf vor, Autogrammkarten drucken zu lassen?
Fabian Amend: Nein (lacht). Ich bekomme aber Respekt von unseren Gegnern gezollt, das freut mich. Wir spielen aber nur in der B-Klasse. Wir spielen meistens gegen Reservemannschaften, das heißt die Leistungen von anderen Spielern, die höherklassig viele Tore erzielen, sind deutlich höher einzuschätzen.


Unten geht´s weiter…

98 Tore insgesamt nach 16 Partien: Kurios eigentlich, dass in den restlichen acht Matches in 2022 für Euch Steinsfelder sogar noch Rang vier drohen könnte angesichts der dicht hinter Euch lauernden Teams aus Michelau 2/ Gerolzhofen 3, Krum/ Steinbach 2 und Herrmannsberg/ Breitbrunn 2?
Fabian Amend: Das stimmt. Die Mannschaften auf den Tabellenplätzen eins bis vier leisten sich sehr wenig Ausrutscher. Wir müssen in den restlichen Partien alles geben, um unseren 1. Platz zu verteidigen. Alle Spiele gegen unsere direkten Konkurrenten waren hart umkämpft und hatten durchaus A-Klassen-Niveau.

Außer der Niederlage bei Unterhohenried 2 fällt noch das 3:3 gegen Lußberg-Rudendorf 2 auf. Weitere Ausrutscher dieser Art sind nächstes Jahr nicht mehr erlaubt, oder? Was war da jeweils los?
Fabian Amend: Wir waren in beiden Spielen grottenschlecht. Das hatte mit der Art, wie wir Fußball spielen wollen, nichts zu tun. In Lußberg waren wir personell extrem schwach besetzt, das darf aber keine Ausrede sein. Wir haben eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben und konnten froh sein, in Unterzahl noch das 3:3 erzielt zu haben, um wenigstens einen schmeichelhaften Punkt mitzunehmen. In Unterhohenried haben wir ebenfalls richtig schlecht gespielt. Die Unterhohenrieder Reserve hat das sehr gut gemacht. Sie haben unser Offensivspiel nicht zur Entfaltung kommen lassen und unsere individuellen Fehler eiskalt bestraft. Wir waren schlecht, also ein verdienter Sieg für Unterhohenried.

Bei Lußberg-Rudendorf hast Du drei Mal getroffen, in Unterhohenried das einzige Mal diese Saison nicht. Denkt man sich da, „ach hätte ich doch von den sechs Buden bei Unterschleichach/ Neuschleichach 2 oder den neun gegen Kirchlauter 2 dafür zwei bis drei aufgehoben“?
Fabian Amend: Natürlich hätten uns Tore in Unterhohenried sehr geholfen. Ich habe mich in Unterhohenried nahtlos in unser sehr schwaches Spiel eingefügt. Meine schlechteste Saisonleistung.

Die ersten Zwei steigen ja auf. Das klappt aber schon, oder?
Fabian Amend: Wir werden im neuen Jahr alles geben, damit das klappt. Unser Saisonziel ist die Meisterschaft und der Aufstieg. Daran hat sich nichts geändert. Im Moment sind wir auf Kurs.

Du bist 2016 nach dem Abstieg aus der Kreisklasse weg aus Steinsfeld. Warum damals ausgerechnet zur SG Traustadt/ Donnersdorf? Und warum kamst Du dort nur auf elf Saisoneinsätze in der Kreisklasse?
Fabian Amend: Ich wollte mal etwas Neues machen. Traustadt / Donnersdorf ist nicht weit entfernt von mir und Dominik Klauer hatte mich damals vom Wechsel überzeugt. Ich hatte damals schon in der Hinrunde Schmerzen, deswegen musste ich mich leider in der Winterpause operieren lassen und fiel den Rest der Saison aus. Daher kam ich nur auf elf Saisoneinsätze mit sechs Toren in der Kreisklasse.

Es folgte der Wechsel zum FC Zeil. Auch da die Frage: Warum ausgerechnet Zeil und zurück in die A-Klasse?
Fabian Amend: Durch die OP kam ich aus einer langen Verletzungspause zurück, daher machte mir der Wechsel in die A-Klasse nichts aus. Außerdem bemühten sich die Zeiler Verantwortlichen sehr um mich. Ich hatte drei tolle Jahre in Zeil. Wir wurden Meister und ich wurde Torschützenkönig. Der FC Zeil ist ein super Verein. Rückblickend war die Entscheidung also goldrichtig.

Mit den Zeilern bist du letztlich aufgestiegen, hast in den ersten beiden Saisons 41 Mal getroffen. Da muss die Frage erlaubt sein, wieso Du nicht mal wenigstens Kreisliga danach versucht hast?
Fabian Amend: Das ist eine berechtigte Frage. Bisher habe ich mich immer anders entschieden.

Im Corona-Jahr die Rückkehr nach Steinsfeld: Aus alter Verbundenheit zu den Sportfreunden? Und weil es höchste Zeit wird, wieder aus der B-Klasse heraus zu kommen?
Fabian Amend: Genau. Steinsfeld ist mein Heimatverein. Meiner Meinung nach müssen wir so schnell wie möglich aus der B-Klasse heraus kommen.

Wie bist Du zu dem Job als Spielertrainer gekommen?
Fabian Amend: Steinsfeld hat es mir angeboten. Natürlich hat auch das Angebot, den Spielertrainerjob zu übernehmen, eine wichtige Rolle für meinen Wechsel nach Steinsfeld gespielt. Das hat mich einfach gereizt und bisher funktioniert es zum Glück einigermaßen. Die Zusammenarbeit im Verein klappt sehr gut und unser Sportvorstand Manuel Werner und mein Trainerkollege Steffen Vollert machen einen super Job.

Wie schön wäre es, wenn es nächste Saison mal wieder ein Derby gegen den TSV Wonfurt geben könnte?
Fabian Amend: Das wäre sehr schön für den ganzen Verein und für das ganze Dorf. Im Pokalspiel dieses Jahr waren wir bei dem 2:4 leider sehr unterlegen. Generell müssen wir uns als Mannschaft noch sehr verbessern, um dann hoffentlich irgendwann in der A-Klasse halbwegs konkurrenzfähig zu sein.

Schnell noch zum dritten Verein innerhalb Eurer Gemeinde. Die DJK Dampfach scheint unaufhaltsam erstmals in Richtung Landesliga zu marschieren. Du bist noch relativ jung, erwiesener Maßen treffsicher – wäre das ab Sommer 2022 nicht mal ein Abenteuer wert?
Fabian Amend: Ich wünsche unseren Nachbarn aus Dampfach natürlich den Aufstieg. Ich persönlich habe aber nichts in der Bezirksliga oder in der Landesliga verloren. Dafür bin ich definitiv zu schlecht.

Für unsere Leser: Was machst Du beruflich und wo findet man Dich in der Freizeit, wenn nicht auf dem Fußballfeld?
Fabian Amend: Ich bin Wirtschaftsfachwirt und arbeite im kaufmännischen Bereich. In meiner Freizeit bin ich gerne mit Freunden unterwegs oder fahre Rad.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!
Fabian Amend: Danke für das Interview.

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