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Besondere Momente von Michael Wolker: Als es in Marktsteinach keinen Ouzo mehr gab


Johanniter Hausnotruf

MARKTSTEINACH – Bereits im April und nach dem 3:0 im viertletzten Saisonspiel gegen die ein Jahr später aufsteigenden Füchse des TSV Burgpreppach feierte am Karsamstag im Jahr 2014 die DJK Marktsteinach die Meisterschaft in der Schweinfurter Fußball-A-Klasse 6. Steven Braun, Florian Müller und David Diller trafen für die Hausherren, die danach groß feierten.

In der besagten Saison waren der TSV Aidhausen oder die Sportfreunde Unterhohenried geschlagene A-Klassisten, spielte die DJK Abersfeld noch eigenständig, bestand die SG Löffelsterz/ Reichmannshausen nur aus zwei Dörfern. Jetzt sind´s drei – und Michael Wolker ist neuer Spielertrainer der SG. Der heute 33-Jährige war damals Kapitän der von Klaudiusz Mroczek, damals noch Miera, trainierten Marktsteinacher und erinnert sich.



„Insgesamt muss ich erstmal betonen, dass die Zeit in Marktsteinach nach dem Zusammenschluss der beiden Vereine FC und DJK auf Fußballebene eine einmalige und unvergessliche Zeit war, mit sehr vielen überragenden Menschen. Im ganzen Dorf wurde eine riesige Fuẞballbegeisterung entfacht und wir hatten immer überragende Zuschauerzahlen. Im ersten Jahr des Zusammenschlusses in der Saison 11/12 haben wir den Aufstieg aus der B-Klasse mit nur zwei Niederlagen und weit mehr als 109 geschossenen Toren verpasst, was natürlich eine riesen Enttäuschung war“, weiß Wolker noch zu genau.


„Im Jahr darauf sind wir dann sehr souverän aufgestiegen und hatten den ein oder anderen Kantersieg mit 12 oder gar 14 geschossenen Toren dabei. Steven Braun erzielte in dieser Saison über 50 Tore. Ich kann mich an eine Situation gegen Herlheim/Zeilitzheim 2 erinnern, bei der ihr Torwart nach einer Volleyrakete die Handschuhe auszog und sagte jemand anderes soll ins Tor, der spinnt… Unvergessen auch der Autokorso nach dem letzten Spiel in Frankenwinheim, bei der eine Delle im Dach meines Autos geblieben ist weil ich dort drauf das ein oder andere Lied angestimmt habe…“

„Bei der angesprochenen Saison drauf hatte uns niemand auf dem Schirm. Wir haben wirklich das Maximum aus uns rausgeholt und auch starke Gegner wie Unterhohenried, welche damals schon in einer ähnlichen Besetzung wie heute in der Kreisliga aufgelaufen waren, hinter uns gelassen. Eine Meisterschaft nach einem Aufstieg ist natürlich etwas ganz Besonders und die Feier danach war natürlich überragend. Erst feierten wir auf dem Hänger eines Traktors und wurden von unserem guten Freund und Sponsor Volker Stenzinger, der leider viel zu früh von uns gegangen ist, durch die Großgemeinde gefahren. Danach verlagerte sich das Ganze in´s DJK Sportheim und fand sein Ende im damaligen W3, wo viele unserer legendären Abende endeten.“

Michael Wolker erinnert sich weiter: „Natürlich war uns klar, dass es schwierig würde, das sportliche Niveau zu halten, da wir fast keine aufrückenden Jugendspieler hatten und der ein oder andere auch altersbedingt aufhörte .Nach zwei weiteren Jahren, eins davon als Spielertrainer mit Marco Handel zusammen, entschloss ich mich dazu, nochmals höherklassig in Forst zu spielen,was natürlich keine leichte Entscheidung war, aber im Nachhinein definitiv die richtige.“

„Nachdem es dann nochmals eine Spielgemeinschaft mit Forst 2 und Hausen gab, ist der Marktsteinacher Fußball auf der Herrenebene leider nicht mehr existent, was mich sehr traurig stimmt. Hängengeblieben aus diesen Jahren sind die unzähligen Sonntage im Sportheim bis in die Morgenstunden, bei denen wir einmal die Ouzoreserven unseres Wirtes komplett aufgebraucht haben, der enorme Zusammenhalt und Zuspruch im Dorf und viele ganz besondere Menschen, wie unseren Meistertrainer Klaudius Mrozcek, der genau der richtige Trainer zur richtigen Zeit war. Auch unser Sportlicher Leiter und Linienrichter Udo Keidel, mit dem ich mir die ein oder andere Ringeinlage geliefert habe ,welcher letztes Jahr auch viel zu früh gestorben ist und natürlich die gesamte Mannschaft, die es wirklich geschafft hat, über die ersten drei Jahre das Maximum rauszuholen.

Legendär waren auch die verschiedenen Lieder, die an den Sportheimfeiern speziell hervorzuheben sind, unsere damaligen Liedgut-Beauftragten Daniel Stenzinger und Marcel Graser und unser DJ Schiebedach Günter Döll, welcher für die musikalische Untermalung bei jeder Gelegenheit zuständig war.“

2013 erst Meister der B-Klasse mit 150:21 Toren und Kantersiegen beispielsweise dem 14:1 zum Auftakt gegen den SV Herlheim/Zeilitzheim/Kolitzheim 2, dem folgenden 12:0 beim SV Mönchstockheim 2, dem 11:2 gegen die DJK Dürrfeld 2, dem 10:1 gegen die Spvgg Unterschwappach oder zum Ende dem 11:0 beim SV Frankenwinheim 2 und ausgerechnet dem 10:0 gegen die SG 1949 Hausen 2. Mit dem Nachbarn spielte man später mal zusammen, vorher wie erwähnt als SG mit dem FC Marktsteinach, später auch mal mit der Forster Reserve. Alles aber Vergangenheit. Schade.

Diesen Beitrag stellte uns das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info ausnahmsweise mal wieder in kompletter Länge zur Verfügung – um zu zeigen, wie ausführlich das Portal auch jetzt im tiefsten Winter über die lokalen Kicker der Region berichtet. Natürlich erschien der Text schon etwas eher auf anpfiff.info – und zudem mit einigen Fotos mehr von der großen Meisterfeier der Marktsteinacher anno 2014. „Besondere Momente“ – das ist die neue Rubrik des Portals, das immer wieder erinnert an magische Ereignisse, die man mit guten und passenden Fotos bebildern kann. Wer aus den Spielkreis Schweinfurt und Rhön sich auch gerne an solche Momente erinnern möchte oder Anregungen hat, mailt bitte einfach die Ideen an michael.horling@t-online.de

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