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Der adelige, künftige Brandoberinspektor Nico von Falkenstein: „Der Beruf geht in unseren Klassen definitiv vor!“


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DINGOLSHAUSEN / RÜGSHOFEN – Unlängst machte unser Portal FuSWball.de einen Fehler: Das Goldene Tor der SG Dingolshausen/ Rügshofen beim Sieg in Wiesentheid erzielte nämlich nicht Christopher Süß, so wie das Schiedsrichter Hans Meyer vermerkte, sondern Nico von Falkenstein. Der 23-Jährige kam laut BFV allerdings gar nicht zum Einsatz….

Doch er spielte, auch wenn er das zuletzt nicht immer tat. Nach 27 Toren in 37 Einsätzen von 2019 bis 2022 kickte er heuer erst neun Mal, erzielte aber schon wieder sieben Treffer für den Aufstiegskandidaten der Schweinfurter A-Klasse 2. FuSWball.de schnappte sich den Spieler nach der Partie in Geiselwind (1:1) und vor dem Heimspiel gegen Koppenwind/ Burgwindheim.


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Nico, beim Spitzenspiel Vierter gegen Zweiter hast Du wieder gefehlt. Warum?
Nico von Falkenstein: Nach meinem abgeschlossenen Bachelor Studiengang in Würzburg, habe ich Anfang Oktober meinen neuen Job zum Brandoberinspektor – Anwärter bei der Berliner Feuerwehr begonnen. Dieser kollidiert natürlich stark mit dem Fußball, da ich durch die örtliche Entfernung leider nicht mehr oft in der Heimat sein werde. Aktuell bin ich zur feuewehrtechnischen Grundausbildung in Bochum, was aber leider auch nicht viel näher an Dingolshausen liegt als Berlin.


Konntest Du zusehen oder hast Du wenigstens ausreichend Infos über das Spiel bekommen?
Nico von Falkenstein: Nein, zusehen konnte ich aus den oben genannten Gründen leider nicht. Jedoch war ich über einen Liveticker mit Infos versorgt, so gut das eben aus der Entfernung möglich ist.

Wärst Du gerne bei jeder Partie dabei, um Deinem Team zu helfen? Beispielsweise auch gegen Geesdorf 2/ Abtswind 3, als FuSWball.de vor Ort war und Dein Team trefferlos verlor?
Nico von Falkenstein: Natürlich wäre ich sehr gerne bei jedem Spiel dabei und würde die Mannschaft unterstützen. Jedoch geht der Beruf in unseren Klassen meiner Meinung nach definitiv vor. Da ich die möglicherweise einmalige Chance auf diesen Berufsweg bei der Berliner Feuerwehr erhalten habe und das auch unbedingt machen wollte, musste ich bezüglich der eigenen Fußballkarriere bei der SG leider in den sauren Apfel beißen und mein eigenes Mitwirken im Team zwangsläufig auf ein absolutes Minimum zurückschrauben.

Wie war das unlängst in Wiesentheid? Wieso hat der Schiedsrichter weder mitbekommen, dass Du auf dem Platz standst, noch dass Du überaus ansehnlich sogar das Goldene Tor erzielen konntest?
Nico von Falkenstein: Ich war zunächst für die Ersatzbank eingeplant. Da aber ein Mitspieler aus meinem Team noch während dem Aufwärmen signalisierte, dass er nicht beginnen könne, gab mir unser Coach das Signal, dass ich doch von Beginn an ran müsse. Dies klärte ich, wie üblich, direkt vor Spielbeginn mit dem Schiedsrichter ab. Dieser notierte sich das auch auf seinem Zettel. Warum ich jedoch anschließend im Spielbericht garnicht auftauchte, müssten Sie den Schiedsrichter selbst fragen. Keine Ahnung was genau hier schief gelaufen ist…

Hat Christopher Süß mittlerweile ein paar Getränke ausgegeben?
Nico von Falkenstein: Er ist ordentlich im Minus bei mir….!. Nein Spaß beiseite, die drei Punkte für das Team sind an dieser Stelle das Wichtigste. Natürlich freue ich mich, wenn ich durch meine Tore dazu beitragen kann, dass wir erfolgreich sind. Jedoch ist es bei uns nicht wichtig, wer die Tore erzielt. Bei uns in der Mannschaft zählt eindeutig der Teamgedanke. Das ist denke ich auch ein entscheidender Punkt, der uns diese Saison so stark macht. Wir wollen gemeinsam unsere gesteckten Saisonziele Schritt für Schritt erreichen und jeder Punkt hilft uns diesen Zielen näher zu kommen. Den Sieg gegen Wiesentheid haben wir trotzdem ausgiebig zusammen bei einigen Kaltgetränken gefeiert, da spielt es keine Rolle, wer im Bogen als Torschütze steht…

Was ist drin für Deine Mannschaft in dieser Saison? Alles andere als der Aufstieg dürfte ja nicht das Ziel sein…
Nico von Falkenstein: Dazu hat unser Trainer im Interview nach dem Geesdorf Spiel klar und deutlich Stellung bezogen, da bedarf es keine weiteren Worte meinerseits.

Nico von Falkenstein (links)

Wirst Du 2023 wieder regalmäßiger an Bord sein können?
Nico von Falkenstein: Stand jetzt, vermutlich leider nein. Ich denke, eine Begründung ist an dieser Stelle hinfällig.

Wenn man mit 23 Jahren schon so viele Tore erzielt hat und trotzdem noch jung ist: Wäre da für Dich in Sachen Fußball sogar mehr drin als Kreisklasse?
Nico von Falkenstein: Da kann und will ich mir aktuell keine Gedanken mehr darüber machen. Auch im Amateurbereich muss man sich immer irgendwann entscheiden, was man mit dem Fußball erreichen und wie viel man hier auch selbst investieren will und kann. Möglicherweise hätte es für ein, zwei Klassen höher gereicht, für mehr aber auch nicht, so ehrlich muss man dann auch zu sich selbst sein. Das ist alles sehr spekulativ. Mir war es an dieser Stelle immer wichtiger, dass mir das Kicken auf dem Platz Spaß macht und ich das Ganze mit meinen engsten Freunden machen kann. Außerdem hatte und habe ich auch immer noch viele andere Dinge, neben dem Fußball, die mir wichtig sind und in die ich meine Freizeit investiere. Das sieht man eben auch daran, dass meine zweite große Leidenschaft, nämlich die Freiwillige Feuerwehr, mich entscheidend in meiner Berufswahl und dem damit verbundenen weiteren Lebensweg geprägt hat.

Letzte Frage zu Deinem Namen: Woher kommt das von Falkenstein? Und bis Du adlig? Hat Deine Familie irgendwo ein Schloss oder eine Burg?
Nico von Falkenstein: Lange Zeit habe ich diese Frage gar nicht mehr gehört. Seit ich meinen Beruf gestartet habe dafür aber schon umso öfter. Ehrlicherweise kann ich hierzu nicht sehr viel sagen. Ja, unser Nachname entspringt wohl einem alten Adelsgeschlecht, zu dem es auch Burg und Schloss geben soll. Jedoch ist das schon lange her und unsere Familie hat keinerlei Verbindung mehr hierzu. Intensivere Ahnenforschung habe ich selbst noch nicht betrieben. Im Geldbeutel macht sich dieser Nachname bei mir also lediglich auf dem Personalausweis bemerkbar (lacht).

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!
Nico von Falkenstein: Ich danke für den netten Kontakt.

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Aufmacherbild: privat / OpenClipart-Vectors auf Pixabay / Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay


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