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Gochsheims Reserve vor dem Start an der Seite von Weyer: „Um 15 Uhr ist der Mittagstisch vielleicht schon besser verdaut!“


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GOCHSHEIM / WEYER – Mal wieder was Neues rund um den TSV Gochsheim: Heuer spielt die zweite Mannschaft offiziell zusammen mit dem SC Weyer in der Fußball-Kreisklasse und die dritte in der A-Klasse mit der Zweitvertretung des Nachbarvereins. Dazu passt, dass auch der Coach der Reserve ein Neuer ist.

Pascal Rinbergas heißt er, kommt von den Freien Turnern Schweinfurt, wo der heute 31-Jährige nach seinem Wechsel aus Schnackenwerth große Anteile hatte am Durchmarsch von der Kreis- in die Landesliga, wo er seit 2019 34 Partien abolvierte und drei Tore erzielte. er ist Spielertrainer der Zweiten, der gleichaltrige Maximilian Meder der Dritten.





Beide starten kommenden Sonntag mit parallel angesetzten Heimspielen: Gochsheim 2/ Weyer hat es in Gochsheim mit der neuen Spielgemeinschaft aus Gädheim und Untereuerheim zu tun, Gochsheim 3/ Weyer 2 erwartet gleich mal zum Start in Weyer den Titelanwärter TSV Ettleben/ Werneck 2. Mittwochabend testet man letztmals am selben Ort gegen die SG Sennfeld 2.


FuSWball.de sprach im Vorfeld mit den beiden Übungsleitern.

Pascal, Maximilian, habt Ihr bewusst die Rolle des SC Weyer bei diesem Zusammenschluss etwas aufwerten wollen – oder warum die Entscheidung, den Nachbarn quasi aufsteigen zu lassen?
Pascal Rinbergas: Der Hauptgrund des Zusammenschlusses ist sicher auch Corona geschuldet. Man hat in den letzten beiden Jahren gemerkt, sich sich mehrere Spieler auf einen Schlag mit dem Virus infiziert haben und diese zusammen mit den Verletzten eine eigene Fußball-Mannschaft bildeten die ausfiel. Laut Regularien durfte man ohne die Spielgemeinschaft keine Spieler aus Weyer einsetzen. Um diese personellen Engpässe künftig zu vermeiden, beugte man so vor. Außerdem kommt dazu, dass man auch in Weyer einige sehr gute Kicker hat.
Die prinzipielle Idee, die Spielgemeinschaft in der zweiten Mannschaft zusätzlich ins leben zu rufen ist, dass wir so die Möglichkeit haben, Spieler im Bedarfsfall und wenn diese entsprechend ambitioniert sind und Lust darauf haben auch mal zu tauschen. In der abgelaufenen Saison gab es beispielsweise spielfreie Tage der 3. Mannschaft – ein Einsatz der zu Weyer zugehörigen Spieler war dennoch nicht in der 2. Mannschaft möglich. Es erweitert also die Möglichkeiten für uns und auch für die Spieler.

Trainiert Ihr zusammen? Und wird es zur Dauerlösung, dass die Zweite in Gochsheim und die Dritte in Weyer spielt?
Pascal Rinbergas: Wir trainieren nicht mit der dritten Mannschaft zusammen, sondern meistens mit der ersten. Weil diese beiden Kader doch sehr eng beeinander sind und der ein oder andere Spieler ja nach Form mal nach oben oder nach unten rutscht. alles in sehr enger Absprache mit der ersten Mannschaft.
Maximilian Meder: Wir trainieren gemeinsam mit der Bezirksliga Senioren Mannschaft. Der Heimspielort der Dritten ist zur Hälfte in Gochsheim und zur Hälfte in Weyer. Die Erste und die Zweite sind tatsächlich enger miteinander verknüpft.

Pascal Rinbergas (rechts, hier noch im Trikot der Freien Turner Schweinfurt)

Wie würdet Ihr jeweils Euren Auftakt-Gegner kommenden Sonntag einschätzen?
Pascal Rinbergas: Gerade wenn zwei Mannschaften erst frisch zu einer Spielgemeinschaft fusionieren, dann ist es natürlich schwierig, das neue Team einzuschätzen. Die Ergebnisse der Vorbereitung sprechen natürlich für sich. Sich haben zuletzt Kreisligist Königsberg besiegt und gegen starke Grettstadter 3:3 gespielt. Der Gegner hat einige erfahrene Spieler, die auch schon höherklassig aktiv waren. Deshalb denke ich, dass es am Sonntag ein völlig offenes Spiel geben wird, was wir natürlich trotzdem zuhause gewinnen wollen.
Maximilian Meder: Ein starker Gegner, der bestimmt mit hohen Erwartungen zu uns kommt. Der Druck ist beim Gegner sicherlich höher und wir werden zu Hause natürlich alles geben.

Warum spielt Ihr parallel zur selben Zeit und nicht hintereinander an einem Ort?
Maximilian Meder: Die Spiele der Zweiten sind generell eher an die erste Mannschaft angepasst.
Pascal Rinbergas: Ursprünglich war das Spiel meiner zweiten Mannschaft auf 13 Uhr terminiert. Jedoch haben wir uns im Team besprochen und uns für 15 Uhr entschieden, weil wir uns zu dieser Zeit ein paar Zuschauer mehr erhoffen, da der Sonntagstisch dann vielleicht schon ein bisschen besser verdaut ist.

Mit welchen Saisonzielen startet Ihr?
Pascal Rinbergas: Nachdem mein Team es in der letzten Saison im letzten Viertel gerade noch an das rettende Ufer schaffte und der Abstiegs-Relegation aus dem Weg ging, wollen wir diese Runde gut starten und im besten Fall einen einstelligen Tabellenplatz erzielen.
Maximilian Meder: Für uns ist die A-Klasse 1 eine neue Liga, in der wir uns erst orientieren müssen. Wir haben sehr oft eine komplett umgekrempelte Mannschaft, Woche für Woche. Somit lässt sich schwer abschätzen, was wir erreichen können. In jedem Fall wollen wir sauber mitspielen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Wozu es am Ende reicht bleibt abzuwarten.

Die Zweite hat torreich getestet, mit Verstärkung der Ersten erst 2:2 bei Bezirksligist Ebelsbach gespielt, dann aufregend 5:7 bei Kreisligist Sylbach verloren, schließlich A-Klassist Eßleben 2 mit 5:0 geschlagen. Wie fällt das Fazit der Vorbereitung aus?
Pascal Rinbergas: Ich denke, in jeder Vorbereitung gibt es Höhen und Tiefen. Diese gab es bei uns jedoch selten über 90 Minuten. Zumeist waren 45 richtig gute dabei. Wichtig war der letzte Test vor dem Start, den wir zu unseren Gunsten entschieden haben, nach dem kuriosen 5:7. So gehen wir mit einem positiven Gefühl in die neue Saison.

Maximilian Meder (am Ball)

Für die Dritte ist nur das für Mittwoch angesetzte Spiel gegen Sennfeld 2 verzeichnet. Gab´s denn sonst keine Testspiele? Und wenn ja: Warum?
Maximilian Meder: Tatsächlich ist das unser einziges verzeichnetes Vorbereitungsspiel. Einige unserer Spieler dürfen allerdings bereits Senioren spielen. Da die Saison hier bereits einige Wochen läuft, konnte ein Teil der Spieler bereits seit längerem aktiv werden.

Pascal, wärst Du bei der FTS geblieben, dann hätte es am Samstag ein Duell mit Bruder Daniel gegeben. Wie siehst Du seine Situation beim FC Sand, der mit einer Bezirksliga-Mannschaft in der Landesliga antritt?
Pascal Rinbergas: Ja, das hätte nochmal ein richtiges Highlight werden können… Ein solches Duell um Punkte gab es nämlich noch nicht. Aber das konnte ja am Ende der letzten Saison noch niemand voraussehen. Er hat es gerade sicherlich nicht einfach, gerade weil die erste Mannschaft von Sand komplett auseinander fiel. Dennoch wollte er seinen Herzensverein nicht im Stich lassen und hat sich entschlossen, das Traineramt in der Landesliga anzunehmen. Es war klar, dass es mit dem Bezirksligakader sehr schwer werden würde. Jedoch hat man sich in Sand zu diesem Schritt entschlossen und muss nun die lange Saison auch gemeinsam durchziehen. Wenn man sich die ersten Ergebnisse anschaut, dann leidet man natürlich mit seinem Bruder ein Stück weit mit. Und drückt Woche für Woche neu die Daumen für ein Erfolgserlebnis.

Wer von Euch beiden liebt die griechische Küche? Schade, dass das Gochsheimer Sportheim nach dem Brand noch geschlossen ist? Gut aber, dass Mario in Weyer einen großen Biergarten hat?
Pascal Rinbergas: Also, ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich kein Fan von der griechischen Küche bin! Bei der FTS war ja auch ein griechischer Wirt, weshalb ich es ja fast schon gewohnt bin… Ich hoffe natürlich, dass unser Wirt so schnell wie möglich wieder öffnen kann, um ihn endlich zu testen.
Maximilian Meder: Ja, das ist allerdings eine schwere Zeit für unseren Gastwirt Niko, nachdem es durch Corona bereits so lange Ausfälle gab. Bei Mario im Biergarten ist es natürlich super und wir können froh sein um jeden Gastwirt, der diese Phase verkraftet hat. Für Niko selbst hoffen wir, dass er bald wieder öffnen kann. Das Vereinsleben ohne Sportheim ist nicht das Gleiche.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

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