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Vom „Corona-Hangover“ besonders betroffen: Wieso für Wasserlosen/ Greßthal nur der Klassenerhalt zählt


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WASSERLOSEN / GRESSTHAL – Immerhin sorgte die Niederlage des TSV Grettstadt 2 beim TV Oberndorf 2 am Wochenende dafür, dass die spielfreie SG Wasserlosen/ Greßthal nicht als Tabellenletzter der Schweinfurter Fußball-A-Klasse 1 überwintern wird. Der Spielplan macht´s möglich, dass am Sonntag ab 14 Uhr mit einem Sieg sogar noch der TSV Grafenrheinfeld „geschluckt“ werden kann. Es wäre ein halbwegs versöhnnliches Ende einer zweifelsfrei schweren Zeit.

SW1.News und FuSWball.de sprachen mit Sebastian „Sebbo“ Manger. Der 30-Jährige ist Torjäger und Vorstand des FC Wasserlosen, seit Oktober nun auch noch Spielertrainer…


AOK - Keine Kompromisse

Sebastian Manger

Sebastian, habt Ihr die Partie gegen Grafenrheinfeld 2 bewusst verlegt, um in Ruhe in Wasserlosen Kirchweih feiern zu können? Konntet Ihr feiern? Und spielt man nicht bewusst zuhause an so einem Wochenende? Oder wolltet Ihr – ein bisschen provozierend gefragt – nicht die Leute vom Kommen abhalten?
Sebastian Manger: Wir konnten die Kirchweih leider nicht ganz so feiern wie das ursprünglich geplant war. Normalerweise haben wir samstags immer eine Kirchweihfeier mit einem bestimmten Motto in unserer Dr.-Maria-Probst-Halle. Aufgrund der jüngsten Entwicklung der Corona-Situation haben wir die Feier jedoch kurzfristig abgesagt.
Ich stimme zu, dass man eigentlich an der Kirchweih gerne spielt. Allerdings ist das im Nachgang unserer Feier nicht möglich. Das Aufräumen und Saubermachen der Halle dauert oft bis Mittag, wofür Helfer benötigt werden. Ein Spiel parallel durchzuführen, ist für uns so nicht machbar. Weshalb wir das Spiel verlegt haben. Hierzu noch mal viel Dank an den TSV Grafenrheinfeld, der letztlich zugestimmt hat!


Was läuft schief in dieser Saison?
Sebastian Manger: Leider muss man sagen, dass wir von dem „Corona-Hangover“ besonders betroffen sind. Während die Amateur-Fußballwelt still stand, hat sich das Leben trotzdem weitergedreht. Die Auswirkungen merken wir jetzt besonders. Auch in Sachen Verletzungen sind wir leider nicht verschont geblieben.

Wie muss man sich den Trainerwechsel vorstellen? Hatte Jürgen Heil keine Lust, keine Mittel mehr? Hast Du freiwillig übernommen oder zum Wohle des Vereins? Ist das eine dauerhafte Lösung?
Sebastian Manger: Joe hat immer alles gegeben und versucht, mit uns voran zu kommen. Das hat man glaube ich letzte Saison gut gesehen, wo wir mit einem jungen unerfahrenen Kader noch Vierter geworden sind.
Allerdings hat unser kleiner Kader mit den Ausfällen vieler Spieler dazu geführt, dass die Idee, welche er hatte, kaum mehr umzusetzen war. Daher hat er bereits das Amt Ende August niedergelegt, um so dem Verein auch zusätzlich in der aktuellen Zeit Geld zu sparen. Als Aushilfsspieler steht er aber trotzdem weiter zur Verfügung, was zeigt, welch begnadeter Fußballer und Mensch er ist!
Freiwillig habe ich das Amt definitiv nicht übernommen. Ich glaube, es ist für keinen schön zu entscheiden, wer seiner Kumpels spielen darf und wer nicht. Aber ich glaube, die Mannschaft versteht, dass die Entscheidungen, welche getroffen werden, nie persönlich gegen jemanden sind, sondern zum Wohle der Mannschaft.

Jürgen Heil

Heil war ja auch trotz seiner 47 Jahre Spieler. In Garstadt jüngst hattet Ihr zwei Ersatzleute für die Bank dabei. Dafür habt Ihr Euch beim 0:2 ja recht ordentlich verkauft. Reicht´s einfach nicht mehr für mehr?
Sebastian Manger: Momentan muss man ganz klar sagen, dass der Klassenerhalt das Ziel ist! Wir schauen von Woche zu Woche. Etwas anderes macht aktuell keinen Sinn.

So lange ist es ja gar nicht her, als nach der Fusion die SG FC Wasserlosen/ DJK Greßthal über die Relegation als A-Klassen-Zweiter aufstieg, in der Kreisklasse dann Zehnter, Neunter und Achter wurde. Was ist danach seit 2018 passiert, dass es nicht weiter aufwärts gehen konnte?
Sebastian Manger: Leider sind jährlich gravierende Leistungsträger weggebrochen. Verletzungen, Karriereenden, Umzüge, Wechsel in höhere Klassen oder anderer Dinge. Diese Abgänge konnte man keineswegs ersetzen!

Sebastian Gößmann (Bildmitte)

Sind aktuell wenigstens alle verfügbaren Mann Bord? Oder wer fehlt konkret und warum?
Sebastian Manger: Aktuell fehlen:
* Michael Wünscher, Meniskus- und Kreuzbandriss – zweite OP steht in den nächsten Wochen an
* Marcus Richter, Oberschenkel Verletzung
* Maximilian Dorn, Bänderriss
* Noah Reusch, Knöchel, Bänder
* Robin Titz, Leistenbruch, OP steht im November/Dezember an
* Fabian Wahler, Knochenmarködem im Knie
* Kevin Weizel, Selbstständigkeit bei Würzburg
* Lucas Gößmann, Selbstständigkeit bei Stuttgart
* Sebastian Gößmann, Weltreise
*Max Wöllmer, Ausbildung bei Deggendorf – steht nur obligatorisch zur Verfügung
* Julian Nöth, Studium – steht nur obligatorisch zur Verfügung

Unlängst hat die Vorstandschaft die Renovierung des Sportheims, konkret den Einbau einer neuen Heizungsanlage und den Um- und Ausbau der Küche beschlossen. Das klingt nach Aufbruchstimmung. Wird man also dauerhaft die guten Speisen der griechischen Gaststätten-Pächter und die süffigen Biere der Brauerei Kauzen bei Euch genießen können?
Sebastian Manger: Auf jeden Fall! Das Sportheim wurde 1982 bis 1984 durch Eigenleistung der Mitglieder gebaut! Nun wollen wir den Grundstein für die Zukunft legen, dass uns das Sportheim mit der Familie Giazitzoglou auch weiterhin erhalten bleibt!

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!
Sebastian Manger: Vielen Dank für das Interesse! Bis bald im Sportheim und bleibt gesund!

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