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Zimmermann trifft Stuckateur: Am Sonntag duellieren sich die Rijnbeek-Brüder Bernd und Robert


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SIEGENDORF – Was haben Ebrach, Großgressingen, Altenschönbach, Kirchschönbach und Siegendorf gemeinsam? Eine Zugehörigkeit zur Schweinfurter Fußball-A-Klasse 2 und nicht unbedingt herausragenden Erfolg diese Saison! Die fünf Orte der zwei SG´s befinden sich in drei Landkreisen. Das unterscheidet sie. Was wiederum verbindet ist der Trainername: Rijnbeek.

Am 19. Mai 2019 trafen Robert und Bernd letztmals mit ihren Teams aufeinander. Damals in der A-Klasse 4. Robert, heute 36 Jahre alt, coachte damals den FC Dingolshausen, Bernd, jetzt 37, zusammen mit Ivo Königer den TSV Geiselwind. 4:4 endete das Match, die Gäste standen aber schon vorher als Meister fest, stiegen in die Kreisklasse auf.



Der Koppenwinder Robert Rijnbeek, der zuvor in Kirchschönbach, ebenfalls in Geiselwind, beim SC Koppenwind, bei der SG Fürnbach/ Dankenfeld und beim SC Geusfeld tätig war, pausierte danach, ist jetzt aber wieder da. Bruder Bernd, früher in Aschbach, Wiesentheid, Oberschwarzach/ Wiebelsberg und Elsendorf aktiv, trennte sich während der folgenden Saison von Geiselwind, kam nach fünf Partien mit zwei Toren für den FC Thüngfeld nun nach Schönbach-Siegendorf, wo er in 13 Partien sechs Mal traf.


SW1.News und FuSWball.de sprachen mit den Brüdern vor dem Duell am Sonntag ab 15 Uhr in Siegendorf.

Bernd Rijnbeek

Bernd, Robert, wie groß ist die Vorfreunde auf das Familienduell? Oder seht Ihr Euch auch ansonsten so oft, dass ein Treffen Sonntag um 15 Uhr nichts Besonderes ist?
Bernd Rijnbeek: Ein direktes Duell auf dem Fußballrasen ist natürlich etwas Besonderes, trotzdem darf man aus sportlicher Sicht den Blick auf das Wesentliche nicht verlieren und muss auch hier fokussiert bleiben.
Robert Rijnbeek:Wir sehen uns so auch nicht oft. Klar ist es was Besonderes, aber hochleben sollte man es jetzt nicht.

So richtig rund läuft es bei Euch beiden nicht. Nach drei Siegen mit 9:0 Toren verlor Ebrach zuletzt drei Mal mit 4:18 Toren. Und Schönbach unterlag nach sieben Punkten aus drei Partien ohne Niederlage drei Mal bei 2:14 Treffern. Die Formwellen scheinen brüderlich parallel zu verlaufen. Sprecht Ihr Euch da vorher ab ;-)?
Bernd Rijnbeek: Natürlich nicht. Man hätte sich klar auch andere Ergebnisse gewünscht, aber so ist der Fußball halt.
Robert Rijnbeek: Nein, definitv nicht. Sportlich bleibt sportlich, mehr aber auch nicht.

Robert, ausgerechnet Dingolshausen/ Rügshofen, also Deine alte Truppe, schenkte Euch neulich ein 8:0 auch noch zuhause bei Euch ein. Was war da los und beim 3:5 gegen den gar nicht so starken FC Fahr 2?
Robert Rijnbeek :Die Spiele haben wir intern geklärt. Dingolshausen wünsche ich für die Zukunft alles Gute. Sie haben ihre Sache sauber und ordentlich gespielt und in naher Zukunft sehe ich die Jungs auf jeden Fall mal bis zur Kreisliga. Bis dahin kann die Truppe, wenn sie so zusammen bleibt, bestehen. Alles Gute von mir.

Robert Rijnbeek

Gab´s brüderlichen Ärger nach diesem 3:5, weil Fahr 2 ja durchaus in Reichweite der Schönbacher/ Siegsdorfer ist?
Bernd Rijnbeek: Nein. Man darf so etwas auf keinen Fall anders sehen als sportlich.
Robert Rijnbeek: Kann ich so nicht sagen.Wir hätten das Spiel lieber gewonnen als verloren.

Bernd, seid Ihr froh, dass Gerolzhofen 2/ Michelau noch gar nicht gewonnen hat und es außer einem Fix-Absteiger keinen Releganten gibt?
Bernd Rijnbeek: Es spielt uns natürlich aktuell in die Karten – das ist ganz klar. Allerdings ist die Runde noch lang. Sich nur auf die Punktedifferenz zum Tabellenletzten auszuruhen, ist nicht mein Motto. Man möchte verdient in der Klasse verweilen und nicht nur aus Gut Glück, dafür muss man auch Leistung bringen.

Wie Ebrach/ Großgressingen sind auch Mönchstockheim und Abtswind 3/ Geesdorf 2 aktuell nur fünf Punkte entfernt von Schönbach/ Siegendorf. Auf beide treffen die Ebracher heuer noch. Da muss der eine Bruder den anderen aber unterstützen, oder?
Bernd Rijnbeek: Jeder hat auf dem Rasen sein eigenes Päckchen zu tragen, daher ist es wichtig, sich auf sich und seine Mannschaft zu konzentrieren. Wie ich bereits schon vorher kurz erwähnt habe, möchte man aufgrund seiner eigenen verdienten Leistung in der Klasse bleiben. Also müssen natürlich Punkte her, egal gegen welche Mannschaft.
Robert Rijnbeek: Ich denke, wir tun gut daran, wenn wir uns auf unsre Mannschaften konzentrieren und nicht auf was der andere noch vor der Brust hat. Wir wollen noch so viel wie möglich an Punkten sammeln.

Das rechts ist Bernd. Das links aber nicht Robert…

Wie kamt Ihr beide jeweils zu dem neuen und aktuellen Engagement?
Bernd Rijnbeek: Man kennt die Leute, die hinter dem Verein stehen – es ist ja nunmal mein Heimatverein.
Robert Rijnbeek: Bei mir ging es ziemlich schnell ,muss ich sagen. Den UC, auch Christian Ullrich genannt, kenne ich noch aus meiner aktiveren Laufbahn. Und so kam der Kontakt zustande.

Habt Ihr im Verlauf der vielen Jahre eigentlich auch mal miteinander gespielt?
Robert Rijnbeek: Ja, den gab es auch… In der Zeit, als der SV Kirchschönbach noch eigenständig war.
Bernd Rijnbeek: Aber klar – in der Jugend natürlich, danach beim noch eigenständigen SV Kirchschönbach und auch beim TSV Geiselwind. Danach trennten sich unsere sportlichen Wege und jeder versuchte für sich weiter zu kommen.

Erzählt bitte ein bisschen was über Euch: Woher stammt Ihr (wegen des außergewöhnlichen Namens), was macht Ihr beruflich – und wo findet man Euch in der Freizeit, wenn nicht auf dem Fußballplatz?
Bernd Rijnbeek: Unser Vater gab uns den außergewöhnlichen Namen – er stammt aus den Niederlanden. Ich bin meinem Beruf Zimmermann seit meiner Ausbildung treu geblieben und immer noch in meiner Firma tätig. Wenn es aktuell meine private Baustelle erlaubt, findet man mich trotzdem auf dem Fußballplatz, da meine Freundin als Co-Trainerin der Damen des FC Thüngfeld aktiv ist und man sich natürlich gegenseitig auch unterstützen muss – und die dazugehörigen Jungs sehe ich auch noch sehr gerne (lacht). In Oberschwarzach versuche ich aber auch ab und an mal zuzuschauen bei den Spielen.
Robert Rijnbeek: Geboren bin ich in Dettelbach, meinen außergewöhnlichen Nachnamen verdiene ichauch durch unseren Vater. Beruflich bin ich immer noch auch nach meiner Ausbildung als Stuckateur unterwegs. Wenn ich einmal Freizeit habe, dann findet man mich mit meiner Familie in und um den Koppenwinder Forest.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

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