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„Kicker“ als interdisziplinäres Medium: Die „Inspiration Tischfußball“ zog nach Schweinfurt nun auch die Auburn University in ihren Bann


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SCHWEINFURT – Schon im Sommer des letzten Jahres hielt der „gute, alte“ Tischkicker Einzug an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (siehe z.B. www.fhws.de/service/news-presse/pressearchiv/thema/der-alte-tischkicker-haelt-einzug-an-der-fhws/; www.tvmainfranken.de/mediathek/video/kickern-in-der-fh-wuerzburg-schweinfurt/).

Damals sei noch nicht absehbar gewesen, so der Initiator der „initiative Tischkicker“, Professor Dr. Marcus Schulz, wohin der Weg mit dem Kicker an der Hochschule führen könnte. Nun deute sich ein Trend an: Die Kombination aus Spaß, leichter Erlernbarkeit und Bekanntheitsgrad mache aus dem Kicker die ideale Inspiration für Projekte an der FHWS. Wer dabei über den Kicker hinauszudenken lerne, stelle schnell fest, dass der Tischfußball ein ideales, interdisziplinäres Medium sei, um verschiedene Modelle anwendungsorientiert aus der Wissenschaft anzuwenden.


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Seit nunmehr fast zwei Jahren wird an der FHWS in Schweinfurt gekickert. Zu Beginn und neben dem Spaß am Spielen für Studierende und Bedienstete, dienten die Kickertische als Inspiration neuer Lösungen für verschiedene Problemstellungen. So arbeiteten Teams gemeinsam im Rahmen von Produktentwicklungen an technischen Lösungen zu besseren Transportmöglichkeiten der doch recht sperrigen und schweren Produkte, eine Anforderung der Sportler und Händler. Inzwischen ist das Kicker-Netzwerk rund um die Hochschule deutlich gewachsen und besteht aus namhaften Herstellern von Kickertischen, dem Deutschen Tischfußballbund DTFB, dem internationalen Tischfußballbund ITSF, diversen Bundesligaspielern und Firmen. Marcus Schulz: „So ist sichergestellt, dass die Projektergebnisse der Studierenden praxisnah umgesetzt werden.“


Wem das zu verspielt klinge, so der Professor weiter, sollte Folgendes im Auge behalten: „Auch als Hersteller von Tischkickern gilt es, innovativ zu sein. Auch hier versuchen Hersteller durch neue Entwicklungen ständig die Nase vorne zu haben. Wie auch in anderen Branchen, so stehen im Tischkicker-Geschäft neue Entwicklungen und Innovationen hoch im Kurs.“ Studierende konstruieren aktuell und unter anderem an Kickerlösungen für Kinder. Hierbei gilt es, einen Kicker zu entwickeln, der verschiedene Aspekte (beispielsweise Motorik, Schnelligkeit) berücksichtigt, die für Kinder eine wichtige Rolle spielen. Geplant und konstruiert wird hier unter Zuhilfenahme der im Unterricht erlernten Projektmanagement-Werkzeuge.

Auch mit Blick auf das Marketing sei der Kicker ein spannendes Instrument: „Die Studierenden erlernen hierbei beispielsweise die Wichtigkeit der kundenorientierten Ansprache oder die Herausforderungen, einen Marketingplan für ein anderes Land zu entwerfen. Einige Studierende setzen sich damit auseinander, was nötig ist, um den Kicker in den USA zu verkaufen. Hier gilt es beispielsweise, clevere Lösungen für das Transportproblem zu finden oder internationale Wettbewerber zu analysieren. Dabei ist immer sichergestellt, dass die Studierenden eng mit den Firmen zusammenarbeiten, um so die entstehenden Probleme hautnah mitzuerleben.“

Ein weiteres Projektteam untersuchte die Anwendungsmöglichkeiten von Kickern in Alten- und Pflegeheimen – eine ideale Möglichkeit, Interviews und Beobachtungen als wissenschaftliche Methode zu erlernen und so mit den Schwierigkeiten der Datenerhebung in Verbindung zu kommen. Von der Ansprache potentieller Alten- und Pflegeheime bis hin zur Durchführung der Interviews gab es auch hier allerhand Herausforderungen.

Inzwischen ist auch die erste Bachelorarbeit mit dem Titel „Verwendung des Tischkickers als Werkzeug zur Persönlichkeits- und Kompetenzbeurteilung in Personalauswahlverfahren“ an der FHWS entstanden. Schwerpunkt war es herauszufinden, ob man gewisse Beobachtungen bei Verhaltensweisen von Probanden am Kickertisch dazu nutzen kann, um Rückschlüsse über die Persönlichkeit zu ziehen. Dazu wurden verschiedene Theorien und Werkzeuge aus der Persönlichkeitsentwicklung betrachtet, um einen einzigartigen Beobachtungsbogen zu erstellen, der gewisse Rückschlüsse vom Verhalten am Kickertisch zur jeweils spielenden Person möglich mache.

Weitere Projekte, so Professor Dr. Schulz, seien in Planung, „die Liste an Ideen ist grenzenlos. So stellen beispielsweise die Kicker-Bälle die Hersteller und Spieler seit Jahren vor große Herausforderungen: lieber rund und formstabilisierend, dafür aber etwas schwerer zu kontrollieren oder griffig und kontrollierbar, dafür aber mit der Zeit verformend? Der Fantasie eines Material-Wissenschaftlers ist keine Grenze gesetzt. So werden auch immer wieder Stangen und Lager diskutiert, die deutlich reibungsreduzierter harmonieren. So fällt vielleicht in Zukunft das altbewährte Silikonspray an den Stangen weg.“

Heute dient der Kicker zum Intensivieren und Vertiefen der universitären Verbindungen über den Ozean hinweg. So gab es an der Auburn Universität, einem Partner der FHWS in den USA, eine große Amerikanisch-Deutsche Kicker-Woche. Bei einem Besuch von Marcus Schulz an der Auburn Universität war ein Kicker made in Bavaria mit im Flugzeuggepäck. Während zweier intensiver Kicker-Tage habe es die Chance für die Studierenden gegeben, gegen den mehrfachen Weltmeister Tom Yore aus den USA anzutreten, um so mit dem Sport in Verbindung zu kommen. Weiterhin wurden Workshops zum Thema Kickern und Innovation an der Ingenieurs-Abteilung der Uni angeboten, gemeinschaftliche Projekte zwischen der Auburn Universität und der FHWS wurden fixiert.

Was den Kicker so besonders mache? Marcus Schulz: „Sein spielerisches Element und die Tatsache, dass fast jeder Kickern kann, machen den Kicker zu einem dankbaren Medium für den Wissenstransfer. Wer dann den Durchbruch schafft, erkennt, dass es nur bedingt eine Rolle spielt, ob wir über die Automobilindustrie oder das Kicker-Business reden – es gelten die gleichen, bzw. ähnlichen Gesetze. Auch hier muss der Studierende die Economies of Scale erkennen und eine Marktsegmentierung vornehmen können. Und wenn es zwischendurch zu viel Theorie in den Vorlesungen gab, gibt es auch einfach die Chance abzuschalten und Tore zu schießen.“



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