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Schweinfurt 05 nach dem Pokal-Aus: „Wir waren am Freitag natürlich extrem schockiert!“


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GELSENKIRCHEN / SCHWEINFURT / MÜNCHEN – Ein Gerichtsbeschluss an einem späten Freitagnachmittag hat natürlich zur Folge, dass die negativ betroffene Gegenseite kurz vor dem Wochenende nicht mehr reagieren kann. Zumal dann, wenn die Entscheidung ein Fußballspiel betrifft, das keine 48 Stunden nach einem Urteil angepfiffen hätte werden wollen.

Rechtskraft hat dieses Urteil nicht – und der Bayerische Fußball-Verband will auch das anfechten, was das Landgericht München erwirkte: Türkgücü München als Gegner von Schalke 04 in der DFB-Pokalrunde eins statt Schweinfurt 05. So wie vom BFV gemeldet. Weil die Türken als Tabellenführer in die 3. Liga aufstiegen, zur Fortsetzung der Saison aus der Regionalliga Bayern verschwunden sind – und der Verband stets die beste Amateurmannschaft Bayerns für die Hauptrunde meldet. Aktuell sind das nun die Schnüdel, Türkgücü aber sagt, das gelte erst dann, wenn die Runde wieder läuft – und bis dato sei man – zweifelsfrei – die beste Mannschaft der Liga (gewesen). So sieht es auch das Gericht. Zumindest vorläufig.


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Natürlich äußerte sich auch Schalke 04 über die vereinseigene Homepage – mit deutlichen Vorwürfen an den Bayerischen Fußball-Verband:
„Es ist sehr ärgerlich, dass das für Sonntag angesetzte DFB-Pokalspiel ausfallen muss, sagt Sportvorstand Jochen Schneider. „Wenn Türkgücü München nach Ansicht des Landgerichts München der rechtmäßige Teilnehmer am DFB-Pokal ist, dann respektieren wir diese Entscheidung und freuen uns auf das Spiel gegen Türkgücü wann immer es stattfinden wird. Gleiches gilt selbstverständlich, wenn wir doch noch gegen Schweinfurt spielen sollten. Letztendlich kann man jedoch nur den Kopf über die Vorgehensweise des Bayerischen Fußballverbandes schütteln, der über Wochen und Monate hinweg offensichtlich nicht in der Lage war, den rechtmäßigen Vertreter am DFB-Pokal zu bestimmen.


Informationen zum weiteren Vorgehen würde es geben, sobald das weitere Prozedere bekannt ist. Schalke hilft! wird sich in Kürze bei den 300 geladenen Gästen melden, die an sich diesen Sonntag zum Spiel gegen Schweinfurt 05 hätten kommen dürfen. Die Einladung gelte selbstverständlich weiterhin und der Besuch werde nun eben zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

„Die Enttäuschung ist da, Das ist ja klar. Das tut uns allen leid“, äußert sich FC 05-Trainer Tobias Strobl nur kurz und will weiter nichts zu dem Thema sagen. Innerhalb des Vereins gilt die Anweisung, weitere Statements nicht nach außen zu tragen. Strobl verweist auf eine Pressemeldung der dafür zuständigen Jessica Oldenburger, die bereits am Freitag in einer ersten Stellungnahme der Schnüdel, die eigentlich nur die Absage der Partie erwähnte, ankündigte: „Die Enttäuschung ist da, Das ist ja klar. Das tut uns allen leidZum weiteren Vorgehen wird sich der 1. FC Schweinfurt 1905 äußern, sobald der DFB eine rechtskräftige Entscheidung bekannt gibt.“ Und der erklärte am späten Freitagabend: „Über die Neuansetzung der Partie wird der DFB entscheiden, sobald die juristische Klärung herbeigeführt ist.“

Zumindest der BFV hat ja bereits am Freitag eine Pressemeldung herausgegeben und berichtet davon, die einstweilige Verfügung der 37. Zivilkammer des Landgerichtes München 1 zur Kenntnis genommen zu haben, wonach die Meldung der Schweinfurter zu Pokalrunde eins zu widerrufen und stattdessen vorläufig Türkgücü München zu melden.

Das, was in München am Freitagnachmittag entschieden wurde, hat also noch keine Rechtskraft. Der BFV wird in die nächste Instanz gehen, kündigte der für Rechtsfragen zuständige Vize-Präsident Reinhold Baier bereits ein Widerspruchsverfahren an. Aufgrund der Kurzfristigkeit sei aber kein Einspruch möglich gewesen, wieso die Pokalpartie nun erst einmal abgesetzt wurde.

Am Samstag äußerten sich dann die Schnüdel doch noch ausführlicher: Trainer Strobl gab nochmals zu, „extrem enttäuscht“ gewesen zu sein, als er am späten Freitagnachmittag die Nachricht erhielt. „Und als es Fakt war, gab es natürlich Diskussionen im Team. Die Jungs hat das schon beschäftigt, aber wir können es halt leider nicht beeinflussen!“ Samstagfrüh habe die Mannschaft dann „extrem gut trainiert. Und nun haben sie zweieinhalb Tage Zeit. Denn erst ab Dienstag bereiten wir uns auf den Ligapokal in Aschaffenburg vor und schauen, welche Entscheidungen woanders getroffen werden“.

Auch Vereinsboss Markus Wolf, der Geschäftsführer und Vorsitzende, hofft noch, „dass wir trotzdem eine Partie bei Schalke 04 austragen werden, auch wenn das eine Sache ist, die woanders entschieden werden muss. Wir können nur wenig dazu sagen, wir sind ja Drittbetroffener.“ Wolf bestätigt, sogar „extrem schockiert“ gewesen zu sein, „das kann man sich ja sicher vorstellen. Ich denke, dass sich BFV und DFB zeitnah äußern werden. Aber es tut mir leid für die Fans von Schweinfurt und auch von Schalke!“

Der Präsident der Schnüdel betont, dass er den Gelsenkirchenern ausdrücklich dankt „für die hervorraende Organisation des Spiels, das am Sonntag stattfinden sollte. Wir waren da in einem sehr, sehr guten Austausch!“ Keine Worte verliert Markus Wolf in Richtung Türkgücü München und ob er das Vorgehen der Münchner verstehen kann. Nachdem aber der FC 05 bis zuletzt Zweifel anmeldete, dass der Aufsteiger in die 3. Liga die Teilnahme dort wegen einer fehlenden Heimstätte auch verdient hat, muss man sicher auch davon ausgehen, dass in Schweinfurt ein bisschen Verständnis vorherrscht für den Gang der Oberbayern vor Gericht.



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Ein Kommentar

  1. Nach meiner Wahrnehmung ist das beschriebene Chaos eine Folge der selbstherrlichen und ignoranten Politik des BFV und ihres Vorsitzenden. Ganz offenbar war man dort nicht in der Lage rechtlich eindeutige Verhältnisse zu schaffen.
    Beim BFV ist ein Neuanfang dringend, personell und auch in Hinblick auf die Ligapolitik. Ein Blick auf die Zuschauerzahlen der letzten Jahre zeigt die mangelnde Attraktivität der Provinzliga RL Bayern.

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