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Die FTS will Samstag feiern: Das Aus für Adrian Gahns „Nicht verloren-Bart“?


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SCHWEINFURT – Die nächsten Tage könnten ereignisreich und feucht werden für die Freien Turner Schweinfurt. Am 1. Mai um 17 Uhr betreitet die FTS das Kreispokal-Finale beim Titelverteidiger SG Oberschwarzach/ Wiebelsberg. Gefeiert werden soll aber möglichst schon vier Tage zuvor. Schritt eins auf dem Weg zum Double?

Der Fahrplan ist leicht durchschaubar, was die Punkterunde betrifft: In der Fußball-Bezirksliga steht am Samstag ab 16 Uhr das Heimspiel gegen den FC Thulba an, der acht seiner letzten elf Partien verlor und sich längst aus dem Rennen um Platz zwei verabschieder hat. Die Schweinfurter müssen „nur“ gewinnen, so wie beim 4:1 im Hinspiel, dann wäre die Meisterschaft endlich unter Dach und Fach und wären die drei noch ausstehenden Spiele in Altbessingen und in Dettelbach sowie zuhause gegen Riedenberg nicht mehr als ein Auslaufen – vielleicht nach einer Doppelfete.


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Rückblick: 2017 wurde Adrian Gahn auserkoren, als neuer Trainer den alten Turnergeist zurückzuholen. Der ging unter seinen Vorgängern Thomas Freund und Norbert Barth anscheinend ein wenig verloren. Mit einem Jahr Pause wurde die FTS da gerade von der Landes- in die Kreisliga durchgereicht, spielte plötzlich nicht mehr gegen den FC Sand, sondern gegen den FC Sand 2 und gegen Dörfer wie Prappach, Steinbach und Sylbach.


Gahn kam, die Turner sahen und siegten. 23 Dreier, ein Remis und nur zwei Niederlagen bedeuteten letzte Saison mit 19 Punkten Vorsprung den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Blöde nur, dass die Schweinfurter schon am 22. April die Meisterschaft auf der Couch feiern mussten. Man war selbst nicht im Einsatz, als verfolger Steinbach in Königsberg verlor. Uneinholbar Erster ohne zu kicken…. „Ich war in Königsberg vor Ort, dann haben wir uns an der Maibacher Höhe getroffen. Zum Feiern. Das war megagut“, sagt Gahn heute.

Weil man das anvisierte Ziel ziemlich locker erreichte. Er gibt zu: „Nach einem klassischen 5:4 nach einem 0:4-Rückstand wär´s schöner gewesen. Aber wir haben uns trotzdem riesig gefreut!“ So wie womöglich auch kommenden Samstag wieder. Dann fünf Tage später, nach 66 Punkten nach einem Sieg, mindestens zehn Vorsprung auf Gochsheim, nach 20 Dreiern, sechs Unentschieden und einer einzigen Niederlage zuhause gegen Dampfach. Längst vergessen und wieder gut gemacht an Ostern mit einem 7:0 auswärts als Revanche.

Ja, und danach, an diesem Karsamstag, hätte es an sich schon passieren können mit der Meisterschaft. Forst verlor in Bad Kissingen, verabschiedete sich aus dem Rennen. Die Gochsheimer aber gewannen in Dettelbach. Hätten sie das nicht getan oder zwei Tage später nicht in Rödelmaier beim 3:2-Sieg, dann wären die am Ostermontag spielfreien Freien Turner schon wieder „Couchmeister“ geworden. „Wir waren mit 15 Mann beim TV Jahn, haben unserer zweiten Mannschaft in der Kreisklasse zugeschaut. Und wir hätten auch da sicher wieder gefeiert. Wobei unser Grieche an der Maibacher Höhe Montag eigentlich Ruhetag hat. Ich weiß gar nicht: Hatte der da auf?“, fragt Adrian Gahn.

Egal, denn nun kann das ja am Samstag klappen. Eine Stunde übrigens nach der möglichen Meisterschaft der DJK Hirschfeld in der Kreisliga, wo Gahns bester Kumpel Stefan Nöthling Trainer ist, einst zwei Jahre mit ihm Weggefährte beim TSV Münnerstadt. „Wir würden gerne zuhause Meister machen. Das ist vor eigener Kulisse schöner. Wir haben es selbst in der Hand. Wobei: Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dass wir es wieder auf der Couch werden, dann hätte ich da sofort unterschrieben!“

Angst davor, Thulba zu leicht zu nehmen? „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir in den letzten zwei Jahren irgendjemanden mal unterschätzt haben“, sagt der schweinfurter Trainer. Der Tisch sei gedeckt, der Samstag ideal für einen Titel bei einem freien Sonntag. Klappt es nicht mit dem Dreier, dann könnte Gochsheim bei einem Nicht-Siegen am Sonntag in Bad Kissingen das mit der Coach schon wieder möglich machen. „Das wäre blöd. Aber dann würden sich einige trotzdem den Montag gewiss frei nehmen!“ Und gut: Der FTS-Grieche hat Sonntagabend sicher geöffnet…

Ob die Meister-Shirts sei Wochen schon gedruckt sind? „Weiß ich nicht“, sagt Adi Gahn und verweist auf Ernst Gehling, der letzte Saison das Team damit überraschte, Steffi Büttner, die Frau von Thorsten, einem anderen Ex-Turner, hatte sie damals mitgestaltet. Gut gekleidet konnte man also feiern, tat das dann nochmal, feierte schließlich im kleinen Kreis und zum letzten Heimspiel erneut. Und dan sogar nochmals, weil die Turner Zweiter wurden beim Landesentscheid des Erdinger-Cups und als Preis dafür ein Weißbierwagen mit Proviant für ein paar Hefegläser anch Schweinfurt kam.

Ein Sieg noch – und Ende Juni sind die FTS´ler wieder dabei beim regionalen Erdinger-Cup, diesmal in Hammelburg. Ob das Team dann noch komplett zusammen ist? Rico Geiling steht als Rückkehrer zu seinem FC Haßfurt fest. „Er ist beruflich Abteilungsleiter dort bei der Flessabank, hat viel Aufwand, war nicht bei jedem Training da. Außerdem planen sie in Haßfurt etwas ähnliches wie bei uns, wollen ehemalige Spieler zurückholen“, weiß Gahn. Und endlich wieder raus aus der Kreisliga.

Dominik Popp, der überragende Torjäger, will auf alle Fälle bleiben. Auch zwei, drei nicht ganz so jede Woche auffällige Spieler sollen im Visier von anderen Vereinen stehen. „Sie werden regelmäßig angesprochen und wir würden ihnen auch nicht unbedingt Steine in den Weg legen und sie auf Biegen und Brechen halten“, sagt Gahn. Allerdings ist für die meisten der Anreiz halt doch groß, bald Landesliga zu spielen. Zugänge („würden wir nehmen, wenn es charakterlich passt!“) sind also nicht unbedingt nötig. Als solche bezeichnet der Coach den nach langer Kreuzbandriss-Pause in Dampfach wieder eingesetzten Tyrell Walton und auch Simon Werner, ein weiteres, jüngst empor gekommenes Eigengewächs.

Bitter freilich sind die Turner-Erfolge für Jenny Gahn. Die Frau von Adrian muss seit ewigen Zeiten schon den „Nicht verloren-Bart“ ihres Mannes ertragen, den er seit der Winterpause trägt und eben erst dann abrasieren würde, wenn ein Gegner mal wieder einen Dreier gegen die Schweinfurter schafft. Der FC Thulba hat sich das für den Samstag natürlich vorgenommen. Trotz der Kriese zuletzt. Ob es klappt? Man wird´s sehen. Wobei die FTS auf diese blöde Sofa-Meisterschaften natürlich echt verzichten könnte…

Diesen Beitrag stellte uns www.anpfiff.info ausnahmsweise mal in kompletter Länge zur Verfügung. Derartig lange Berichte sind die Normalität bei dem fränkischen Fußballportal, wo dieser Text mit ganz vielen weiteren Fotos und zusätzlichen Informationen bereits am Donnerstag erschien. anpfiff wird an der Maibacher Höhe beim Spiel vor Ost sein, eventuelle Feierlichkeiten festhalten – und auf alle Fälle Anfang der Woche noch groß berichten vor dem Kreispokalfinale am Mittwoch, den 1. Mai.

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