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TSV-Duell: Gochsheim erwartet Forst – Skandal mit „Negerkopf“ und Backpfeife


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GOCHSHEIM / FORST – Für den TSV Gochsheim geht es in diesen Tagen um Platz zwei in der Fußball-Bezirksliga. Bei vier Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten TSV Forst kann am Wochenende beim direkten Duell mit dem Derbynachbarn sogar schon eine Entscheidung fallen. Doch in diesen Tagen sorgt ein trauriges Thema leider für Gesprächsstoff. Es kam offensichtlich zu einem rassistischen Vorfall.

Beim 3:2-Sieg der Gochsheimer am Ostermontag in einem heißen Spiel beim SV Rödelmaier war der verletzte TSV-Spieler Fnan Tewelde als Betreuer aktiv und versorgte mit dem Eiskoffer bei ganz vielen Szenen angeschlagene Spieler der Gäste. So auch in dem Moment, als in der Nachspielzeit Stefan Greulich gegen die Bande knallte (und sich sogar eine leichte Gehirnerschütterung zuzog).


Eisgeliebt

Der in Frankfurt geborene Tewelde mit Vorfahren aus Eritrea kam zum Behandeln und musste sich von einem Zuschauer als „Du Negerkopf“ beleidigen lassen. Als der entsetzte Gochsheimer mit ausgestrecktem Zeigefinger „Was hast Du gesagt?“ in Richtung des Mannes fragte, „da hat er von ihm eine volle Schelle ins Gesicht bekommen“, so der TSV-Fußball-Abteilungsleiter Achim Eisend, der mit völligem Entsetzen auf den Vorfall reagierte und der beim Verlassen des Platzes auch noch ein „Solche wie Du gehören in den Dschungel zurück“ eines anderen Mannes in Richtung Tewelde hören musste. Als Eisend danach ankündigte, Anzeige zu erstatten, „da sagte jemand zu mir: ´Mach doch, Du kleines Licht am Baum!´“

Der TSV Gochsheim schaltete längst das Sportgericht ein und wollte – obwohl zahlreiche Personen Zeugen der Vorfälle wurden – an sich nicht unbedingt damit an die Öffentlichkeit. Nachdem aber der SV Rödelmaier bei der Backpfeife von einer Notwehr-Situation spricht und keinen Zuschauer ausfindig machen konnte, der die Sache mit dem „Dschungel“ gesagt haben soll, spricht Eisend von einer großen Enttäuschung.


Bereits in der ersten Halbzeit hätten Jugendliche Tewelde beleidigt. „Ich schäme mich, dass es sowas 2019 in Deutschland auf einem Fußballplatz gibt. Und dass es der Verein auch noch decken will. Das ist ganz schlimm, das ist sehr enttäuschend“, wiederholt Achim Eisend.

Alleine dem sehr besonnen Verhalten von Fnan Tewelde sei zu verdanken gewesen, dass die Situation danach nicht völlig eskaliert ist. Auf Anfrage gibt der SV Rödelmaier zumindest zu: „Tatsächlich hat es wohl kurz vor Ende des Spiels eine Auseinandersetzung zwischen einem Zuschauer und einem Betreuer vom TSV Gochsheim gegeben. Wir möchten jedoch hierzu keine weitere Auskunft geben, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.“

Und damit zum Sportlichen: Da hat die Partie in Rödelmaier die ohnehin personell gebeutelten Gochsheimer erst so richtig erwischt. Fnan Tewelde (Muskelfaserris) oder der zuletzt sehr starke Mario Ketterl (Leiste) fehlten ohnehin. An Ostermontag zog sich Jonas Heimrich dann auch noch einen Bänderriss im Knöchel zu und Simon Feuerbacher gar einen Kreuzbandriss. „Beide sind im Rasen hängen geblieben“, erklärt Eisend. Als Feuerbacher in der Szene an der Auslinie zu Boden ging, da hätten sich Zuschauer über die Bände gelehnt und ein „Steh auf, Du Schauspieler!“ gerufen, Feuerbacher sogar angefasst. „Das war alles schon sehr grenzwertig“, so der Gochsheimer Abteilungsleiter.

„Neun, zehn Stammspieler fehlen uns momentan“, weiß Eisend. Da kam es nicht sonderlich überraschend, dass es diesen Sonntag nur zu einem 2:2 gegen Bad Kissingen reichte. Durch den Ausgleich der Gäste in der Nachspielzeit. „Der war nicht ganz unverdient, weil wir die Bad Kissinger sicherlich nicht an die Wand gespielt haben!“ Nach der Führung der Saalestädter durch Vlad-Mircea Ruja kurz vor der Pause „dachte ich nicht, dass wir das heute noch drehen“. Doch das klappte dan vorerst schon, weil der ansonsten bärenstarke Gästekeeper Florian Rottenberger beim 1:1 und beim 2:1 nicht die allerbeste Figur machte.

„Doch auch wenn wir zwei Punkte verschenkt haben, so könnte der eine doch was wert sein“, weiß Achim Eisend. Mit vier Zählern Vorsprung geht es gegen Forst, wo das am Ende aufregende Hinspiel mit allen vier Toren in der Schlussviertelstunde 2:2 endete. Also müssen die Gäste unbedingt gewinnen, „und selbst dann wären wir noch vorne. Zweiter wollen wir jetzt unbedingt werden“, so Eisend.

In Unterspiesheim und gegen Oberschwarzach stehen die finalen Gochsheimer Spiele an. Und dann wieder Relegation zur Landesliga? So wie 2018, als man erst Ansbach-Eyb ausschaltete und dann ohne eine Niederlage am TSV Karlburg scheiterte, aktuell Tabellenführer der Landesliga, in die es die Gochsheimer zieht.

Einzig wohl noch die Forster – Oberschwarzach hat geringe Restchancen – können das verhindern. Bei ihnen ist momentan Florian Hetzel in bestechender Form. Nach zuvor zwei Niederlagen steuerte der Spielertrainer beim jüngsten 3:1-Sieg alle drei Treffer bei. Es ging gegen den SV Rödelmaier…

Diesen Beitrag stellte uns das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info ausnahmsweise komplett zur Verfügung. Dort aber erschien er – mit vielen weiteren Fotos und Zusatzinformationen – exklusiv bereits am Montagabend und sorgt seitdem für gewaltigen Stoff für Diskussionen.

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