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Warum es noch ein deutliches Delta zu Spitzenteams gibt und Ettleben/ Werneck mit Demut und Respekt vor der Bezirksliga antritt


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ETTLEBEN / WERNECK – Aufsteiger TSV Ettleben/ Werneck ist nun endgültig in der Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost angekommen und liegt seit dem vergangenen Sonntag nur noch drei Punkte hinter dem Tabellenzweiten FC Bad Kissingen, hat zudem eine Partie in der Hinterhand. Die Serie der vier Auswärtspartien in Folge überstand das Team bestens. Und sorgte für einen Zuschauerrekord.

Acht Punkte holte das Team auf den vier Reisen und blieb ohne Niederlage. In Bergrheinfeld siegte der Neuling jüngt durch zwei Tore in den letzten zehn Minuten vor 460 (!) Anhängern aus beiden Lagern. Und das, nachdem 355 Anhänger das 5:0 im letzten Heimspiel gegen Thulba bejubelten. Erstmals seit fünf Wochen findet nun wieder eine Partie zuhause statt, zwar nicht in der Wernecker Arena, aber in Ettleben. SW1.News und FuSWball.de sprachen vor dem Match des Sechsten gegen den Vierten aus Münnerstadt mit Trainer Mario Schindler.


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Mario, waren die beiden jüngsten Auswärtssiege ein Zeichen des weiteren Reifeprozesses bei Deinem Team?
Mario Schindler: Ja, das sind auf jeden Fall weitere Schritte in Richtung Reifeprozess und Weiterentwicklung gewesen. In Rödelmeier und Bergrheinfeld gewinnt man nicht so im Vorbeigehen, umso mehr freut es mich, dass wir nach den beiden Unentschieden in Hirschfeld und Trappstadt wieder gewinnen konnten. Aber auch hier muss man die Siege richtig einnorden, denn in beiden Spielen gab es zu viele Phasen, in denen wir den Grip zum Spiel verloren haben.


Zuvor habt ihr jeweils Remis gespielt in Trappstadt und Hirschfeld. Ordentliche Resultate, aber sicher mit Luft nach oben, wenn man zum Beispiel auch Eure drei knappen Niederlagen sieht mit je nur einem Tor – oder die im Pokal in Wiebelsberg?
Mario Schindler: Die beiden Unentschieden in Hirschfeld und Trappstadt waren für unsere Entwicklung, aber auch für eine Standortanalyse, sehr wichtig für uns. Wir konnten sehen, warum es noch ein deutliches Delta zu Bad Kissingen, Forst, Dampfach, Münnerstadt, Oberschwarzach oder auch Altbessingen gibt. Die knappen Niederlagen sind zwar vom Ergebnisbild eng, allerdings waren in einigen Kernpunkten des Fußballs die Unterschiede noch zu deutlich.

Acht Punkte aus den vier Auswärtsspielen in Serie sind aber okay?! Wenn wir Dir das nach dem 5:0 gegen Thulba vorgeschlagen hätten, dann….
Mario Schindler: … dann hätte ich das natürlich unterschrieben. Als Aufsteiger musst du einfach fleißig sein und auch an das Punktekonto denken. Wir wollen uns weiter in der Liga akklimatisieren und die acht Punkte mehr tun uns sicherlich gut, um den Abstand zu den hinteren Rängen zu erhalten.

Warst Du überrascht, als Du am Sonntag vom Thulba-Sieg in Oberschwarzach gehört hast?
Mario Schindler: Natürlich kam das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt ein wenig überraschend. Die Vorzeichen haben eher gegen Thulba gesprochen. Allerdings ist das doch das wunderbar Schöne am Fußball. Alles ist möglich. Und ich freue mich natürlich auch sehr für meinen ehemaligen Spieler Oli Mützel. Der Sieg wird seiner Mannschaft und auch ihm sicherlich guttun.

Oberschwarzach ist in Wiebelsberg Euer übernächster Gegner – im dann ersten von wieder zwei Auswärtspartien in Serie, es geht danach noch nach Altbessingen. Aktuell steht die Partie gegen Münnerstadt an. Der Vierte, der Siebte und der Dritte sind Eure nächsten drei Gegner. Danach kommt mit Forst der Achte. Ihr seid Sechster. Ganz wegweisende Wochen?
Mario Schindler: Ich möchte das Wort wegweisend erst gar nicht verwenden. Aber die nächsten Wochen werden mit Sicherheit sehr interessant für uns. Gegen solche arrivierten Schwergewichte der Bezirksliga zu spielen, bietet meinen Jungs wieder die Möglichkeit zu lernen und Erfahrung zu sammeln. Als Aufsteiger sind wir klar in der Underdog-Rolle. Wir müssen unser Bestes geben, um in diesen Spielen den ein oder anderen Punkt mitnehmen zu können. Es wird sehr schwer erfolgreich gegen diese Mannschaften zu sein, aber diese anstehenden Herausforderungen nehmen wir gern an. Wir können in dieser Bezirksliga von allen Mannschaften viel lernen. Und ich möchte, dass wir das nutzen, um uns weiterzuentwickeln. Ich habe das Glück eine tolle Mannschaft mit viel Potenzial trainieren zu dürfen. Um das Potenzial weiterzuentwickeln, müssen wir einfach nur von den anderen Teams lernen. Hier gilt die Devise „Erkennen“, „Verstehen“ und „Umsetzen“.

Bei aktuell noch drei Punkten auf Bad Kissingen und Platz zwei: Reden wir nicht davon, dass träumen erlaubt sein muss, sondern besser von der Realität. Zumindest Aufstiegsspiele zur Landesliga müssen keine Utopie sein, wenn Ihr Euch so weiterentwickelt. Oder?
Mario Schindler: Eines ist klar, im Oktober ist noch keine Mannschaft auf- oder abgestiegen! Wir denken hier nur von Spiel zu Spiel und wollen uns beweisen. Wir haben da keinerlei Druck. Tatsächlich verspüren wir eine riesige Vorfreude auf jedes einzelne Match. Wir wollen uns kurzfristig in der Liga halten und mittelfristig ein gestandener Bezirksligist werden. In deiner Frage zu den Landesliga-Aufstiegsspielen ist mir zu viel Konjunktiv enthalten. Wir tun gut daran, uns richtig einzuordnen, mit Demut und Respekt vor der Liga.

Schritt für Schritt: Am Samstag Münnerstadt überholen?
Mario Schindler: Schritt für Schritt klingt sehr gut. Allerdings ist der nächste Schritt wahnsinnig groß und ist vielmehr eine Riesenhürde. Münnerstadt ist eine unfassbar gute Truppe. Sie sind in sich sehr homogen und haben in allen Mannschaftsteilen Top-Spieler. Allein schon der Gigant im Sturm bei Münnerstadt läßt die Zunge schnalzen. Münnerstadt spricht mit Sicherheit ein deutliches Wort bei Thema Aufstieg mit! Aber – wir freuen uns auf Münnerstadt!

Und auch Du sicher erst ab Samstag und 17 Uhr an Wiebelsberg denken wirst, schon mal vorab: Durch die Pokal-Niederlage und die Tabellen-Konstellation könnte das eine ganz heiße Partie werden, oder?
Mario Schindler: Die Partie gegen Oberschwarzach/ Wiebelsberg wird mit Sicherheit ein weiteres Highlight für uns. Ein weiterer Meisterschaftsfavorit. Wir haben viel Lehrgeld im Pokalspiel gezahlt. Unsere Deltas wurden hier klar aufgezeigt. Wir konnten unsere Erkenntnisse daraus ziehen. Doch das Pokalspiel ist inzwischen längst abgehakt.
Die Partie wird mit Sicherheit heiß. Das liegt aber nicht an der Tabellenkonstellation, sondern vielmehr daran, dass der Gegner jedes seiner Spiele wahnsinnig emotional und leidenschaftlich angeht. Auch hierauf freuen wir uns auf das Match und wollen dazulernen.

Wie geht´s eigentlich eurem in Wiebelsberg am Auge verletzten Spieler? Und sind ansonsten alle Mann an Bord – oder wer konkret fehlt aktuell und warum?
Mario Schindler: Unserem Spieler geht es wieder gut. Er hatte da Glück im Unglück und kam mit einer schweren Gesichtsprellung davon. An dieser Stelle nochmal ein fettes Danke an Simon Müller, der sich in der Folgewoche nach dem Pokalspiel bei mir und auch persönlich bei meinem Spieler nach dessen Wohlbefinden erkundigt hat. Das zeigt, welch toller Mensch er ist!
Bis auf Oli Breitenbach, der sich mit einer lästigen Knieverletzung plagt, haben wir aktuell diverse Spieler mit kleineren Blessuren. Ob diese bis zum Wochenende durchschlagen, kann ich heute nicht sagen.

Nachdem unsere Portale diese Woche auch mit Schleerieths Spielertrainer Thorsten Büttner vor einem Verfolgerduell sprechen und Euer gemeinsamer Ex-Verein nach einem Auswärtssieg nun wieder Chancen auf die Meisterrunde der Fußball-Landesliga hat: Verfolgst Du noch den Werdegang der DJK Schwebenried-Schwemmelsbach?
Mario Schindler: Natürlich verfolge ich die DJK mit großem Interesse. Ein Teil meines Fußballerherzens gehört diesem Verein. Ich habe eine überragende Zeit dort als Trainer – auch zusammen mit Bütti – verbringen dürfen. Nach den Ergebnissen des TSV Ettleben/ Werneck sind die DJK-Ergebnisse immer die ersten, die ich nachschaue. Und natürlich fachsimpele ich hin und wieder mit meinem Schwager, Felix Zöller, über die aktuelle Situation dort, aber auch über den TSV Ettleben/Werneck. Ich wünsche mir sehr, dass die DJK noch auf den Zug zur Meisterrunde aufspringen kann. Das ist eine super Mannschaft, mit sehr guten Trainern und einem großartigen Vereinsumfeld.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!
Mario Schindler: Auch ich möchte mich für das Gespräch bedanken und wünsche SW1.News und FuSWball.de maximalen Erfolg und alles Gute!

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