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Pandemie im Fokus der Vorstandssitzung beim Bayerischen Fußball-Verband


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BAYERN – Veränderte Bedingungen auch bei der Sitzung des Vorstandes des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV): Im Zeichen der Covi-19-Pandemie tagten die Vorstandsmitglieder per Webinar anstatt wie sonst üblich an zentraler Stelle im Freistaat.

Dabei wurde auch einstimmig beschlossen, die Fristen im laufenden Zulassungsverfahren zur Teilnahme am Spielbetrieb der Regionalliga Bayern zu verlängern. Alle 18 Vereine der Regionalliga Bayern haben zunächst termingerecht ihre Bewerbungsunterlagen für die Teilnahme an der Saison 2020/21 beim BFV eingereicht. Die Bewerbungsfrist für die bayerischen Drittligisten FC Ingolstadt 04, SpVgg Unterhaching, TSV 1860 München, FC Bayern München II und FC Würzburger Kickers sowie die Bayernligisten endet am 9. April 2020 um 12 Uhr. Neben der sportlichen Qualifikation müssen die Vereine auch technische wie infrastrukturelle Voraussetzungen des BFV erfüllen, um für die bayerische Amateur-Spitzenliga zugelassen zu werden.


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Dabei ist erwartungsgemäß davon auszugehen, dass die Klubs noch Unterlagen gerade hinsichtlich ihrer Spielstätten nachreichen werden. Aufgrund dessen, dass diese Unterlagen überwiegend kommunale Behörden auszufertigen haben und die Verwaltungen aktuell im Zuge der Corona-Pandemie sehr viel zu tun haben, hat der BFV-Vorstand die Zulassungskommission ermächtigt, hier entsprechende Fristen zu verlängern. „Auch wir als BFV wollen alles dafür tun, den Blick auf das Wesentliche richten zu können und Kommunen in dieser schwierigen Phase für unser Land ihre überaus wichtige Arbeit machen zu lassen und nicht weiter zu belasten“, sagte BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher als Vorsitzender der Zulassungskommission: „Auch unsere Vereine haben derzeit ganz andere Herausforderungen zu meistern. Das wissen wir – und entsprechend handeln wir auch als Verband.“

Wirtschaftliche Folgen für die Amateurklubs


Ohnehin war das sich rasant weiterverbreitende Corona-Virus das zentrale Thema der Sitzung. Bekanntlich hat der BFV den kompletten Spielbetrieb bis auf weiteres ausgesetzt und zudem festgelegt, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs auch nur mit einer Vorankündigung von mindestens 14 Tagen erfolgen wird, um allen Vereinen in Bayern ausreichend Planungssicherheit zu geben. „Bis auf weiteres auch deshalb, weil auch unsere Regierung in dieser Krise nur von Tag zu Tag denken kann“, unterstrich BFV-Präsident Rainer Koch, der aber auch klar zum Ausdruck gebracht hat, „dass wir uns auch in den kommenden Tagen weiter intensiv mit allen Szenarien hinsichtlich des Spielbetriebs, aber auch mit den wirtschaftlichen Folgen für unsere Vereine auseinandersetzen.“

Dabei setzt der BFV auf den Dialog: Zunächst wird es zeitnah in den nächsten Tagen ein Info-Webinar für alle rund 800 ehrenamtlichen Mitarbeiter in ganz Bayern geben. Daran schließen sich Webinare in allen Kreisen und Bezirken an – Ziel ist es, schnellstmöglich mit allen Vereinsvertretern der rund 4600 bayerischen Mitgliedsvereine in persönlichen Kontakt zu kommen. „Dabei soll es darum gehen, aus allererster Hand zu erfahren, wie konkret Sorgen und Nöte aktuell sind. Diese gilt es zu sammeln und aufzuzeigen, wo es aktuell Hilfen gibt und was Vereine jetzt tun können und zu beachten haben. Bei all den Diskussionen um die Profiligen wird schnell vergessen, dass diese Krise gerade auch unsere Amateure vor existenzielle Probleme stellt. Wir sehen uns als BFV in der Rolle des Kümmerers für unsere mehr als 1,6 Millionen Mitglieder.“ Bekanntlich gibt es aktuell bereits ein Online-Meldesystem des Bayerischen Landessport-Verbandes (BLSV), dem auch der BFV und seine Fußballvereine angehören.

BFV will breites Schulungs- und Ausbildungsangebot digital anbieten

Der BFV ist auch für diese schwierige Zeit, in der viele Menschen zuhause sind, so aufgestellt, dass er sein fachliches Schulungs- und Ausbildungsangebot aufrechterhalten will und technisch auch umsetzen kann – bis zum Start der Osterferien soll ein breites Angebot für möglichst alle Bereiche stehen und schließlich komplett digital abgewickelt werden. „Alles, was wir in dieser schwierigen Situation für unser Gesellschaft tun können, um Menschen zusammenzubringen, sollten wir machen – auch wenn es nur auf virtuellem Weg geht. Aber diesen Weg werden wir gehen.“

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