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Warum ich Fußball manchmal (immer öfter) hasse


Pabst Frag Anna

Da war er, der zweiseitige Beitrag im Kicker am Montag. Lesenswert wie eigentlich alle Geschichten in diesem Fachmagazin, aber irgendwie bezeichnend dafür, warum ich den Fußball manchmal hasse. Oder besser: Immer öfter in den letzten Monaten. Vielleicht ist die Pause momentan gut und es denken mal ein paar (viele) Leute nach.

Es ging in dieser Reportage um Edmond Tapsoba. Nie gehört, klar. Das ist ein 21 Jahre junger Kicker, der eigentlich genauso ausschaut wie der Österreicher David Alaba von Bayern München, nur dass er wohl mit Wiener Schmäh nichts am Hut haben dürfte. Talent Edmond spielt seit Ende der Winterpause für Bayer Leverkusen und soll richtig stark sein. Wozu ich nichts sagen (schreiben) kann, weil ich ja keine Bundesliga schaue, mir eher zwei Finger absägen würde, als ein Abo bei Sky oder Dazn abzuschließen.


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Dieser Edmond Tapsoba wird also hochgelobt, weil Leverkusen alles richtig gemacht hat. Man kaufte ihn nach gerade mal 16 Erstligaspielen von Vitoria Guiamares aus Portugal für gerade mal 18 Millionen. Also Euro, nicht halbe Erdnüsse. Zwei weitere Millionen könnten noch dazukommen. So ist das ja meistens vereinbart, wenn der Spieler 15 Partien in einer Halbserie bestreitet oder das Team mit ihm die Champions League erreicht. Beides könnte noch klappen, wenn Corona nichts dagegen hat.

20 Millionen Euro. Was für ein Wahnsinn! Für einen Spieler aus Burkina Faso, der sich auch gleich einen Stammplatz sicherte in der Werkself. Da stellt sich dann wieder die Frage, wozu wir in Deutschland eine Nachwuchs-Bundesliga haben und weshalb wir eigentlich Talente ausbilden, wenn dann ein Abwehrspieler aus Afrika scheinbar deutlich besser ist und Spielpraxis sammelt, während unser Bundes-Jogi für die Defensive immer wieder irgendwelche Hölzer aufstellen muss. Burkina Faso macht es uns vor, wie man Spieler heran reifen lässt.


Der Fußball-Irrsinn wird dafür sorgen, dass Edmond in ein, zwei Jahren für 70 Millionen zu den Wolverhampton Wanderers wechselt. Angeblich weiß er schon jetzt, dass er mal für einen ganz großen Verein spielen möchte. Oder anders ausgedrückt: Für einen, der ihm jährlich 10 Millionen Euro netto zahlt.

So ist das Geschäft. Man kann es mögen, weiter fleißig Trikots der Bundesliga-Stars kaufen, ins Stadion gehen (wenn Corinna es zulässt) und seine Kinder dazu erziehen, die Trikots zu tragen, jeden einzelnen Fußballer der Lieblings-Mannschaft zu lieben und den Idolen nachzueifern. Oder man kann es sein lassen und dem Kommerz-Treiben den Rücken kehren.

Was mich bei der Geschichte am meisten aufgeregt hat: Nicht dass Edmond Tapsoba einen Berater hat – geschenkt. Deco heißt der, galt mal als Weltstar, obwohl er nie einer war. Dieser Deco brachte einen Tag vor dem Ende der Transferfrist am 30. Januar den Profi mit seinem Privatjet von Portugal nach Düsseldorf. Beziehungsweise er wollte, doch die Maschine streikte.

Privatjet…. Sowas ist heuzutage normal im längst versauten Fußballgeschäft.

Michael Horling
redaktion@SW1.News



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