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Spitze Zungen: Die toten Teufel vom Betzenberg


Sparkasse

Es war einmal… ein Fußball-Traditionsverein. Halt, nein: Er ist es noch immer, denn für den 1. FC Kaiserslautern wird´s auch nach der traurigen Insolvenz weitergehen. Aktuell soll der Drittligist 24 Millionen Euro Schulden angehäuft haben. Wie kann sowas nur passieren?

Kaiserslautern in der Pfalz: Doppelt so groß zwar wie Schweinfurt, mit knapp 100.000 Einwohnern trotzdem nicht zu den 80 größten Städten Deutschlands zählend. Um so toller, dass der 1. FCK 1954 um Fritz Walter fünf WM-Helden im Team hatte, vier Mal Deutscher Meister wurde, einmal sogar als Neuling, dass man einst Real Madrid mit 5:0 schlug und mit dem Fritz Walter-Stadion, dem ausgebauten Betzenberg, in einer der beeindruckendsten Arenen überhaupt spielen darf.


AOK - Keine Kompromisse

50.000 Zuschauer finden darin einen Platz. Selbst in der 3. Liga kamen bis zur Corona-Pause mehr als 15.000 im Schnitt. Fast 37.000 waren es beim Derby gegen Waldhof Mannheim. Die Roten Teufel, aktuell fast genauso tot wie rot, sind die Fan-Krösus der Liga. Würden sie weiter vorne mitspielen – aktuell ist man Elfter -, kämen garantiert über 20.000 Anhänger pro Partie. In der 2. Bundesliga wären es 30.000, im Oberhaus sollten einige Spiele restlos ausverkauft sein.


Natürlich wurde das für die WM 2006 ausgebaute Stadion zu groß für die Gegenwart. Ausgerechnet im jahr der Weltmeisterschaft stürzte das Team ein zweites Mal in die 2. Liga, 2012 dann nochmals, seitdem geht es gefühlt jedes Jahr abwärts. Doch wer ahnte damals schon etwas von diesem Absturz? Dennoch versucht der Verein, sich mit dem Stadion von eigener Schuld reinzuwaschen: Die Kosten, um daran zu spielen, seien zu hoch.

Doch wie schafft man es, 24 Millionen Euro an Verbindlichkeiten anzuhäufen? Klare Antwort: Nur durch Missmanagement und durch das Ausgeben von Geld, das man nicht hat! 14 Trainer beschäftigte man in den letzten zehn Jahren, der aktuelle Boris Schommers ist der 25. seit dem Jahr 2000 und der Trennung von Meistermacher Otto Rehhagel, unter dem sich der Verein am Ende nicht mehr zufrieden geben wollte mit dem Einzug in den Uefa-Cup, die heutige Euroleague. Unfassbar!

Seitem hat der FCK weitere 14 Trainer entlassen, bekam auch auf Führungsebene keine Konstanz mehr hinein. Doch angeblich gibt es zahlreiche Investoren und Gönner, die in den schlafenden Riesen genau dann Geld reinstecken wollen, wenn es nicht zum Schließen von Deckungslücken dient. Also: Erstmal gepflegt pleite gehen, dann bei Null starten, in der gleichen Liga sogar, was dank Corona nun ja erlaubt ist.

Die schöne, heile Fußball-Welt… Und klar wär´s geil, wenn Türkgücü München nicht in die 3. Liga aufsteigen darf, der FC Schweinfurt 05 nachrückt und kommende Saison – hoffentlich dann wieder mit Zuschauern – auf dem „Betze“ kickt. Oder in Dresden und beim 1. FC Nürnberg, beide in der 2. Bundesliga aktut abstiegsgefährdet. Wobei das mit dem „Club“ ja schon wieder eine eigene (traurige) Geschichte wert wäre….

Michael Horling
redaktion@sw1.news



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